Der Reifentest im Detail (Archivversion)

Trockentest:
Auf dem Testgelände von Goodyear im südfranzösischen Mireval wurde den aktuellen Reifenpaarungen für großvolumige Reise-Enduros auf den Zahn gefühlt. Allerdings nicht „auf letzter Rille“, wie man es auf diesem ursprünglich als Rennstrecke angelegten Kurs hätte machen können. Um realistische Ergebnisse zu erhalten, wurden zwei unterschiedliche Landstraßenmodi (gemäßigtes und sportliches Tempo) simuliert. Eine konstante Überwachung der Reifentemperatur sowie die Streckenaufzeichnung über Datarecording stellten sicher, dass die Tester die Reifen nicht über Gebühr belasteten.
Weiterhin ließen sich auf der abgesperrten Strecke sämtliche Fahrsituationen wie beispielsweise Kurvenstabilität unter Volllast und mit Sozius sowie die Bremsleistung der verschie-denen Paarungen messen. Zum Abgleich der Testergebnisse wurden außerdem alle Reifen auf der Straße gegengefahren.

Nasshaftung:
Zum heikelsten Teil des Tests gehört die Beurteilung der Reifen auf nasser Fahrbahn. Um das Potenzial der verschiedenen Gummimischungen auszuloten, muss die BMW R 1200 GS ständig am Limit bewegt werden. Zusätzlich zum Testeindruck, den die Testcrew per Popometer erfährt, liefert das Datarecording unbestechliche Ergebnisse. So können neben den Rundenzeiten auch Kurvenspeed und Schräglage in einzelnen Streckenabschnitten exakt verglichen werden. Wie sich die verschiedenen Paarungen im Nassen geschlagen haben, steht in den einzelnen Kästen. Auf Seite 135 sind neben den Rundenzeiten auf dem Nass-Parcours auch die Verzögerungswerte und der Bremsweg aus 100 km/h gelistet. Besonders gut lassen sich die Unterschiede der einzelnen Testteilnehmer im Omega-Abschnitt der Strecke herausfahren, auf dessen rutschigem Belag sich eindeutig zeigt, wie haftfreudig der Reifen ist. Reifen mit gutem Nass-Grip konnten diesen Abschnitt besonders souverän meistern.

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