Interview mit Helmut Dähne (Archivversion)

Quote: »Wir arbeiten an einer Lösung“

? Soll der ME Z3 nicht die Nachfolge des bewährten ME Z1-Sportreifen antreten?Der ME Z3 ist im Segment der Supersport-Reifen angesiedelt. Er löst den ME Z1 nicht ab, sondern ergänzt ihn und bietet so die Möglichkeit, die Vorteile der Null-Grad-Gürtelstruktur auch für das Vorderrad zu nutzen. Besonders Fahrer von leichten Hochleistungsmotorrädern werden diese Vorteile schätzen.? Der ME Z3 hat unter anderem in Sachen Haftung enttäuscht. Ist eine Verbesserung für die laufende Serie zu erwarten?Die neuen Sportmotorräder erfordern Mischungstypen für höchste Schnellaufsicherheit. Die Laufflächenmischung des Z3 Standard wurde diesbezüglich optimiert. Ihre Kritik an der Haftung haben wir aufgegriffen und arbeiten bereits an einer Lösung. Für Renn-Grip gibt es ja noch den ME Z3 Racing.? Die Kurvenstabilität ist ebenfalls schlechter als beim Z1.Stabilitätsschwäche haftet dem Z3 grundsätzlich nicht an. Gerade seine Stabilität überzeugte die Motorradhersteller, Metzeler als Erstausrüster zu wählen.? Und was ist mit den schlechten Handlingseigenschaften?Handling ist eine Frage der Produktphilosophie beziehungsweise des individuellen Geschmacks und schließlich auch der Gewöhnung. Handlichkeit muß meist über andere Nachteile erkauft werden. Es war noch nie Metzelers erklärtes Ziel, die handlichsten Reifen zu bauen. Wir arbeiten auch an diesem Thema, werden aber weder Kurven- noch Bremsstabilität dafür opfern.? Welche Forderungen stellte Yamaha für die R1 bezüglich Hochgeschwindigkeits-Haltbarkeit, Fahrstabilität und Haftung?Alle Motorradhersteller stellen hohe Anforderungen, aber nur selten spezifische. Die hochgeschwindigkeitsrelevanten Kriterien stehen im Vordergrund.

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