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Unter widrigen Bedingungen, also bei Nässe, Kälte oder der fiesen Kombination dieser beiden Wettersituationen, entscheiden die Reifen sogar über Lust und Frust im Sattel, über blank liegende Nerven oder Vertrauen und Fahrspaß.

PS-Sportreifentest 2014 Sechs Sportreifen im Vergleich

PS hat im Sportreifentest 2014 die sechs Sportreifen Bridgestone S20 Evo, Continental Sport Attack 2, Dunlop Sportsmart 2, Metzeler Sportec M7-RR, Michelin Pilot Power 3 und Pirelli Diablo Rosso Corsa im Nassen, Trockenen und im 4000-km-Landstraßen-Marathon verglichen.

Ja ja, Sportreifen sind schwarz, rund und viel zu teuer... Diesen Spruch kennt jeder – und einige Ahnungslose glauben ihn sogar. Allen anderen hängt er zum Hals heraus, denn die Mehrheit weiß um die Bedeutung der richtigen Gummis beim Motorradfahren. Immerhin stellen sie nicht nur sicher, dass wir da hinkommen, wo wir wollen, sondern sie haben auch einen relativ großen Einfluss auf das Fahrverhalten unserer Untersätze und damit auf unser subjektives Fahrgefühl. Unter widrigen Bedingungen, also bei Nässe, Kälte oder der fiesen Kombination dieser beiden Wettersituationen, entscheiden sie sogar über Lust und Frust im Sattel, über blank liegende Nerven oder Vertrauen und Fahrspaß.

Es gibt also Gründe genug, sich das mit mehreren Neuheiten aufgefrischte Segment der Sportreifen genau anzusehen und die Pellen nicht nur unter die Lupe, sondern unter das Mikroskop zu spannen. Getestet haben wir die bei starken Motorrädern immer gängiger werdende Dimension 120/70 ZR 17 am Vorderrad in Verbindung mit einem 190/55 ZR 17-Hinterrad. Immerhin sind damit nicht mehr nur Superbikes unterwegs, sondern auch die Bestseller der Szene, die mächtigen Naked Bikes der Sorte Aprilia Tuono V4 R, KTM 1290 Super Duke R oder BMW S 1000 R. In einer späteren PS-Ausgabe folgt dann der große Vergleichstest der Tourensportreifen in den Dimensionen 120/70 ZR 17 vorne und 180/55 ZR 17 hinten. Doch zurück zum aktuellen Thema, dem Sportreifentest 2014.

Das Testfeld

Das Who is who der Sportreifen besteht dieses Jahr aus drei etablierten Größen, einem überarbeiteten Reifen und zwei kompletten Neuentwicklungen. Der erste Newcomer (und bereits seit vier Monaten im Handel) ist der Dunlop Sportsmart 2. Die Verbesserung des Nassgrips, ein schnelleres Aufwärmen und ein geschmeidigeres Abrollen zur Erhöhung des Fahrkomforts hatten sich die Entwickler ins Lastenheft geschrieben. Der Metzeler M7-RR löst den in die Jahre gekommenen Sportec M5 Interact ab und will diesen in allen Belangen toppen.

Leicht überarbeitet geht der Sieger des letzten Tests an den Start, der Bridgestone S20 Evo. Eine härtere Mischung im mittleren Streifen der Hinterradlauffläche soll ihm bessere Haltbarkeit bescheren, ohne die restlichen Qualitäten negativ zu beeinflussen. Etabliert und unverändert gehen die Sportreifen Continental Sport Attack 2 und Pirelli Diablo Rosso Corsa an den Start. Und mit ihnen zwei ausgewiesene Trockenspezialisten, die sich gegen die vier erstgenannten „Allrounder“ stellen.

