Ohne Radausbau

So werden Reifenpannen verhindert oder ohne zeitaufwendigen Radausbau geflickt.

Reifenpannen verhindern, geht das? Ja, zumindest wenn man den Anbietern von Präventiv-Mitteln Glauben schenkt. Diese Produkte werden über das Ventil in die intakten Schlauchlosreifen eingefüllt und durch sofortiges Fahren gleichmäßig verteilt. Wer sich anschließend einen Nagel einfängt, entfernt einfach den unerwünschten Fremdkörper. Von der ausströmenden Luft mitgerissene Partikel des Dichtmittels versiegeln das Loch. Unbedingt mitzuführen: Luftpumpe oder Gaskartuschen, um die ausgetretene Luft zu ersetzen. Zu den Präventiv-Mitteln gehören beispielsweise das abgebildete Secudis von WBK, Telefon 0201/833222, für gut 40 Mark im Doppelpack oder Reifenmilch beziehungsweise Versiegelungsprodukte, die nahezu alle Zubehörhändler für rund 20 Mark anbieten.Von der Anwendung her ganz ähnlich wie die Präventiv-Mittel verhalten sich Pannensprays, die löcherige Reifen nicht nur flicken, sondern gleichzeitig aufpumpen. Weiterer Vorteil der Sprays: Sie machen sowohl Schlauch- als auch Schlauchlosreifen wieder flott – solange die Löcher nicht größer als zwei bis drei Millimeter sind. Zubehörhandel und Tankstellen bieten die handlichen Dosen je nach Hersteller für zehn bis 20 Mark an. Die Anwendung läuft wie folgt ab: Zunächst vorhandene Fremdkörper aus dem Reifen entfernen, dann den Reifen mit dem Doseninhalt befüllen und sofort mit mäßiger Geschwindigkeit losfahren, damit sich das Mittel verteilt und das Loch stopft. Eine baldige Reifendruck-Kontrolle versteht sich von selbst. Der gemeinsame Nachteil von Reifenmilch und Pannensprays zeigt sich bei der nächsten Reifen-Demontage: Schlauch beziehungsweise Reifen werden von den Dichtmitteln völlig zugesaut.Deutlich aufwendiger, aber keinesfalls weniger erfolgversprechend zeigt sich eine Reparatur mit Gummipfropfen. Diese Art der Pannenhilfe kommt nur für Schlauchlosreifen in Frage. Ein Set, bestehend aus mehreren Gummipfropfen, Klebstoff, Reibahle und Gaskartuschen, kostet im Zubehörhandel rund 30 Mark. Nachdem das Loch mit der Reibahle aufgeraut und mit Vulkanisierlösung präpariert wurde, kommt der Gummistopfen an die Reihe. Nach dessen Einbringen wird überstehendes Material entfernt und der Reifen mit Luft befüllt.In allen hier angesprochenen Reparaturfällen gilt: Die Reisegeschwindigkeit sollte deutlich zurückgenommen werden. Außerdem gehören plattgefahrene und einmal geflickte Schläuche oder Reifen strenggenommen auf den Müll. Die Reifenhersteller übernehmen keinerlei Garantie für reparierte Gummis.

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