Neue Serie: Reifentest (Archivversion)

Beim ersten Motorrad vor 100 Jahren zu nicht
mehr als einem Felgenschoner für die Holzräder
gedacht, gehören die Reifen heutzutage zu den
tragenden Fahrwerks-Bauteilen. Mit ihrer Qualität steht oder fällt nicht nur die Sicherheit, sondern
auch der Fahrspaß. Aus diesem Grund treibt
MOTORRAD die wichtigsten durch die Testmangel.

Elegantes Surfen oder staksiges Herumkurven ohne Fluss und ohne Linie – die Reifen spielen beim Motorradfahren mit die wichtigste Rolle. Keinem anderen Bauteil wird eine solche Multifunktion zugemutet wie dem unscheinbar schwarzen Ring auf den Felgen. Er muss federn und dämpfen, was Gabel und Federbein nicht schaffen, der Fahrer darf dabei aber niemals die Kontrolle über Kurvenstabilität und Lenkung verlieren. Und der Reifen muss, genau darin liegt das Geheimnis, die genussvolle Schräglage mit klebriger Haftung sowie einem harmonischen Abrollen in die tiefsten Tiefen der Kurvenlust ohne Hinterhältigkeiten meistern. Ganz nebenbei sollte der Gummi bei Vollgas nicht zerbröseln und wenn möglich bis ans Ende der Welt sein Profil behalten. Ein Job, der es in sich hat. Die meisten Motorrad-Pneus erledigen ihn dank enormen Entwicklungsaufwands und hochwertiger Werkstoffe mit Bravour. Wie gut oder schlecht die einzelnen Reifentypen sich im harten Vergleichstest schlagen, fährt MOTORRAD seit Jahren in einem aufwendigen und bis ins Detail festgelegten Testprozedere im wahrsten Sinne des Wortes heraus. Denn bei MOTORRAD haben theoretische Laborprüfungen oder oberflächliche Kurztests nichts zu suchen. Und wer nach einem langen Versuchstag in die müden, aber zufriedenen Gesichter der Tester blickt, weiß, dass hier mit viel Engagement, Akribie und noch mehr Leidenschaft gefahren, gedriftet und gerutscht wird. Auch wenn das eine oder andere mal die Fuhre im Dreck liegt. Oder zumindest eine Spur durch selbigen führt. Motto: Besser wir haben den Schlamassel als unsere Leser.

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