Ausprobiert: Winterreifen (Archivversion) Weiß-Sagung

Motorradfahren im Winter kann durchaus Spaß machen – mit dem passenden Fahrzeug und geeigneten Reifen. Vier Gummipaarungen, die dem Schnee die Zähne zeigen wollen.

Beim ersten Schnee kommen viele Autofahrer ganz schön ins Schleudern – Winterreifen in der Garage bieten wenig Grip. Motorradfahrer sind meist schlauer: Sie motten nicht nur die Reifen, sondern das ganze Fahrzeug im Herbst ein.Aber einige Unverdrossene scheuen weder Kälte noch Schnee und frönen auch im Winter ihrem Hobby Motorradfahren - warm eingepackt und mit einer leichten Enduro macht der Winter besonders viel Spaß. Und damit die Haftung auf glattem Untergrund nicht allzu früh verloren geht, montieren alte (Schnee-)Hasen entsprechende Gummis. Vier griffigen Paarungen fühlte MOTORRAD vergangenen Winter im tief verschneiten Hochschwarzwald auf die Zähne.Außer drei grobstolligen Enduroreifen zeigte ein in Deutschland nicht zugelassener Spikes-Reifen vom schwedischen Hersteller Trelleborg, was auf weißem Untergrund möglich ist. Doch der nahezu grenzenlose Grip auf Schnee und Eis wird mit wildem Schlingern und Rutschen auf nacktem Asphalt teuer erkauft.Ein paar allgemeine Tipps: Um bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mehr Grip aufzubauen, sollten Winterreifen mit wenig Luftdruck gefahren werden. Auf schneefreien Straßen führt ein Druck von etwa einem Bar – wie er im Test gefahren wurde – zwar zu hohen Lenkkräften und Pendelneigung, dafür greifen die Stollen auf Schnee und Eis wesentlich besser. Voraussetzung: Reifenhalter, damit sich der Reifen nicht auf der Felge dreht. Wenig wintertauglich sind Straßenreifen und Stollenreifen mit harter Gummimischung oder abgerundeten Profilblöcken. Das verdeutlichen die Pirelli MT 21, die im Schnee gegenüber den weichen Mitbewerbern deutlich abfallen.

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