Reifen: Eintragungen und Homologation (Archivversion) Homologation

Wie Motorrad-Importeure und Reifenhersteller neuen Reifenpaarungen zu einer Freigabe verhelfen

Alle Jahre wieder, im Frühjahr, treffen sich die Motorrad-Industrie, Reifenhersteller und TÜV-Ingenieure im spanischen Idiata, um neue Reifenpaarungen zu testen und für den Straßenverkehr zuzulassen.Den ersten Schritt machen die Reifenhersteller, die für jedes neu auf den Markt kommende Motorradmodell aus ihrem Angebot geeignete Reifenpaarungen aussuchen. Zu den Auswahlkriterien gehören Einsatzzweck (Sport- oder Tourenmotorrad), voraussichtliche Verkaufszahlen und natürlich die entsprechenden Reifengrößen. In den ersten Fahrtests sortieren die Testfahrer der Reifenhersteller ungeeignete Paarungen (so was soll’s geben) aus. Anschließend machen sich die Tester der Fahrzeughersteller ans Werk. Zu den wichtigsten Anforderungen an die Reifen gehört die Fahrstabilität, die bei verschiedenen Beladungszuständen getestet wird. Außerdem dürfen freigegebene Reifen keinen Shimmy (Lenkerflattern) verursachen.Nachdem sich Reifen- und Fahrzeughersteller von der Verträglichkeit der Reifenpaarungen für ein bestimmtes Motorradmodell überzeugt haben, spulen die Sachverständigen des TÜV noch einmal die kompletten Fahrtests ab. Erst nach ihrem Einverständnis erhalten die Reifen eine offizielle Freigabe.

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