Reifenempfehlung der Dimension 120/70 ZR 17 und 180/55 ZR 17 (Archivversion)

Nummer Sicher

Wer die Haftung verliert, hat schlechte Karten. Deshalb im Test: elf aktuelle Sportreifen auf der Honda CBR 600 F.

»Die CBR fährt einfach klasse, nur die Reifen sind fertig, unbedingt neue aufziehen.« Fragt sich nur, welche. Die Anmerkung im Fahrtenbuch der Langstreckentest-CBR 600 F kommt genau im richtigen Moment. In der Werkstatt stapeln sich die Pneus der Saison 2000 in 120er- und 180er-Dimension, bereit, sich durch die Testmangel drehen zu lassen. Weil die Anfragen der MOTORRAD-Leser nach den Qualitäten der brandneuen Sportpneus nicht nur die Testabteilung, sondern auch MOTORRAD-Internet-Seelsorger Oliver Ebner regelrecht erschlagen, wird ohne viel Federlesens reagiert. Einziger Unterschied zum alljährlichen MOTORRAD-Riesenreifentest: In der Kürze der Zeit lässt sich kein Konvoi aus elf Maschinen für die Verschleißfahrten von rund 6000 Kilometern zusammenstellen. Dieses Kriterium bleibt also außen vor. Ansonsten stehen die üblichen Testfahrten auf Autobahn, Landstraße, Rennstrecke und Nassparcours für die insgesamt elf Paarungen auf dem Programm.Damit an Langstreckentestmaschine bei einem möglichen Ausrutscher keine ernsten Blessuren entstehen, protegierten die Tester den Dauerläufer mit Motor- und Rahmenschützer und tauschten das Plastikkleid gegen eine preisgünstige Glasfaserschale. Man weiß ja beim Reifentest nie genau, ob einem urplötzlich die Straße ausgeht. Höher gelegte Rasten mittels Adapterplatten von Thurn Motorsport (Telefon 09352/70369)und eine nach oben korrigierte Auspuffhalterung sichern die notwendige Schräglagenfreiheit.Die Auswahl der Reifen richtete sich nach den Freigaben auf der Honda CBR 600 F. So dienen die Erstausrüstungen Bridgstone BT 56 in E/G-Version und die Michelin TX 15 C und TX 25 als Referenz. Viel spannender jedoch ist die Frage nach den Qualitäten der brandneuen Bridgestone BT 010 und Michelin Pilot Sport. Von Dunlop steht ebenfalls eine Neuheit parat: der D 207 Race Replica, ein Straßenreifen mit der Gummimischung des siegreichen D 207 GP-Supersportpneus. Aus deutscher Produktion stellen sich die Metzeler ME Z3 in der Standard- sowie der sportlichen »Racing«-Ausführung. Und in Sportkreisen fehlen natürlich weder die Pirelli MTR 21/22 Dragon Corsa noch die englischen Avon Azaro Supersport II. Wie immer bei einem Reifentest ist die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf einen anderen Motorradtyp nicht ohne weiteres möglich. Speziell Eigenschaften, die direkt mit Rahmengeomtrie, Gewicht oder Fahrwerksabstimmung zu tun haben (Shimmy, Aufstellmoment, Kurvenstabilität oder Lenkpräzision), können nur tendenziell übertragen werden. Bei der Haftung nass wie trocken dagegen weichen die Ergebnisse von einem Maschinentyp zum anderen nur minimal ab.Auf Rundenzeit wurde diesmal verzichtet, da der Test im Rahmen eines Renntrainings stattfand und MOTORRAD die Sicherheit der Hobby-Rennfahrer nicht durch riskante Überholmanöver gefährden wollte. Die Kriterien Haftung und Verhalten im Grenzbereich lassen sich auf der Rennstrecke im südfranzösischen Ledenon in den anspruchsvollen Kurven mit sehr unterschiedlichen Asphaltbelägen auch ohne Stoppuhr sehr verlässlich ermitteln. Die Beurteilung der einzelnen Kriterien bei dem Testpunkt Kurvenverhalten basiert auf einem sehr sportlichen Tempo. Nur dann kommen die Qualitäten der einzelnen Reifen voll zur Geltung. Logischerweise zwingt auch die Bewertung der maximalen Haftung dazu, die Honda auf der allerletzten Rille um die Ecken zu pressen. Wobei auf der Landstraße nicht nur der maximale Grip entscheident ist, sondern auch das Grenzbereichverhalten, also der Übergang von Haftung in Schlupf. Reifen, die ihren Grenzbereich deutlich durch leichtes, kontrollierbares Rutschen oder Walken ankündigen, vermitteln mehr Sicherheit als Gummis, bei denen der Grip unvermittelt abreißt. Dieses Grenzbereichverhalten kann sich je nach Reifentemperatur verändern. Speziell auf Langlebigkeit getrimmte Gummimischungen oder Reifen, die nicht für den Sporteinsatz konstruiert sind, erweisen sich bei extremer Beanspruchung und hohen Reifentemperaturen mitunter als recht hinterhältig, brechen beim Beschleunigen in Schräglage oftmals ohne Ankündigung aus. Um solchen Situationen vorzubeugen, sollten bei sehr sportlicher