Ausprobiert FIM-Enduroreifen Al dente

Reifen mit Biss sind für echte Hardenduristen Pflicht. MOTORRAD probierte zwei Modelle von IRC und Mefo auf KTM EXC 400 und 520.

Nicht alle Stollenreifen sind vom internationalen Motorradsportverband FIM für Enduro-Wettbewerbe freigegeben, weil beispielsweise die Stollen zu hoch sind oder die Ausführung des Reifenprofils nicht den Richtlinien entspricht. Zwei vom FIM zugelassene Pärchen von IRC und Mefo fühlte MOTORRAD während einer einwöchigen Enduro-Tour in den italienischen Alpen ausgiebig auf die Zähne. Als Testfahrzeuge dienten die KTM-Sportenduros EXC 400 und EXC 520. Das Gelände bestand zum Großteil aus felsigen Untergründen und Schotterwegen sowie weichen Wald- und Wiesenwegen und Trialpassagen über Felsen. Außerdem gehörten Verbindungsetappen auf Asphalt zum Testterrain.Den insgesamt harmonischeren Eindruck hinterlassen die IRC-Gummis, die auf harten und steinigen Böden sehr viel Grip bieten. Dank stabiler Stollen kann man die KTM auch auf der Straße flott bewegen, wenngleich der Hinterreifen bei Schräglage im Übergang zu den äußeren Stollenreihen zum Wegrubbeln neigt. Auf weichen Waldböden greifen die Stollen nicht brillant, aber ausreichend, erst bei tiefen Böden oder Schlamm ist es mit dem Vortrieb vorbei.Auf diesem Untergrund haben die Mefo-Pneus klare Vorteile. Vor allem der Hinterreifen verbeißt sich regelrecht in weiche Böden. Bevor der hier an seine Grenzen stößt, streicht der Vorderreifen die Segel. Während die Mefo Schotterstrecken noch mit Anstand meistern, liegen ihnen felsige Passagen nicht - auch Asphaltkontakt sollten Enduristen meiden, da die Paarung kein zielgnaues Fahren aufgrund starken Pendelns zulässt.Wer seine Enduro also überwiegend über feste, steinige Böden scheucht, ist mit den IRC-Sohlen besser bedient. Je weicher der Untergrund, desto mehr kommen die Mefo in Fahrt. In puncto Lebensdauer liegen beide Paarungen mit jeweils rund 1000 Kilometern für die Hinterreifen gleichauf.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote