Checkpoint: Reifen-Sonderkennungen Checkpoint: Reifen-Sonderkennungen

Oft rollen hubraumstarke Maschinen auf speziell konstruierten Pneus, die mit einem kleinem Zusatz-Code kenntlich gemacht sind. Fehlt dieser im Kfz-Schein eingetragene Code, gibt’s Ärger bei TÜV und Polizei.

Sonderkennungen: Serienreifen werden oft nach den Wünschen der Fahrzeughersteller optimiert. Auch bei den aktuellen Maschinen wie Yamaha 1000 Fazer, FJR 1300 oder Aprilia Futura muss beim Reifenwechsel darauf geachtet werden, dass neben Hersteller und Typ, bei der Fazer 1000 zum Beispiel ein Metzeler ME Z3, auch der Zusatz-Code, in diesem Fall Y, auf der Seitenwand des Reifens aufgeprägt ist. Nur dann ist sichergestellt, dass es sich um den von Yamaha für die Fazer homologierten Reifen handelt, der speziell gegen Probleme wie Lenkerschlagen oder Shimmy entwickelt wurde (siehe auch Reifentest, ab Seite 139). Zusatzkennungen gibt es auch für Pneus mit verstärkten Karkasslagen für höhere Traglasten.
Reifenwechsel: Oft achten Händler und Werkstätten nicht auf den Zusatz-Code oder haben angesichts der großen Modellvielfalt diese speziellen Pneus nicht auf Lager. Wichtig: beim Arbeitsauftrag darauf verweisen, welcher Reifentyp samt Sonderkennung im Fahrzeugschein eingetragen ist. Auch bei den nachträglichen Reifenfreigaben der Fahrzeughersteller kann es sich um Sonderkonstruktionen handeln.
Produktionsdatum: Dies ist in einer vierstelligen Zahl (im Bild rechts unten 11. Woche im Jahr 2000) auf die Reifenseitenwand gedruckt. Da auch Pneus im Lauf der Zeit vom Hersteller verbessert werden, lohnt es sich, darauf zu achten, dass das Herstellungsdatum möglichst aktuell ist, auf jeden Fall aber nicht weiter als zwei Jahre zurückliegt.

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