Das Testprozedere: nass, ­trocken und 4000-km-Dauerlauf

Dieses Jahr erfolgten Nass- und Trockentest an zwei verschiedenen Örtlichkeiten. Der erste Testteil, der Nasstest, wurde wie 2012 auf der permanent bewässerten Teststrecke des europäischen Entwicklungszentrums von Bridgestone in Nettuno, nahe Rom, durchgeführt. Dort stieß auch die „Verschleiß-Mannschaft“ hinzu, die einen zweiten Satz der sechs Sportreifen über 4000 Kilometer im öffentlichen Straßenverkehr bewegte. Und zwar unter kontrollierten, praxisnahen Bedingungen. Gefahren wurde auf fünf BMW S 1000 RR und einer BMW HP4. Die gefahrene Strecke entsprach einem aktiven Motorrad-Urlaub und führte von Stuttgart über Genua nach Sardinien, und nach mehreren Tagen auf der Insel von dort über Rom zurück nach Stuttgart.

Während des Trips wechselten die Fahrer in einem rotierenden System die Bikes, um Einflüsse des persönlichen Fahrstils auf den Verschleiß auszuschließen. Gefahren wurde sportlich flott, aber nie zu weit außerhalb der StVO-Grenzen. Außerdem wurde ein runder, weicher Fahrstil gepflegt und auf den ausländischen Autobahnen das Tempolimit nur innerhalb der Messtoleranz überschritten. Die Verschleißmessungen selbst wurden mehrmals täglich an vorher markierten Punkten rund um die Sportreifen gemessen und protokolliert. Ein zeitaufwendiges, aber um so wichtigeres Prozedere.

Foto: Jahn
Ohne Helfer geht beim Reifentest gar nichts. Hier Jörg beim Erfassen der Reifengewichte.
Ohne Helfer geht beim Reifentest gar nichts. Hier Jörg beim Erfassen der Reifengewichte.

Der Trockentest erfolgte eine Woche nach dem Nasstest auf der spanischen Rennstrecke von Alcarràs, nahe Lleida. Sowohl in Alcarràs als auch beim Nasstest in Nettuno erfolgte die Beurteilung der Sportreifen nach einheitlichem Prozedere. Nachdem sich die beiden Testpiloten eingefahren hatten, stand eine Out-Lap und zwei zügige Runden zur Beurteilung von Handling, Lenkpräzision, Aufstellmoment und Zielgenauigkeit an. Darauf folgten zwei „Vollgas-Runden“ zur Ermittlung von Haftung, Feedback und dem Verhalten im Grenzbereich. Der erste Sportreifen jeder Testreihe wurde zum Schluss noch mal gefahren, um einen „Lern-Effekt“ auszuschließen.

Während in Nettuno und auf der Landstraße der von BMW für Sportreifen empfohlene Reifendruck von 2,5 bar vorne und 2,9 bar hinten (kalt gemessen) verwendet wurde, benutzten wir auf der Rennstrecke die von den Reifenherstellern für die Rennstreckennutzung empfohlenen Luftdrücke (kalt gemessen vorne/hinten: Bridgestone S20 Evo: 2,2/1,9 bar; Continental Sport Attack 2: 2,2/1,8 bar; Dunlop Sportsmart 2: 2,1/1,9 bar; Metzeler Sportec M7-RR: 2,5/2,7 bar; Michelin Pilot Power 3: 2,1/1,9 bar; Pirelli Diablo Rossi Corsa: 2,3/2,3 bar). Beim Testmotorrad BMW HP4 wurde das Fahrwerks-Setting in der Standard-Einstellung belassen und der Slick-Modus verwendet. Im Nassen mit einer Traktionskontrollen-Korrektur von „plus 7“, im Trockenen von „minus 4“. Die Ermittlung des Bremswegs erfolgte durch zwei Vollbremsungen beider Piloten, deren Messwerte anschließend gemittelt wurden.

Bei den Reifentests der letzten Jahre bestellte PS die Sportreifen direkt bei den Herstellern mit dem Verwendungszweck „Reifentest“. Um Manipulationen an den Reifen auszuschließen, tauschten wir alle gelieferten Reifen gegen solche aus, die bei Händlern unseres Vertrauens bereits im Regal lagerten.

Dieses Jahr mussten wir auf das bewährte Vorgehen verzichten, da Bridgestone und Metzeler ihre Sportreifen erst zwei Tage vor Testbeginn in die Redaktion liefern konnten. Besteht also die Gefahr, besonders „gute“ Testreifen bekommen zu haben? Theoretisch schon, doch beide Hersteller wissen, dass sich weder der Kunde noch die Presse ewig täuschen lässt.