Fahrweise und speziell für Fahr- und Renntrainings nur Reifen aufgezogen werden, die unter diesen extremen Bedingungen eine relativ konstante Haftung bieten. Reifen mit einer gewissen Rennstreckentauglichkeit sind in den Fazitkästen mit einem entsprechenden Vermerk versehen. Ein weiterer Punkt der aktiven Sicherheit im Straßenverkehr: die Kalthaftung, also eine Reifentemperatur von unter 40 Grad, bei der die Haftfähigkeit der meisten Reifen deutlich eingeschränkt ist. Der Grund: Der Laufflächengummi ist kalt relativ hart und kann sich nicht optimal mit dem Asphalt verzahnen. Erst mit zunehmender Temperatur gewinnt der Gummi an Elastizität, so dass er sich regelrecht im Asphalt festkrallen kann. Auch die Karkasse, also der Unterbau aus hochfesten, gummierten Kunststofffasern und seitlich eingearbeiteten Kernfüllern zur Stabilisierung der Seitenwand, benötigt eine bestimmte Flexibilität, um sich der Straßenoberfläche anzupassen und eine günstige Auflagefläche zu erreichen. Deshalb kann es durchaus vorkommen, das kalte Reifen auf Längsrillen oder welligem Fahrbahnbelag nervöser reagieren als warmgefahrene Pneus.Empfehlenswert ist in allen Fällen ein bewusstes warmfahren der Pellen. Also auf den ersten Kilometern Schräglagen langsam steigern und auf gerader Strecke kräftig Beschleunigen und Bremsen , um die Reifen durch die Beanspruchung aufzuwärmen. Die Temperatur spielt auch beim Nasstest eine wichtige Rolle. Das Problem, wenn elf Reifenpaarungen zum Test anstehen, sind die bei sonnigem Wetter im Tagesverlauf stark ansteigenden Luft- und Bodentemperaturen, die die Ergebnisse beeinflussen oder verfälschen können. Doch Petrus war der der Testcrew wohl gesonnen und schob nicht nur einen dichten Wolkenteppisch über die Michelin-Versuchsstrecke, sondern schickte als Zugabe auch noch feinen, gleichbleibenden Nieselregen. Eine vor jedem Testumlauf aufgefrischte Bewässerung stellte für alle Reifen absolut identische Bedingungen her. Die maximalen Temperaturunterschiede über den Tag gemessen: fünf Grad und damit konstante Verhältnisse.Ein Umstand, der beispielsweise dem Dunlop D 207 Race Replica nicht sonderlich gut bekam. Die Ursache: Dunlop verwendet bei diesem Reifen eine mittelharte Rennmischung, die bei einer Bodentemperatur von rund 20, einer Reifentemperatur von maximal 30 Grad noch nicht ihre Qualitäten ausspielen kann. Auch der Pirelli Corsa haderte mit den Fluten und reihte sich bei den Rundenzeiten auf den hinteren Rängen ein. Dafür gestattet er die schönsten, gleichmäßigsten Drifteinlagen.Spektakuläre Ausreißer wurden nicht ausgemacht. Der Unterschied zwischen dem besten Regentänzer, dem Bridgestone BT 56, und dem langsamsten, dem Pirelli Dragon Evo, betrug bei einer Rundenzeit von knapp zwei Minuten nur 8,7 Sekunden. Als letztes Prüffeld stand der Autobahnabschnitt der A 81 zwischen Heilbronn und Würzburg auf dem Programm. Holprige, ausgefahren Betonplatten, derbe Brückenabsätze und Vollgaskurven trennen hier die Spreu vom Weizen.Das erfreuliche Ergebnisse des Reifentest: Sämtliche Kandidaten zählen eher zum Weizen denn zur Spreu, kein Pneu tanzte mit sicherheitsrelevanten Problemen aus der Reihe. Einzig am Avon Azaro-Hinterrad wurde die Stoßkante der Lauffläche reklamiert, die bereits nach zehn Rennstreckenrunden aufklaffte. Für Avon-Techniker Robert Rost ist eine solche mechanische Beschädigung ein klarer Fall von Garantie.Wie eng die besten Sportpneus beeinander liegen wird in der Punktewertung auf Seite 156 deutlich. Anhand dieser Wertung lässt sich für jeden Einsatzzweck der passende Gummi auswählen. Für die neuen Reifentypen, zum Beispiel Michelin Pilot Sport, den Bridgestone BT 010, den Dunlop D 207 Race Replica oder die neuen Metzeler/Pirelli-Pneus,sind noch nicht alle Freigaben auf dem Markt. Diese spätestens bis zum Sommer abgeschlossen sein. Beim Kauf und der Bestellung eines neuen Reifens unbedingt auf mögliche Sonderkennungen achten, denn diese vervollständigen den Reifentyp und sind in der Freigabe festgeschrieben.Kleine Bemerkung am Rande: Die Sturzvorsorge an der Langstrecken-Honda CBR blieb ungenutzt. Ist das gleiche wie bei der Regenkombi: Hat man sie dabei, bleibt’s trocken, liegt sie zu Hause, schüttet’s wie aus Kübeln.
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Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Avon AV 39/40

