(Archivversion) Reifenwechsel

Selbst wenn das Pro-
fil ihres entstaubten Youngtimers noch pfenniggut ist, unbedingt Produktionsdatum kontrollieren.
A Die Zahl 128 auf der Seitenwand bezeichnet Woche und Jahr der Herstellung, wobei das Jahrzehnt erst
seit kurzer Zeit durch eine vierstellige Zahl erkenntlich ist. In unserem Fall steht die 8 für 1988, also runter damit, denn der ausgehärtete Gummi hat eine miserable Haftung. Älter als acht Jahre sollte der Reifen nicht sein.
B Oft sind die Reifen, bedingt durch die harte Karkasskonstruktion, so widerspenstig, dass sie sich nur mit Mühe und ein paar Tricks von den Felgen demontieren lassen. Dazu gehört, dass man den störrischen Pneu gegenüber des Ventils mit einem festen Tritt oder einer Schraubzwinge zusammenpresst, damit der Reifenwulst ins Tiefbett der Felge passt.
C Dann werden Reifen und Felgenhorn innenseitig und umlaufend mit Montagepaste bestrichen. So lässt sich der Reifenwulst gegen Ende der Montage auch ohne Montierhebel leichter übers Felgenhorn stülpen.
D Vor der Demontage wird eine Handbreit neben dem Ventil ein Felgenschoner aus Kunststoff (gibt’s im Zubehörhandel von Gericke, Louis et cetera) aufgesteckt, anschließend mit einem Montierhebel in kurzen Abständen, nicht mehr als drei Finger breit, den Reifen über die Felge hebeln. Dabei den Felgenschoner nachschieben.
E Verchromte Stahlfelgen sind nach längerer Stand-
zeit oft stark korrodiert. Zunächst die Speichennippel mit Kriechöl gangbar machen, danach mit einer Drahtbürste den Rost entfernen. In solchen Fällen immer zu empfehlen: neues Felgenband und neuer Schlauch. Die Montage erfolgt in um-gekehrter Reihenfolge, dabei gegenüberliegend vom Ventil beginnen.

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