Ergebnis und Bewertung

Wie bereits erwähnt, besteht das Testfeld aus zwei Trockenspezialisten und vier Allwetter-Reifen. Ist das von vornherein ungerecht? Nein, denn Continental hat keinen anderen Straßensportreifen im Programm, und Pirelli schickt absichtlich den sehr haftfreudigen Pirelli Diablo Rosso Corsa. Außerdem hat jeder Käufer eines Sportreifens seine Vorlieben und kennt sein eigenes „Bewegungs-Profil“ am besten. Wenn man also so gut wie nie im Regen fährt, warum also nicht bewusst auf Nasshaftung verzichten? Oder anders herum: Warum Extra-Grip kaufen, wenn die Pelle eh nie auf der Rennstrecke ran muss?

PS als Magazin für sportliche Motorradfahrer legt großen Wert auf Grip. Und da wir nicht immer nur im Trockenen unterwegs sein können, bewerten wir dieses Kriterium sowohl im Trockenen als auch im Nassen sehr hoch. Obwohl die Haftung aller sechs Sportreifen sogar für einen Ausflug auf die Rennstrecke reicht, sollte ein Auftritt auf dieser Bühne den echten Rennreifen überlassen werden. Doch auch heftige Ritte auf der Landstraße können die Sportreifen an ihr Limit bringen. Wenn sie sich zu stark erwärmen, was bei Motorrädern mit über 150 PS schon mal passieren kann, büsen sie Stabilität und damit Zielgenauigkeit ein. Allerdings wirklich erst bei hochsommerlichen Temperaturen und Geschwindigkeiten außerhalb der StVO.

Foto: www.jkuenstle.de
Szenen eines Reifentests: die Piloten bei der Übergabe.
Szenen eines Reifentests: die Piloten bei der Übergabe.

Viel größere Unterschiede offenbaren sich bei Nässe. Hier hauen Michelin und Bridgestone echte Pflöcke rein, schwimmen sogar den Neuen von Dunlop und Metzeler davon. Dabei vermitteln sie ein so souveränes und vertrauengewinnendes Fahrgefühl, dass einem das Herz aufgeht. Und das Nasshaftung nicht per se auf die Haltbarkeit gehen muss, beweisen der Dunlop Sportsmart 2 und der Michelin Pilot Power 3. Im Verschleißtest brillieren gerade diese beiden Sportreifen, während der Bridgestone S20 Evo trotz seiner Evolution und dem zäheren, mittleren Gummi in der hinteren Lauffläche recht heftig Federn lässt. Während der neue Metzeler Sportec M7-RR sich in dieser Kategorie noch ordentlich aus der Affäre zieht, schlagen sich der Continental Sport Attack 2 und der Pirelli Diablo Rosso Corsa in die Ecke des Bridgestone, verschleißen ebenfalls recht kräftig.

Rat und Tat

Wie nun also den nächsten Sportreifen für das eigene Motorrad auswählen? Am besten erst einmal in Ruhe hinsetzen und sich intensiv Gedanken über die eigenen Fahrgewohnheiten und Vorlieben machen. Aus dieser Analyse ergibt sich automatisch das eigene Bewegungs-Profil. Mit diesem im Hinterkopf schließlich die Punktewertung oder Punktewertung und Verschleißtabelle ins Visier nehmen und den potenziellen Lieblingsgummi aussuchen.

Freigaben, beziehungsweise Unbedenklichkeitsbescheinigungen von den Neuheiten liegen bereits auf den Homepages der Hersteller für sehr viele Motorräder vor. Schlussendlich muss dann nur noch beim Reifenhändler des Vertrauens angerufen werden. Und ganz egal, welchen Sportreifen Sie wählen – so gut wie dieser Jahrgang war noch keiner.

Foto: Jahn
Nach den Testfahrten mit jedem Reifen wurde die HP4 wieder vollgetankt, um gleiche Bedingungen zu haben.
Nach den Testfahrten mit jedem Reifen wurde die HP4 wieder vollgetankt, um gleiche Bedingungen zu haben.