Daten: Hersteller/Importeur Avon Reifen 57234 WilnsdorfKundendienst Telefon 02739/8 74 40 Internet-Adresse http://www.avontires.comReifentypVorn Azaro AV 39 Supersport II.Hinten Azaro AV 40 Supersport II.DimensionVorn 120/70 ZR 17Hinten 180/55 ZR 17 Bewertung:Kurvenverhalten: 103 PunkteBei flottem Kurventempo muss der Avon mit hoher Lenkkraft auf der Linie gehalten werden. Auch das starke Aufstellmoment und ein träges Handling in Wechselkurven lassen zu wünschen übrig. Dazu kommen leichte Unruhen beim Beschleunigen in Schräglage. Die ausreichende Haftung des Azaro geht weich und kontrollierbar ins Rutschen über. Nassfahrverhalten: 71 PunkteDie etwas unpräzise Lenkung stört auch auf dem Nässeparcours. Dafür rutscht der Azaro sehr gutmütig mit klarer Ankündigung und verschont den Fahrer vor hinterhältigen Überraschungen.Fahrstabilität: 55 Punkte Ohne nennenswerte Probleme meistert das Avon-Pärchen die Hochgeschwindigkeitsprüfung. Leider plagt das AV 39-Vorderrad ein deutliches Lenkerflattern (Shimmy) zwischen 70 und 85 km/h, das auch in Kurven spürbar ist. Fazit:Bei zügiger Gangart fehlt es dem Azaro an Lenkpräzison und Handlichkeit. Durchweg gutmütig reagiert er an der Haftgrenze und bei Höchstgeschwindigkeit. Unterm Strich ist der Avon jedoch keine Empfehlung für sportliche Maschinen.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Bridgestone BT 56 E/BT 56 G

