Reifenpräsentation (Archivversion)

Gummi-Ball

Bridgestone bittet zum Tanz. Auf der kleinen Rennstrecke im spanischen Cartagena konnte MOTORRAD die neueste Reifengeneration ausprobieren.

Zwei S kennzeichnen den neuen Gummi, den Bridgestone als Weiterentwicklung des erfolgreichen BT 56 jetzt auf den Markt bringt. SS = superschnell? Jedenfalls sollen bessere Haftung und Stabilität den neuen BT 56 in die Nähe von reinrassigen Rennreifen bringen, ohne auf wichtige Alltagseigenschaften wie Kalt- oder Naßhaftung zu verzichten. Um die Qualitäten der japanischen Pneus kennenzulernen, stehen in Cartagena nicht nur diverse Sportmaschinen wie Yamaha R1, Suzuki GSX-R 750 oder Kawasaki ZX-7R bereit, sondern auch tourentauglichere Modelle wie Honda VTR 1000, VFR und Yamaha YZF 1000, um den breiten Einsatzbereich der BT 56 SS-Reifen aufzeigen.Besonders lobenswert ist die sehr gute Haftung der nagelneuen Reifen bereits auf den ersten Metern. Laut Aussage der Bridgestone-Techniker sollen dank geänderter Zusätze in der Gummimischung die Zeiten vorbei sein, in denen die ersten Meter auf Bridgestone-Neureifen eine kaum beherrschbare Rutschpartie waren. Eine Vielzahl dummer Stürze selbst von erfahrenen Piloten hatte den Japanern nicht umsonst den Spitzname Glitschstone eingebracht.Doch auch im weiteren Verlauf der Rennstreckenrunden kann der SS in Sachen Haftung für einen straßenzugelassenen Reifen überzeugen. Zwar kann auch er der Leistungsexplosion einer offenen R1 nur bedingt trotzen, aber sein Grenzbereich ist breit genug, um ein leicht rutschendes Hinterrad jederzeit wieder sicher einzufangen. Ähnlich souverän das Vorderrad: Stabiler Geradeauslauf und eine gute Rückmeldung durch die relativ steife Karkasse vermitteln auf allen gefahrenen Modellen ein recht sicheres Fahrgefühl.Nur beim Bremsen in Schräglage, da will es nicht so richtig klappen. Das extrem starke Aufstellmoment verlangt nach hohen Lenkkräften, um die Maschine auf der Bremse in größere Schräglagen zu zwingen. In diesem Punkt hätten sich die Reifenkonstrukteure besser an den Qualitäten der Vorgänger BT 50 und BT 56 orientiert.
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Kastentext––––– (Archivversion) - Der neue BT 45

Endlich denkt auch mal jemand an die »Kleinen«. Mit dem BT 45 will Bridgestone all diejenigen bedienen, die ihr Glück nicht auf megastarken Sportlern, sonder auf Mittelklasse-Motorrädern wie Honda CB 500, Suzuki Bandit 600 oder Kawasaki ER-5 suchen. Nicht minder aufwendig in der Konstruktion wie ein Supersportreifen, zeichnen auch den Tourenpneu die Bridgestone-eigenen technischen Besonderheiten aus. So hat der BT 54 für längere Laufleistung eine härtere Gummimischung in der Reifenmitte und für besseren Grip eine weichere an den Flanken.Bei Testfahrten auf schlechten spanischen Landstraßen zeigt der BT 45 sehr gute Dämpfungs- und Komforteigenschaften ohne Einbußen in Sachen Stabilität. Die Testmaschinen flitzen wieselflink und zielgenau sowohl um enge Kehren als auch um schnelle Biegungen. Trotz des nicht sonderlich griffigen Belags bieten die BT 45 so gute Haftung, daß die Rasten streifen. Die Reifen sind bis zu einer Breite von 150 Millimeter in allen gängigen Größen von 16 bis 18 Zoll erhältlich.

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