Harley Sportster mit hohem Reifenverschleiß (Archivversion) Reifenfresser

Ohne großes Aufheben absolviert die Dauertest- Harley Sportster 1200 Sport ihre Testkilometer. Abgesehen von einem abvibrierten Spiegel und einem ebenfalls zerrüttetem Kennzeichenhalter, hätte sie beinahe unbemerkt die 25000-Kilometer-Hürde genommen, wenn da nicht eine kleine, unscheinbare Sicherungsscheibe im Getriebe den Schaltmechanismus blockiert hätte. Die Folge: ein außerplanmäßiger Werkstattaufenthalt. Der Schaden wurde auf Garantie beseitigt. Doch ein Unglück kommt selten allein. Ein kleiner Ausrutscher erforderte den Tausch von Tacho, Kupplungshebel, Fußraste, Spiegel, Lenker, Blinker und Kupplungsdeckel. Für rund 1700 Mark ist die Harley, bis auf den leicht verbeulten Tank, wieder wie neu.Ständige Aufmerksamkeit erfordert die Reifenprofiltiefe, denn trotz der eher geringen Leistung (58 PS) frißt die Sporster ihre Hinterreifen nur so in sich hinein:. Die ersten beiden Gummis hielten nur je rund 4000 Kilometer.Ein ganz anderes Thema beschäftigt die Fahrer der Dauertest-KTM 620 LC 4. Die Einträge im Fahrtenbuch zum Startverhalten reichen von »springt bei richtiger Bedienung immer an« bis zu unflätigen Beleidigungen der Hard-Enduro. Da nachweislich kein technischer Defekt vorliegt, wird dieser Zwist wohl ewig andauern. Ist das Stollentier erst mal in Trab gesetzt, erweist es sich bislang jedenfalls als sehr zuverlässig. Trotz verstärkten Geländeeinsatzes sowohl in der Sahara als auch in den Alpen gibt es bisher keinen Anlaß zum Klagen.Uli Baumann

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