So testet PS

Der aktuelle Reifentest wurde auf einer BMW HP4 gefahren. Der Funktionstest bei Nässe auf einer dauerbewässerten Teststrecke von Bridgestone, der Trockentest auf der spanischen Rennstrecke von Alcarràs. Dort wurde in sportlich-ambitioniertem Tempo das Limit der Sportreifen ausgelotet. Beurteilt wurde Folgendes:

Kaltlaufverhalten
Wie lange benötigt ein Sportreifen, bis er auf Betriebstemperatur ist, wie fühlt er sich beim Aufwärmen an?
Handling Welche Lenkkraft wird benötigt, um das Bike in Schräglage zu bringen oder es in langsamen/schnellen Wechselkurven auf Linie zu halten?

Zielgenauigkeit*
Sie wird in unterschiedlich schnellen Passagen mit verschiedenen ­Kurvenradien ermittelt und gibt darüber Auskunft, wie das Motorrad dem gewünschten Kurs folgt, der über die Lenkkräfte vorgegeben wird, oder ob deutliche Linienkorrekturen erforderlich sind.

Kurvenstabilität
Wie stabil fährt das Motorrad in (Wechsel-)Kurven, über Bodenwellen und beim Beschleunigen in Schräglage? Sie wird in unterschiedlichen Geschwindigkeitsbereichen in großer Schräglage beim Beschleunigen getestet, in der sich Sportreifen aufschaukeln können.

Grip*
Ist die Summe der Gesamthaftung eines Sportreifens. Beinhaltet die Seitenhaftung, also die Seitenführung in maximaler Schräglage auf nassem und trockenem Asphalt, und die Haftung beim Beschleunigen auf der Geraden. Eine Gratwanderung, die nur auf abgesperrter Strecke möglich ist.

Verhalten im Grenzbereich*
Beherrschbarkeit des Sportreifens im Grenzbereich der Haftung. Der Test wird im Nassen und Trockenen durchgeführt.

Aufstellmoment
Beim Bremsen in Schräglage richtet sich das Motorrad je nach Verzögerung und Reifenkontur unterschiedlich auf. Diese Reaktion muss vom Fahrer mit einer Gegenkraft (Drücken) am kurven-inneren Lenker­ende ausgeglichen werden.

Feedback
Welche Rückmeldung liefert ein Sportreifen an den Piloten? Je klarer das Feedback, desto einfacher kann im Grenzbereich gefahren werden.

*Die mit Stern gekennzeichneten Kapitel sind auf Motorräder übertragbar, die eine ähnliche Geometrie wie die BMW HP 4 besitzen.
Foto: PS

Teststrecken Alcarràs und Rom

Alcarràs/Spanien: Auf der spanischen Rennstrecke in Alcarràs nahe Lleida fuhr PS bei diesem Sportreifentest die Trockenwertung aus. Traditionell zogen wir dabei sehr stramm am Kabel, um die Sportreifen an ihr Limit zu bringen und Rückschlüsse über ihr Fahrverhalten  bei zornigen Landstraßen-Schlachten zu ziehen. Die 3743 Meter lange Berg- und Talbahn bietet dafür ein perfektes Testgelände, da sie zwar griffigen, aber auch sehr welligen Asphalt besitzt. Dies stellt hohe Anforderungen an die Reifen. Der eingezeichnete Referenzbereich zum Beispiel ist eine schnelle Bergab-Passage, wo vor allem Stabilität gefragt ist. Hier nimmt der Semi-Rennreifen Pirelli Diablo Rosso Corsa (Vmax 154 km/h) dem instabileren Michelin Pilot Power 3 (Vmax 139,4 km/h) richtig Meter ab.

