Der Reifentest im Detail

Foto: Jahn
Nasshaftung
Auf der sich ebenfalls auf dem Goodyear-Areal befindlichen Nassstrecke geht der heikelste Teil des Tests über die Bühne. Schließlich müssen die Reifen zur Beurteilung des Grenzbereichs stets am Limit bewegt werden. Unbestechliche Ergebnisse liefert das Datarecording, gefragt ist aber vor allem die sensible Hand des Testers, die genau spürt, wann der Reifen an seiner Haftgrenze angelangt ist. Die Rundenzeiten aus dem Nasstest finden sich unter den einzelnen Bewertungskästen, zusätzlich wird die Durchschnittsgeschwindigkeit in der extrem rutschigen Omega-Passage (siehe Referenzbereich im Streckenplan links) angegeben. Dort zeigt sich besonders deutlich, wie haftfreudig die Reifen sind. Gewohnt souverän konnten auch in diesem Jahr die beiden Modelle von Michelin (Pilot Power und Pilot Road 2, beide in 2CT-Mischung) den glitschigen Belag meistern.

Trockentest
Auf dem Handlingparcours der Goodyear-Teststrecke im südfranzösischen Mireval ließ sich nicht nur die moderate Landstraßenfahrt simulieren. Ebenso konnte die als Testfahrzeug dienende Honda CBR 600 RR mit Sportbereifung auf der einstigen Rennstrecke (Carland) richtig abgewinkelt werden, um den Grenzbereich auszuloten. Bei den Tourensportreifen beließen die Tester es hingegen bei der Simulation einer sportlichen Landstraßenfahrt. Wobei der Unterschied zwischen Touren- und Sportgummis marginal ist. So benötigt beispielsweise der Metzeler Sportec M3 für eine maximale Schräglage von 52 Grad eine Kurvengeschwindigkeit von 80,0 km/h im Abschnitt Omega. Nur ein Grad Schräglage und 1,5 km/h Kurvengeschwindigkeit fehlen dem Dunlop Roadsmart. Nach mehreren Runden „auf der letzten Rille“ lassen die Tourensportpneus allerdings deutlich nach.

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