Daten: Hersteller/Importeur Bridgestone/Firestone Deutschland GmbH, 61325 Bad HomburgKundendienst Telefon 06172/408-255, Internet-Adresse http://www.bridgestone.de/motorrad/ ReifentypVorn Battlax BT 56 F Radial »E«Hinten Battlax BT 56 R Radial »G«DimensionVorn 120/70 ZR 17Hinten 180/55 ZR 17 Bewertung:Kurvenverhalten: 127 PunkteMit guter Lenkpräzison, befriedigender Haftung und klar definiertem Grenzbereich, der sich mit leichtem Schaukeln ankündigt, umrundet der auf der Honda CBR 600 F serienmäßig montierte Bridgestone die Teststrecke. Nassfahrverhalten: 75 PunkteBei Nässe ist der Grenzbereich schon deutlich enger gesteckt und erfordert mehr Konzentration. In Haftung und Handling zählt der BT 56 zum Mittelfeld.Fahrstabilität: 57 Punkte Außer leichtem Shimmy gibt es beim fahrstabilen Bridgestone BT 56 in E/G-Spezifikation keine Probleme.Fazit: Mit dem Serienreifen lässt sich die CBR 600 F harmonisch und sicher fahren. Die gezielt auf Fahrstabilität gerichtet Karkasskonstruktion bringt gegenüber dem Standard-BT 56 leichte Nachteile beim sportlichen Kurvenwetzen, sichert jedoch eine komfortablere Eigendämpfung.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Bridgestone BT 56

Daten: Hersteller/Importeur Bridgestone/Firestone Deutschland GmbH, 61325 Bad HomburgKundendienst Telefon 06172/408-255, Internet-Adresse http://www.bridgestone.de/motorrad/ ReifentypVorn Battlax BT 56 F RadialHinten Battlax BT 56 R RadialDimensionVorn 120/70 ZR 17 Hinten 180/55 ZR 17 Bewertung:Kurvenverhalten: 131 PunkteHandlich, stabil und mit gutem Grip segelt der BT 56 um den Kurs. Nur auf holprigen Passagen stört die nervöse Lenkung und die geringere Eigendämpfung gegenüber dem BT 56 in der E/G-Spezifikation. Nassfahrverhalten: 84 PunkteKnapp zwei Sekunden schneller als alle anderen Pneus taucht der BT 56 durch die Fluten, ist dabei sicher und zuverlässig zu kontrollieren. In diesem Kriterium einfach der Beste. Fahrstabilität: 56 Punkte Leichte Tendenzen zum Lenkerschlagen auf holprigem Asphalt aufgrund der geringeren Eigendämpfung sind die Kehrseiten des guten Handlings und der Kurvenwilligkeit.Fazit:Ein handlicher Reifen, der sportlichen Fahrern im Straßenbetrieb gute Haftung bei trockener wie nasser Fahrbahn und viel Fahrspaß garantiert. Bedingt für Fahr- und Renntrainings zu gebrauchen.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Bridgestone BT 010

Daten: Hersteller/Importeur Bridgestone/Firestone Deutschland GmbH, 61325 Bad HomburgKundendienst Telefon 06172/408-255, Internet-Adresse http://www.bridgestone.de/motorrad/ ReifentypVorn Battlax BT 010 F RadialHinten Battlax BT 010 R RadialDimensionVorn 120/70 ZR 17Hinten 180/55 ZR 17Bewertung:Kurvenverhalten: 134 PunkteDem sehr guten Grip und der hohen Kurvenstabilität des brandneuen BT 010 steht das deutliche Aufstellmoment und ein nicht ganz so handliches Fahrverhalten gegenüber.Nassfahrverhalten: 90 PunkteAuch hier hält der BT 010 enorm viel Haftung bereit, die im Grenzbereich jedoch nur mit feinem Händchen zu kontrollieren ist. Fahrstabilität: 60 Punkte Mit guter Eigendämpfung unterdrückt der BT 010 Lenkerschlagen und Unruhen bei Topspeed gründlichst und markiert damit eine klare Verbesserung gegenüber dem BT 56. Fazit:Hohe Fahrstabilität, erstklassige Haftung und ein stabiles Kurvenverhalten zeichnen den BT 010 aus. Dafür musste die Neukonstruktion in Sachen Handling und Aufstellmoment Federn lassen. Bedingt für Fahr- und Renntrainings zu gebrauchen.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Dunlop Sportmax D 207