Rom/Italien: Der 1530 Meter lange Nässeparcours liegt auf dem Testgelände von Bridgestone nahe Rom. Die Datarecording-Aufzeichnung zeigt die schnellste Nässe-Pelle (Michelin Pilot Power 3, rot) im Vergleich zur langsamsten (Continental Sport Attack 2, blau). Die Geschwindigkeitsunterschiede sind teilweise frappierend. So ermöglicht der Michelin Pilot Power 3 nicht nur einen höheren Topspeed, sondern fährt dem Continental Sport Attack 2 vor allem in der langen Linkskurve (Referenzbereich) um die Ohren. Während der Michelin mit 73,0 km/h durch den Radius donnert, ist der Conti bei 65,5 km/h am Limit. Dabei erreicht der Power 3 maximal 26,3 Grad Schräglage, der Sport Attack 2 nur 22,2 Grad. Auch das anschließende lange Geschlängel durchschwimmt der Sportreifen von Michelin schneller. Auf die Runde hängt er den Conti um 6,6 Sekunden ab.

Foto: Jahn
Der Aufwand eines Verschleißtests ist enorm. Jede Reifenpaarung muss auf ein Motorrad des selben Modells. Diese müssen dann zeitgleich auf der gleichen Strecke unter den gleichen Bedingungen bei gleichen Tempo gefahren werden.
Der Aufwand eines Verschleißtests ist enorm. Jede Reifenpaarung muss auf ein Motorrad des selben Modells. Diese müssen dann zeitgleich auf der gleichen Strecke unter den gleichen Bedingungen bei gleichen Tempo gefahren werden.

Reifenverschleiß

Der Aufwand eines Verschleißtests ist enorm. Jede Reifenpaarung muss auf ein Motorrad des selben Modells. Diese müssen dann zeitgleich auf der gleichen Strecke unter den gleichen Bedingungen bei gleichen Tempo gefahren werden. Um Unterschiede im Fahrstil auszugleichen, rotieren die sechs Piloten zwischen den Motorrädern. Dies führt zu einer Gruppenreise wie der unsrigen, bei der fünf BMW S 1000 RR und eine BMW HP4 von sechs Piloten in gepflegtem, aber nicht zu heißblütigem Tempo bewegt wurden. Die 4000 Testkilometer wurden im Drittelmix von Autobahn, gut ausgebauter Landstraße und engen Nebensträßchen runtergeschrubbt. Wer härter am Kabel zieht oder oft mit Vollgas über die Autobahn brennt, wird die Laufleistung der Sportreifen dramatisch verkürzen. Wer zu 90 Prozent innerhalb der StVO und nur ab und zu mal darüber unterwegs ist, sollte die von uns ermittelte Laufleistung ebenfalls erreichen.

Restprofil
vorne in % 
Restprofil
hinten in % 
theoretische Haltbarkeit*
Bridgestone S20 Evo41194930 km
Continental Sport Attack 230215070 km
Dunlop Sportsmart 246396560 km
Metzeler Sportec M7 -RR54336000 km
Michelin Pilot Power 358467400 km
Pirelli Diablo Rosso Corsa32245280 km
*bis der erste Sportreifen auf das gesetzliche Minimum abgefahren ist
Foto: mps-Fotostudio
Die Bridgestone S20 Evo sichern sich den 1. Platz. Die Evo-Variante des S20 zeichnet sich durch einen härteren Laufstreifen in der Mitte des Hinterreifens aus, der die Haltbarkeit verbessern soll. Ansonsten blieb der S20 Evo unverändert, was sich nach wie vor in seiner Ausgewogenheit niederschlägt.
Die Bridgestone S20 Evo sichern sich den 1. Platz. Die Evo-Variante des S20 zeichnet sich durch einen härteren Laufstreifen in der Mitte des Hinterreifens aus, der die Haltbarkeit verbessern soll. Ansonsten blieb der S20 Evo unverändert, was sich nach wie vor in seiner Ausgewogenheit niederschlägt.

