Reifenempfehlung Honda Seven-Fifty (Archivversion) Schwarzwürste

Die vielverkaufte Honda CB 750 fiel im letzten Vergleichstest durch unschöne Fahreigenschaften auf, die der Serienbereifung angelastet wurden. Grund genug für MOTORRAD, alternative Pellen auszuprobieren.

Das MOTORRAD-Urteil über die Honda CB Seven-Fifty, einem der meistverkauften Naked-Bikes von Honda, fiel immer wieder etwa so aus: »Tolles Motorrad mit angejahrter Serienbereifung«. Beim letzten Vergleichstest hatte die Testcrew fehlende Lenkpräzision und leichtes Aufstellmoment der Honda festgestellt, was der Serienbereifung, Dunlop D 202, angelastet wurde. Weil jedoch der Importeur in Offenbach einen Reigen anderer Reifen homologiert hat (Freigaben beim offiziellen Honda-Vertragshändler) machte sich MOTORRAD auf die Suche nach alternativen Pneus.Bei fünf Reifenpaarungen der 17-Zoll-Dimensionen 110/70 vorn 150/70 hinten wurden jeweils das Handling, die Alltagstauglichkeit, die Aufstellneigung beim Bremsen in Schräglage, der Fahrkomfort und der Geradeauslauf bei Höchstgeschwindigkeit beurteilt. Eine sechzig Kilometer lange Runde mit unterschiedlichsten Fahrbahnbeschaffenheiten und Anforderungen diente als Teststrecke. Dabei mußten sich die Reifen sowohl auf der Autobahn mit Längs- und Querrillen als auch auf Landstraßen in Kurvenpassagen aller Geschwindigkeitsbereiche bewähren. Ständig wechselnde Fahrbahnbeläge sowie holprige und winkelige Serpentienensträßchen deckten die Stärken und Schwächen der Probanden auf.Bei einem Motorrad wie der CB 750 gilt dem Grenzbereichsverhalten natürlich weniger Aufmerksamkeit. Naßhaftung und Verschleiß schließlich können bei einer Reifenempfehlung nicht getestet werden. Solche Kriterien untersucht der aufwendige Reifentest, den MOTORRAD im Jahresturnus durchführt.

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