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Der neue Tourensportreifen Pirelli Angel GT im Kompakttest - auf einem Flugzeugträger und dem Handlingkurs des Nardò Technical Centers.

Neuer Tourensportreifen Pirelli Angel GT im Test GT für große Touren

Der Tourensportreifen Pirelli Angel GT ist ein Reifen auch für die tägliche Fahrt zur Arbeit - selbst wenn sie nicht über die Startbahn eines Flugzeugträgers führt.

Mit dem Angel ST hatte Pirelli seit 2009 einen Reifen für tourensportliche Ansprüche im Programm. In Tests (u. a. Reifentest in MOTORRAD 13/2012) schnitt der ST positiv ab, leistete sich nur beim Nassgrip leichte Schwächen. Die soll sein brandneuer Nachfolger, der Pirelli Angel GT, jetzt ausmerzen. Auch in Sachen Verschleiß und dauerhafte Haltbarkeit verspricht Pirelli spürbare Verbesserungen.

Test auf einem Flugzeugträger

Zur Vorstellung des neuen Tourensport-Gummis hatte der Mailänder Hersteller die Reifentester zunächst an Bord eines Flugzeugträgers geladen, dann auf den Handlingkurs des Nardò Technical Centers in Süditalien. Auf dieser etwas über sechs Kilometer langen Rennstrecke im Inneren des Highspeed-Ovals sollten sich die Journalisten von den Qualitäten des neuen Pirelli Angel GT überzeugen.

Hierfür hatte Pirelli eine Reihe unterschiedlicher Motorradmodelle bereitgestellt: vom Luxus-Tourer Yamaha FJR über die nackte Kawasaki Z 800 bis hin zum BMW-Roadster R 1200 R - allesamt mit den neuen Pirelli Angel GT bereift, aber ohne ein anderes Reifenmodell zum direkten Vergleich. Eine Landstraßenetappe über wechselnde Beläge und Fahrbahnzustände, für einen Tourensportler wohl das wahrscheinlichste Revier, war ebenfalls nicht vorgesehen.

Mittelradius um 35 Prozent größer

Dafür gab es üppige Informationen über Aufbau und technische Eigenschaften des neuen Reifens. So ist der Mittelradius des Pirelli Angel GT im Vergleich zum Vorgänger ST um 35 Prozent größer, was die Aufstandsflächen um sechs Prozent kürzer, aber um 15 Prozent breiter macht. Dadurch werde, so die Pirelli-Techniker, ein geringerer Verschleiß bei einem gleichmäßigeren Abrieb erreicht. Die mögliche Kilometerleistung des neuen Pirelli Angel GT steige damit um fast ein Drittel, bei gleichzeitig gleichbleibenden Fahreigenschaften über die gesamte Lebensdauer aufgrund einer neuen, steiferen Karkasse.

Während der Vorderreifen zu 100 Prozent aus Silica-Gummimischung besteht, sorgt hinten eine Zwei-Komponenten-Technik für optimalen Schräglagengrip bei bester Haltbarkeit: In der hoch belasteten Mitte enthält die Gummimischung des Hinterreifens 40 Prozent Ruß und Harze, die in Schräglage belasteten Flanken bestehen dagegen ausschließlich aus Silica. „Dieser Unterschied ist spürbar“, bestätigt MOTORRAD-Tester Karsten Schwers nach ersten Landstraßentests für den großen MOTORRAD-Reifentest. „Der GT hat einen breiten Grenzbereich und gerät gerade bei Nässe vorn deutlich später ins Rutschen.“

Angeboten wird der Pirelli Angel GT, der ausdrücklich auch für etwas sportlicher orientierte Alltagsfahrer gedacht ist, in den gängigen Größen für 17- und 18-Zoll-Räder. Eine Preisvorgabe seitens Pirelli gibt es für den Pirelli Angel GT nicht. Er wird sich preislich aber auf dem Niveau des ST bewegen, der weiterhin im Angebot von Pirelli bleibt.

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