Daten: Hersteller/Importeur SP-Reifenwerke GmbH, 63450 HanauKundendienst Telefon 06181/681930 Internet Adresse http://www.dunlop-tires.com/ReifentypVorn Sportmax Radial D 207 F »J« Hinten Sportmax Radial D 207 DimensionVorn 120/70 ZR 17 Hinten 180/55 ZR 17Bewertung:Kurvenverhalten: 137 PunkteSehr stabil und haftfreudig, hält der D 207 locker mit. Dank geringem Aufstellmoment beim Bremsen lenkt er leicht ein, neigt beim Beschleunigen jedoch zum Untersteuern und reagiert auf Flickstellen etwas nervös.Nassfahrverhalten: 73 PunkteSchwimmt von der Rundenzeit wacker im Mittelfeld mit, verliert jedoch Punkte durch das nicht ganz einfache Grenzbereichverhalten. Fahrstabilität: 58 PunkteKeinerlei Auffälligkeiten bei Topspeed, ordentliche Eigendämpfung, kein Shimmy (Lenkerflattern) auszumachen. Einfach gut.Fazit:Ordentlicher Trockengrip, neutrales Lenkverhalten und eine gute Fahrstabiltät machen den D 207 J/ D 207 zum verlässlichen Straßensportreifen. Bedingt für Fahr- und Renntrainings zu gebrauchen.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Dunlop Sportmax D 207 RR

Daten: Hersteller/Importeur SP-Reifenwerke GmbH, 63450 HanauKundendienst Telefon 06181/681930 Internet Adresse http://www.dunlop-tires.com/ReifentypVorn Sportmax Radial D 207 F Race Replica Hinten Sportmax Radial D 207 Race ReplicaDimensionVorn 120/70 ZR 17 Hinten 180/55 ZR 17Bewertung:Kurvenverhalten: 142 PunkteAusgerüstet mit einer mittelharten GP-Rennmischung, zischt der handliche Race Replica mächtig schnell um die Ecken, lenkt messerscharf und mit wenig Aufstellmoment ein. Nassfahrverhalten: 68 PunkteDie relativ niedrigen Reifentemperaturen bei Nässe bringen den D 207 RR etwas in Verlegenheit. Heikel im Grenzbereich, mit mässigem Grip, verliert er den Anschluss zur Spitze.Fahrstabilität: 54 PunkteOhne massive Probleme, aber eben nicht ganz so stabil und narrensicher wie die reinen Straßenreifen, muss sich der supersportliche Dunlop in dieser Sparte hinten anstellen. Fazit:Ein handlicher Straßensportreifen mit enorm viel und ausdauendem Trockengrip, aber Schwächen bei Nässe. Gut geeignet für gemischten Straßen-Rennstreckenbetrieb.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Metzeler ME Z3 Racing

Daten: Hersteller/Importeur Metzeler Reifen GmbH, 80992 MünchenKundendienst Telefon 089/149008-440 Internet-Adresse http://www.metzeler.de/ReifentypVorn ME Z 3 Front Steel Radial RacingHinten ME Z 3 Steel Radial RacingDimensionVorn 120/70 ZR 17 Hinten 180/55 ZR 17Bewertung:Kurvenverhalten: 129 PunkteAufgrund geringer Aufstellneigung, lässt sich der Racing auch auf der Bremse sicher einlenken, benötigt jedoch etwas Nachdruck, um die gewünschte Fahrlinie zu halten. Haftung und Grenzbereichverhalten sind überraschend gut.Nassfahrverhalten: 78 PunkteMit gutem Nässegrip und spielerisch zu kontrollieren, bügelt der neue Metzeler ME Z3 Racing die Schwächen der Vergangenheit aus. Fahrstabilität: 65 PunkteWie der Standard-ME Z3 auch, setzt der Metzeler in Racing-Mischung in diesem Kriterium den Maßstab.Fazit:Beste Fahrstabiltät, tadellos bei Nässe und ein verlässliches Kurvenverhalten stempeln den ME Z3 zum gutmütigen Alleskönner. Bedingt auch für Fahr-und Renntrainings zu gebrauchen.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Metzeler ME Z3

