Luftdruck prüfen

Die meisten Motorradfahrer kontrollieren den Reifenluftdruck an der Tankstelle. Was prinzipiell in Ordnung ist, man muss lediglich darauf achten, dass der Reifen dabei noch kalt ist. Denn darauf beziehen sich die Angaben der Motorrad- oder reifenherstellern. Also immer gleich zu Beginn einer Tour messen und nicht zwischendurch. Wer auf der letzten Rille zwanzig Kilometer bis zur Tankstelle heizt, darf sich über eine zu hohe Anzeige auf dem Manometer nicht wundern. Fatal wäre es, aus einem erhitzten Reifen Druck abzulassen. Wobei wohl kaum jemand auf die Idee kommen wird, da der Reifen üblicherweise ja im Lauf der Zeit etwas Luft verliert, man in aller Regel nachfüllen, nicht ablassen muss. Und wie ist es um die Genauigkeit der Füllgeräte an den Tankstellen bestellt? Diese sind geeicht und werden im Zwei-Jahres-Rhythmus überprüft, demzufolge sollten sie verlässlich anzeigen. Allerdings werden die Geräte ziemlich rau behandelt, können also im ungünstigen Fall eventuell lange Zet unentdeckt falsch anzeigen. Bei einem Test von MOTORRAD an zehn Tankstellen in Stuttgart erwiesen sich bis auf ein Messgeräte alle als sehr genau, das lag mit 0,15 Bar Differenz im gerade noch tolerierbaren Bereich. Sind private Messgeräte eine Alternative, obwohl sie weder geeicht sind noch kontrolliert werden? MOTORRAD überprüfte stichprobenartig die Anzeigegenauigkeit verschiedener Modelle. Die digitalen Versionen funktionierten durchweg ziemlich exakt. Ebenfalls gut: teure und robuste Werkstatt-Versionen aus Metall. Vorsicht ist bei einfachen mechanischen Modellen aus Kunststoff angebracht. Manche liegen bis 0,3 Bar daneben, und das ist zu viel.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote