Nasshaftung (Archivversion)

Für Schönwetterfahrer belanglos, für den engagierten Tourenfahrer dagegen von höchster Bedeutung.

Bei jedem MOTORRAD-Reifentest ist der Nasstest die wohl heikelste Aufgabe. Um möglichst identische Temperaturbedingungen zu schaffen, wird das Zeitfenster auf rund fünf Stunden begrenzt, bei nicht mehr als 8 bis 10 Grad Celsius Asphalt- beziehungsweise Wassertemperatur.
Zur Kontrolle der subjektiven Wertung greifen die Testfahrer auf die Aufzeichnungen des 2D-Datarecording zurück. Hiermit lassen sich nicht nur Rundenzeiten, sondern auch Kurvenspeed und Schräglage exakt vergleichen. Beispielsweise, dass bei griffigem Asphalt die Haftungsunterschiede der Testreifen geringer ausfallen, als auf den rutschigen Teilstücken wie etwa dem Omega. Dort wechselt der Reibwert des Belags in der Kurvenmitte von griffig auf glatt und mit manchen Reifen konnte ein Sturz nur durch ein akrobatisches Manöver verhindert werden, während der souveräne Michelin Pilot Road2 nahezu ohne Gripverlust und mit durchgehend hohem Kurvenspeed diesen Referenzbereich meisterte.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote