Der Nasstest (Archivversion) Nur nicht Baden gehen

Was sich auf trockener Strecke noch dicht gedrängt zeigte, folgt im Nassen mit deutlichem Abstand aufeinander. Auf der 1,6 Kilometer langen, permanent bewässerten Teststrecke, die sich wie die Trockenteststrecke auf dem Erprobungsgelände von Dunlop/Goodyear im südfranzösischen Mireval befin-det, hat MOTORRAD nicht nur die Haftung in Kurven und beim Beschleunigen verglichen. Ein weiterer wichtiger Punkt war das Brems-verhalten auf nasser Fahrbahn. Hier stechen Dunlop Roadsmart und Michelin Pilot Road2 mit gleich guten Werten heraus, mit Abstand folgen Metzeler und Pirelli. Schlusslicht ist der Avon VP2 Sport in diesem Testkriterium. Wobei der England-Pneu auch in anderer Be-ziehung Schwächen zeigt. Das Haftvermögen auf nasser Strecke ist mäßig, infolge dessen leiden auch Lenkpräzision und Handlichkeit. Bekannt gut funktioniert Michelins Pilot Road2 2CT im Nassen, ebenso kann der Dunlop Road-smart beeindrucken. Erstaunlicherweise liefern gerade die beiden neuen Teilnehmer im Ring, der überarbeitete Metzeler Roadtec Z6 Interact und Pirellis Angel ST, auf nassem Grund keine neuen Erkenntnisse.

Beim Interact fällt das träge Einlenkverhalten auf, das bereits bei seinem Vorgänger im vergangenen Jahr bemängelt wurde. Der komplett neu konstruierte Pirelli Angel ST muss sich sogar noch hinter dem Metzeler ein-sortieren. Die Fahreigenschaften der vom gleichen Konzern gefertigten Reifen sind beinahe identisch. Eine etwas schlechtere Haftung beim Pirelli, die sich auch in der langsameren Rundenzeit widerspiegelt, gibt den Ausschlag für die schlechtere Platzierung.

Fazit: Zum wiederholten Male ist der Michelin Pilot Road2 2CT der eindeutige Sieger auf nasser Strecke. Der Abstand zum zweitplatzierten Dunlop Roadsmart ist mit sieben Punkten deutlich. Klarer Verlierer im Regen: Avons VP2 Sport.

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