Bridgestone S20 Evo

max.
Punkte
Punkte
Trockentest
Rundenzeit trocken: 1.48,7 min
Kaltlaufverhalten109
Handling3026
Zielgenauigkeit3026
Stabilität3026
Grip4035
Verh. im Grenzbereich 2018
Aufstellmoment
beim Bremsen
10
9
Feedback3027
Ergebnis Trockentest200176
Nässetest
Rundenzeit nass: 1.14,3 min
Handling109
Zielgenauigkeit109
Grip3029
Verh. im Grenzbereich2018
Feedback2018
Bremsweg*: 42,9 m109
Ergebnis Nässetest10092
Gesamtsumme300268
* aus 100 km/h

Fazit
Die Evo-Variante des S20 zeichnet sich durch einen härteren Laufstreifen in der Mitte des Hinterreifens aus, der die Haltbarkeit verbessern soll. Ansonsten blieb der Bridgestone S20 Evo unverändert, was sich nach wie vor in seiner Ausgewogenheit niederschlägt. Unauffällig punktet er im Trockenen auf Landstraße und Rennstrecke, im Nassen schlägt er dann richtig zu. Nur der Sportreifen von Michelin ist etwas haftfreudiger bei Nässe. Insgesamt leistet sich der S 20 Evo keine großen Schwächen, weswegen er am Ende die meisten Punkte sammelt und zum PS-Gesamtsieger wird.

Foto: mps-Fotostudio
Auf dem 5. Platz landen die Continental Sport Attack 2. Contis Sport Attack 2 sind die absolute Empfehlung für alle, die bei Trockenheit zum Brennen auf die Landstraße gehen.
Auf dem 5. Platz landen die Continental Sport Attack 2. Contis Sport Attack 2 sind die absolute Empfehlung für alle, die bei Trockenheit zum Brennen auf die Landstraße gehen.

Continental Sport Attack 2


max.
Punkte
Punkte

Trockentest


Rundenzeit trocken: 1.48,7 min
Kaltlaufverhalten
10
10
Handling
30
29
Zielgenauigkeit
30
29
Stabilität
30
26
Grip
40
36
Verh. im Grenzbereich 
20
18
Aufstellmoment
beim Bremsen
10

9

Feedback
30
27
Ergebnis Trockentest
200
184
Nässetest


Rundenzeit nass: 1.14,3 min
Handling
10
10
Zielgenauigkeit
10
8
Grip
30
19
Verh. im Grenzbereich
20
14
Feedback
20
16
Bremsweg*: 42,9 m
10
7
Ergebnis Nässetest
100
74
Gesamtsumme
300
258
* aus 100 km/h

Fazit
Der Continental Sport Attack 2 ist die absolute Empfehlung für alle, die bei Trockenheit zum Brennen auf die Landstraße gehen. Der Conti springt sehr schnell an und vermittelt ein klasse Fahrgefühl ab dem ersten Meter. Zudem winkelt er präzise und sehr neutral ab, was ihn zum Kurvenjäger der Güteklasse A macht. Allerdings kann der Sportreifen von Continental bei Nässe nach wie vor nicht mit den Großen der Branche mitspielen. Der Trockenspezialist muss sich mangels Haftung und engem Grenzbereich im Regen abhängen lassen. Auch der längste Bremsweg kostet Punkte.

Foto: mps-Fotostudio
Mit den Continental-Reifen teilen sich auch die Dunlop Sportsmart 2 den 5. Platz. Große Erwartungen waren nach dem Vorabtest mit dem neuen Sport-smart 2 verknüpft. Leider wurden sie nicht erfüllt, da er nach wie vor Zeit braucht, bis er auf Temperatur kommt.
Mit den Continental-Reifen teilen sich auch die Dunlop Sportsmart 2 den 5. Platz. Große Erwartungen waren nach dem Vorabtest mit dem neuen Sport-smart 2 verknüpft. Leider wurden sie nicht erfüllt, da er nach wie vor Zeit braucht, bis er auf Temperatur kommt.