Daten: Hersteller/Importeur Metzeler Reifen GmbH, 80992 MünchenKundendienst Telefon 089/149008-440 Internet-Adresse http://www.metzeler.de/ReifentypVorn ME Z3 Front Steel Radial Hinten ME Z3 Steel Radial DimensionVorn 120/70 ZR 17Hinten 180/55 ZR 17Bewertung:Kurvenverhalten: 100 PunkteGezügeltes Tempo macht wenig Probleme, doch bei sportlichem Kurvenwetzen verliert der träge ME Z3 schnell an Haftung und Kurvenstabiltät. Gut: geringes Ausstellmoment und hohe Eigendämpfung.Nassfahrverhalten: 76 PunkteÜberraschend zügig und vor allem sehr gutmütig umrundet der Metzeler ME Z3 den rutschigen Testkurs. Fahrstabilität: 65 PunkteHier lässt das Metzeler-Pärchen mit dem einzigartigen Null-Grad-Stahlgürtel am Vorderrad nichts anbrennnen. Bombenstabil, beste Eigendämpfung und von Kickback keine Spur. Erste Klasse. Fazit:Sportliche Fahrer vermissen Grip und Handlichkeit am ME Z3 mit Standard-Gummimischung. Bestnoten gibt es für eine tadellose Fahrstabiltät und hohen Abrollkomfort.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Michelin Pilot Sport

Daten: Hersteller/Importeur Michelin Reifenwerke KGaA, 76185 KarlsruheKundendienst Telefon 0721/530-1238 Internet-Adresse http://www.michelin.com/us/eng/home.htmReifentypVorn Pilot SportHinten Pilot SportDimensionVorn 120/70 ZR 17 Hinten 180/55 ZR 17Preis vorn/hintenBewertung:Kurvenverhalten: 139 PunkteDer handlichste Reifen im Test. Enge Linien und federleichte Schräglagenwechsel gelingen bestens. Dazu gesellt sich eine gehörige Portion Grip. Schlecht: das starke Aufstellmoment beim Bremsen.Nassfahrverhalten: 83 PunkteAuch hier mit guter Haftung und einfach zu beherrschendem Grenzbereich ganz vorne dabei. Fahrstabilität: 56 PunkteSeine bestechende Handlichkeit und Kurvenwilligkeit kostet den Michelin Pilot Sport ein paar Pünktchen in der Fahrstabilität. Fazit:Ein supersportlicher, handlicher Straßenreifen mit erstklassigem Grip in allen Lagen aber gewöhnungsbedürftigem Aufstellmoment. Auch für Fahr- und Renntrainings geeignet.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Michelin TX 15 C/TX 25

Daten: Hersteller/Importeur Michelin Reifenwerke KGaA, 76185 KarlsruheKundendienst Telefon 0721/530-1238 Internet-Adresse http://www.michelin.com/us/eng/home.htmReifentypVorn Hi-Sport TX 15 CHinten Hi-Sport TX 25DimensionVorn 120/70 ZR 17 Hinten 180/55 ZR 17Bewertung:Kurvenverhalten: 124 PunkteIm Vergleich zum Pilot Sport, fährt der als Serienausrüstung auf der CBR 600 F eingesetzte TX bei sportlichen Schräglagen etwas instabil, mit weniger Grip und schlechterem Handling. Ein Vorteil: Das Aufstellmoment ist bei der TX 15 C-Version auffallend gering.Nassfahrverhalten: 74 PunkteSehr gutmütig und mit befriedigendem Grip erledigt der Michelin Hi-Sport die Nässeprüfung. Fahrstabilität: 59 PunkteDie weiche Karkasse sichert dem TX einen hohen Abrollkomfort und bügelt sicher über Holperpisten. Auch bei Topspeed gibt es keine Klagen.Fazit:Fahrstabiler Straßensportreifen mit guter Handlichkeit, geringem Aufstellmoment, ausreichend viel Grip und befriedigender Kurvenstabilität. Für Fahr- und Renntrainigs bedingt zu gebrauchen.

