Aufgefallen im Test (Archivversion) Wuchtkontrolle

Wie sauber sind eigentlich die Reifen, die im Verschleißtest eingesetzt wurden, austariert? Um dies genau zu analysieren, wurden vor der Reifenmontage zunächst sämtliche Felgen der sieben Test-Fireblade gewuchtet. Anschließend ging das Spielchen mit montierten Reifen weiter. Nach besonders viel Masse verlangten Avon VP2 Supersport, Metzeler Sportec M3 und Pirelli Diablo Rosso: Jeweils 35 Gramm waren bei den Hinterreifen dieser Paarungen für einen sauberen Rundlauf notwendig. Michelins Pilot Power 2CT kam dagegen hin-ten ohne Extragewicht aus. Bei allen anderen Paarungen betrug der Gewichtseinsatz hinten zwischen zehn und 25 Gramm, vorne gab man sich im Schnitt mit zehn Gramm zufrieden.

Einige Hersteller bringen auf den Reifenflanken so genannte Wuchtmarkierungen an, meist in Form eines farbigen Punktes, der die leichteste Stelle des Reifen markiert. Diese Kennzeichnung hilft dem geübten Monteur, indem er den Reifen so auf die Felge aufzieht, dass er mit möglichst wenig Masse austariert werden kann. Meist wird davon ausgegangen, dass die Felge am Ventileinsatz am schwersten ist. Doch richtig sicher ist man sich erst, wenn man – wie hier im Test geschehen – die Felge auf ihren Rundlauf hin kontrolliert. Ein weiteres Phänomen, das bei den Testfahrten auf der Rennstrecke auffiel: das Drehen mancher Hinterreifen bei starker Beschleunigung auf der Felge, was sich beim Fahren durch starke Vibrationen bemerkbar machte.

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