Dunlop Sportsmart 2


max.
Punkte
Punkte

Trockentest


Rundenzeit trocken: 1.48,7 min
Kaltlaufverhalten
10
8
Handling
30
24
Zielgenauigkeit
30
26
Stabilität
30
25
Grip
40
36
Verh. im Grenzbereich 
20
18
Aufstellmoment
beim Bremsen
10

8

Feedback
30
25
Ergebnis Trockentest
200
170
Nässetest


Rundenzeit nass: 1.14,3 min
Handling
10
8
Zielgenauigkeit
10
7
Grip
30
28
Verh. im Grenzbereich
20
18
Feedback
20
18
Bremsweg*: 42,9 m
10
9
Ergebnis Nässetest
100
88
Gesamtsumme
300
258
* aus 100 km/h

Fazit
Große Erwartungen waren nach dem Vorabtest mit dem neuen Dunlop Sportsmart 2 verknüpft. Leider wurden sie nicht erfüllt, da er nach wie vor Zeit braucht, bis er auf Temperatur kommt. Auch sein Handling ist träger als das der anderen Sportreifen. Im harten Einsatz lässt er die früher zementierte Stabilität vermissen. Bei Nässe punktet er mit schnellen Rundenzeiten, und sein Bremsweg ist auf dem Niveau des Michelin – seine Zielgenauigkeit aber nicht. Insgesamt kommt der Sportsmart 2 zu unharmonisch rüber, was eine Top-Platzierung verhindert.

Foto: mps-Fotostudio
Auf dem 2. Platz landen die Metzeler Sportec M7-RR. Die M7-RR sind wie die Contis ein Schnellstarter, welche innerhalb kürzester Zeit eine gutes Fahrgefühl vermitteln, obwohl sie keine glasklare Rückmeldung 
liefern.
Auf dem 2. Platz landen die Metzeler Sportec M7-RR. Die M7-RR sind wie die Contis ein Schnellstarter, welche innerhalb kürzester Zeit eine gutes Fahrgefühl vermitteln, obwohl sie keine glasklare Rückmeldung liefern.

Metzeler Sportec M7-RR


max.
Punkte
Punkte

Trockentest


Rundenzeit trocken: 1.48,7 min
Kaltlaufverhalten
10
10
Handling
30
27
Zielgenauigkeit
30
27
Stabilität
30
27
Grip
40
37
Verh. im Grenzbereich 
20
19
Aufstellmoment
beim Bremsen
10

9

Feedback
30
25
Ergebnis Trockentest
200
181
Nässetest


Rundenzeit nass: 1.14,3 min
Handling
10
9
Zielgenauigkeit
10
8
Grip
30
26
Verh. im Grenzbereich
20
18
Feedback
20
16
Bremsweg*: 42,9 m
10
8
Ergebnis Nässetest
100
85
Gesamtsumme
300
266
* aus 100 km/h

Fazit
Der Metzeler Sportec M7-RR ist wie der Conti ein Schnellstarter, der innerhalb kürzester Zeit eine gutes Fahrgefühl vermittelt, obwohl er keine glasklare Rückmeldung liefert. Sein Grip-Niveau ist bei Nässe wie Trockenheit auf Augenhöhe mit den besten Sportreifen im Test. Bei forcierter Fahrweise macht der Metzeler sogar richtig Spaß, auch wenn ihm die Agilität eines Continental oder eines Pirelli abgeht. Wie der Bridgestone ist der M7-RR ein Freund für alle Fälle, der einen nie im Stich lässt. Grundsolide, harmonisch und berechenbar sammelt er haufenweise Punkte ein.

Foto: mps-Fotostudio
Die Michelin Pilot Power 3 landen ebenfalls auf dem 2. Platz. Bereits letztes Jahr kürte sich der Pilot Power 3 zum Regengott. Daran hat sich 2014 nichts geändert. Kein Reifen fährt im Nassen schräger, keiner schneller. Allerdings schwächelt der Michelin dafür im Trockenen, wenn es richtig zur Sache geht.
Die Michelin Pilot Power 3 landen ebenfalls auf dem 2. Platz. Bereits letztes Jahr kürte sich der Pilot Power 3 zum Regengott. Daran hat sich 2014 nichts geändert. Kein Reifen fährt im Nassen schräger, keiner schneller. Allerdings schwächelt der Michelin dafür im Trockenen, wenn es richtig zur Sache geht.