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Pirelli MTR 21/22 Dragon Evo Corsa

Daten: Hersteller/Importeur Pirelli Motorrad-Reifen,80974 MünchenKundendienst Telefon 089/14908-350 Internet-Adresse http://www.pirelli-moto.com/ReifentypVorn MTR 21 Dragon Evo Corsa Hinten MTR 22 Drago Evo CorsaDimensionVorn 120/70 ZR 17 Hinten 180/55 ZR 17 Bewertung:Kurvenverhalten: 135 Punkte Mit geringem Aufstellmoment lässt sich der Dragon einlenken, benötigt ähnlich dem Metzeler ME Z3 etwas Kraft, um die gewünschte Linie zu halten, bleibt jedoch beim Beschleunigen in Schräglage ruhiger und bringt etwas mehr Grip auf die Straße. Nassfahrverhalten: 72 PunkteGutmütig und mit sehr transparenter Rutschgrenze, aber dafür weniger Maximalgrip als die Konkurrenz. Deshalb kann der MTR 21/22 in Corsa-Mischung bei Nässe nicht ganz mithalten.Fahrstabilität: 63 PunkteEinfach Klasse. Nur die minimalen Unruhen auf holprigen Vollgas-Autobahnpassagen machen den Unterschied zu den in der Konstruktion sehr ähnlichen Metzeler-Pneus. Fazit:Auch die Pirellis glänzen durch tadellose Fahrstabilität. Mit ordentlichem Trockengrip und guter Kurvenstabiltät ist der Dragon Evo in Corsa-Ausführung auch für Fahr- und Renntrainings geeignet.

Enduro-Reifen der Dimension 110/80 R 19 und 150/70 R 17 (Archivversion)

Auf der BMW-Reiseenduro R 1150 GS wurden neun Paarungen durch die Testmangel gedreht. Unterm Strich wurde der Metzeler Tourance zum besten Allroundtalent gekührt, da er die Prüfungen der Fahrstabilität, der Laufleistung und bei Nässe mit Bravour bestand. Auch der Michelin T 66 X leistete sich nur bei regennasser Fahrbahn leichte Schwächen und kassierte Rang zwei, knapp vor dem Metzeler Enduro 4. Überraschend wacker schlug sich der grobstollige Contiental TKC 80 Twinduro (MOTORRAD 6/2000).

Reifentest: Sportreifen (Archivversion) - Mittelklasse-Reifen der Dimension 110/70 ZR 17 und 150/70 ZR 17

Vom langlebigen Marathon-Gummi bis zum klebrigen Sportreifen reicht die Palette für die beliebte Suzuki GSF Bandit 600 N/S. Unter den billigeren Diagonalreifen hatte der Bridgestone BT 45 die Nase vorn, bei den Radialpneus konnte sich der Pirelli Dragon GT knapp vor dem Dunlop D 205 behaupten. In Sachen Fahrverhalten landete die Erstausrüstung Bridgestone BT 50/BT54 auf dem letzten Rang. Für Kostenbewusste dürfte der langlebige Dunlop K 505 interessant sein (MOTORRAD 13/1999).

Reifentest: Sportreifen (Archivversion)

Sport-und Tourenreifen der Dimension 120/70 ZR 17 und 180 /55 ZR 17
Aufgeteilt in zwei Gruppen, erprobte MOTORRAD insgesamt elf Satz Reifen auf der Yamaha YZF 1000 R. Bei den Tourenpneus setzte sich der Bridgestone BT 57 durch, gefolgt von Metzeler ME Z4. Ausreißer bei Nässe: der Pirelli MTR 03/04, der inzwischen deutlich verbessert wurde. Die Sportlerwertung ging damals an den Dunlop D 207, der dem Bridgestone BT 56 in Sachen Fahrstabiltät überlegen war, während der BT 56 in der Kurven- und Nasswertung brillierte (MOTORRAD 11 und 12/1998).

Reifentest: Sportreifen (Archivversion)

Sport- und Tourenreifen der Dimension 120/60 ZR 17 und 160/60 ZR 17
Je sechs Typen im Sport- und Tourensegment rannten auf der Honda CBR 600 F (PC 31) um die Wette. Bei den sportlichen Gummis teilten sich der Bridgestone BT 56 und der Pirelli MTR 01/02 die ersten Plätze. Im Tourenbereich lag der Michelin Macadam 90 X aufgrund seiner hohen Laufleistung Fahrverhalten zusammen mit den bewährten Bridgestone BT 50 ganz vorn. Abgeschlagen: der Continental Radial 2000, der durch den hohen Verschleiß aus dem Rahmen fiel.

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