Preview ContiSportAttack 3 Neuer Straßensportreifen von Continental

Continental präsentiert die dritte Generation des straßenzugelassenen Sportreifens ContiSportAttack. Nachdem der Vorgänger ContiSportattack 2 speziell in puncto Nassgrip Kundenwünsche offen gelassen hatte, will die Entwicklungsabteilung hier deutliche Fortschritte erzielt haben. Außerdem stand eine bessere Haltbarkeit im Lastenheft für den ContiSportAttack 3.

Mit dem Sportler auf Achse zum Trackday auf der Rennstrecke, ein paar schnelle Turns drehen, und danach wieder zurück - ohne den Reifen zu wechseln. So ungefähr stellt sich Continental die Kundschaft des ContiSportAttack 3 vor, der im ersten Quartal 2016 in den Markt gehen soll. Er schließt die Lücke zwischen dem tourensportlicher orientierten ContiRoadAttack 2 Evo und den Rennreifen ContiRaceAttack sowie dem kommenden ContiTrack.

Verschieden harte Gummimischungen in der Mitte der Lauffläche und an den Reifenflanken haben sich - nicht nur bei Continental - bewährt. Der ContiSportAttack 3 bedient sich ebenfalls dieses Kniffs, um Dauerhaltbarkeit und Kurvenhaftung bestmöglich zu verbinden.

Um ein besseres Verhalten auf nassen Straßen zu erreichen, verabschiedete sich Continental beim ContiSportAttack 3 vom sogenannten "Conti-Haken" im Profildesign und verwendet jetzt eher konventionelle Elemente. "Wenn wir den Nassgrip verbessern wollen, müssen wir das Wasser irgendwie ableiten, und das geht mit dieser sehr offenen Profilgestaltung einfach besser", erläutert Forschungsleiter Edwin Goudswaaard diese offensichtliche Veränderung. Nur in einem schmalen Bereich in der Mitte der hinteren Lauffläche verzichte der ContiSportAttack 3 auf jegliche Profilierung. Dies sei möglich, weil der Vorderreifen auf nassen Straßen die Spur gut trockenräume.

Video: Der neue ContiSportAttack 3 im ersten Check.
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Breiter, gut wahrnehmbarer Grenzbereich

Ebenfalls wichtig war den Ingenieuren bei der Entwicklung des ContiSportAttack 3 ein breiter, gut wahrnehmbarer Grenzbereich. "Technisch wäre es uns durchaus möglich, bis knapp vor dem physikalischen Limit ein vollkommen unaufregtes Abrollverhalten zu erzielen. Wir sind allerdings der Meinung, dass es der Fahrer frühzeitig erfahren sollte, wenn er sich dem Grenzbereich des Reifens nähert."

Weit über 100 Prototypen mit verschiedenen Karkassen, Mischungen und Profilen sind für die Entwicklung des ContiSportAttack 3 auf dem ContiDrom, dem Test Track in Uvalde, Texas sowie den Rennstrecken Bilster Berg und Assen erprobt worden.

Der Spagat zwischen genügend Eigendämpfung für ausgewaschene Bergstraßen und bestmöglicher Stabilität für den Rennstreckenbetrieb ist den Conti-Ingenieuren gut gelungen: Auf der Landstraßen-Proberunde durch die Steiermark und Kärtnen sowie bei schnellen Turns auf dem Red-Bull-Ring gab sich der ContiSportAttack 3 keine nachhaltige Blöße. Bei bewölktem Himmel und moderaten Außentemperaturen schlug sich der Sportreifen auf Aprilia RSV4 und Tuono V4, BMW S 1000 RR, Kawasaki Ninja ZX-10R, Suzuki GSX-R 1000 sowie Yamaha YZF-R1 bis zum Ende der 3-Stunden-Session achtbar.

Man kann sich jetzt schon auf die Reifen-Vergleichstests des nächsten Jahres freuen. Mit dem ContiSportAttack 3 steht bei den Sportreifen jedenfalls ein ernst zu nehmender Herausforderer bereit. Das halbe Jahr bis zur Markteinführung Anfang 2016 wird man bei Continental unter anderem damit verbringen, Freigaben für möglichst viele Motorräder zu bekommen.

Onboard-Runde auf dem Red-Bull-Ring mit einer Yamaha YZF-R1.
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Foto: Continental

Verfügbare Dimensionen des ContiSportAttack 3.

Der ContiSportAttack 3 ist zunächst in folgenden Dimensionen erhältlich:

Vorderrad

  • 110/70 ZR 17 M/C 54 W TL
  • 120/60 ZR 17 M/C (55 W) TL
  • 120/70 ZR 17 M/C (58 W) TL

Hinterrad

  • 150/60 ZR 17 M/C 66 W TL
  • 160/60 ZR 17 M/C (69 W) TL
  • 180/55 ZR 17 M/C (73 W) TL
  • 190/50 ZR 17 M/C (73 W) TL
  • 190/55 ZR 17 M/C (75 W) TL
  • 200/55 ZR 17 M/C (78 W) TL

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