Michelin Pilot Power 3


max.
Punkte
Punkte

Trockentest


Rundenzeit trocken: 1.48,7 min
Kaltlaufverhalten
10
9
Handling
30
28
Zielgenauigkeit
30
26
Stabilität
30
24
Grip
40
35
Verh. im Grenzbereich 
20
16
Aufstellmoment
beim Bremsen
10

9

Feedback
30
26
Ergebnis Trockentest
200
173
Nässetest


Rundenzeit nass: 1.14,3 min
Handling
10
9
Zielgenauigkeit
10
9
Grip
30
30
Verh. im Grenzbereich
20
18
Feedback
20
18
Bremsweg*: 42,9 m
10
9
Ergebnis Nässetest
100
93
Gesamtsumme
300
266
* aus 100 km/h

Fazit
Bereits letztes Jahr kürte sich der Michelin Pilot Power 3 zum Regengott. Daran hat sich 2014 nichts geändert. Kein Sportreifen fährt im Nassen schräger, keiner schneller. Allerdings schwächelt der Michelin dafür im Trockenen, wenn es richtig zur Sache geht. Bekommt er zu viel Temperatur in den Gummi, wird er knautschig, das Fahrgefühl wird unangenehm und seine Zielgenauigkeit verschlechtert sich. Zudem beginnt das Hinterrad zu schmieren, wenn der Grip zeitig nachlässt. Dennoch sammelt der Regenspezialist genug Punkte für einen Podestplatz.

Foto: mps-Fotostudio
Den 4. Platz belegen die Pirelli Diablo Rosso Corsa. Mit dem Pirelli Diablo Rosso Corsa stellt sich ein weiterer Spezialist dem Test. Der kompromisslose Sportreifen verträgt Einsätze auf dem Rundkurs am besten und funktioniert auch, nach einiger Aufwärmzeit, auf der Landstraße klasse.
Den 4. Platz belegen die Pirelli Diablo Rosso Corsa. Mit dem Pirelli Diablo Rosso Corsa stellt sich ein weiterer Spezialist dem Test. Der kompromisslose Sportreifen verträgt Einsätze auf dem Rundkurs am besten und funktioniert auch, nach einiger Aufwärmzeit, auf der Landstraße klasse.

Pirelli Diablo Rosso Corsa


max.
Punkte
Punkte

Trockentest


Rundenzeit trocken: 1.48,7 min
Kaltlaufverhalten
10
7
Handling
30
27
Zielgenauigkeit
30
28
Stabilität
30
29
Grip
40
39
Verh. im Grenzbereich 
20
19
Aufstellmoment
beim Bremsen
10

9

Feedback
30
29
Ergebnis Trockentest
200
187
Nässetest


Rundenzeit nass: 1.14,3 min
Handling
10
8
Zielgenauigkeit
10
7
Grip
30
21
Verh. im Grenzbereich
20
14
Feedback
20
16
Bremsweg*: 42,9 m
10
8
Ergebnis Nässetest
100
74
Gesamtsumme
300
261
* aus 100 km/h

Fazit
Mit dem Pirelli Diablo Rosso Corsa stellt sich ein weiterer Spezialist dem Test. Der kompromisslose Sportreifen verträgt Einsätze auf dem Rundkurs am besten und funktioniert auch, nach einiger Aufwärmzeit, auf der Landstraße klasse. Ähnlich dem Continental muss er bei Nässe allerdings Federn lassen. Zu wenig Grip lassen die Rundenzeit in den Keller purzeln, der enge Grenzbereich ist unangenehm. Auch sein Nass-Bremsweg ist nicht berühmt. Wir empfehlen den Pirelli all jenen, die ab und an auf die Renne gehen und bei Regen daheim bleiben.

Foto: PS

PS-Sportreifentest-Endergebnis

Platz 1: Bridgestone S20 Evo (268 von 300 Punkte)

Platz 2: Metzeler Sportec M7-RR (266 von 300 Punkte)

Platz 2: Michelin Pilot Power 3 (266 von 300 Punkte)

Platz 4: Pirelli Diablo Rosso Corso (261 von 300 Punkte)

Platz 5: Continental Sport Attack 2 (258 von 300 Punkte)

Platz 5: Dunlop Sportsmart 2 (258 von 300 Punkte)

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