Reifenempfehlung Kawasaki ER-5 (Archivversion) JETZT REIFT’S

Kawasakis ER-5 erfreut sich nicht nur im MOTORRAD-Dauertest großer Beliebtheit. Grund genug, fünf der gängigsten Reifenpaare auf ihre Qualitäten zu überprüfen.

Grund zur Klage über die Serienbereifung der Kawasaki ER-5 gab’s bislang keinen, dennoch stellt sich die berechtigte Fage, ob es nicht noch etwas besseres für den kleinen Liebling gibt.Dies zu klären, nahm sich MOTORRAD die redaktionseigene ER-5 vor und jagte den kleinen Irrwisch auf fünf verschiedenen Reifenpaarungen über eine rund 60 Kilometer lange Teststrecke. Diese führte neben einem mit Längsrillen gefurchten Autobahnabschnitt über Landstraßen aller Beschaffenheiten. Von schnellen, gut ausgebauten Teilstücken bis zu rübenackerähnlichen Kurvenlabyrinthen.Dabei wurde weniger Wert auf die Qualitäten im Grenzbereich als auf die Fahreigenschaften unter alltäglichen Bedingungen gelegt. Leichtes Handling, neutrales Fahrverhalten in Schräglage, möglichst wenig Aufstellneigung beim Bremsen und die den Komfort bestimmenden Dämpfungseigenschaften standen im Vordergrund. Etwaige Schwächen im Geradeauslauf bei Höchstgeschwindigkeit und die Auswirkungen von Längsrillen und gemeinen Querfugen sollte die Vollgasetappe auf der Autobahn entlarven.Verschleiß und Naßhaftung bleiben bei dieser Reifenempfehlung unberücksichtigt, da sich ein objektives Ergebnis nur mit einem beträchtlichen Aufwand realisieren läßt, welcher dem alljährlichen großen MOTORRAD-Reifentest vorbehalten ist. Als Richtwert für die Laufleistung kann allerdings der serienmäßig montierte Bridgestone BT 35 herangezogen werden, der im Dauertestbetrieb nach 10000 Kilometer noch rund drei Millimeter Profiltiefe aufwies.Leider lassen sich die Ergebnisse dieser Reifenempfehlung nur bedingt auf andere Maschinen der Mittelklasse übertragen, da so beliebte Volumenmodelle wie Yamahas XJ 600 vorn einen 80er Querschnitt und hinten ein 18-Zoll-Rad, Hondas CB 500 vorn und hinten einen 80er Querschnitt oder die Skorpion-Baureihe von MuZ hinten gar extrabreite 150er Gummis spazieren fährt.Eine Erkenntnis trifft allerdings auf alle diese Maschinen gleichermaßen zu. Anders als bei überbreit bereiften Big Bikes wirken sich die konstruktionsbedingten Eigenheiten der einzelnen Reifen bei dieser Art Motorräder weit weniger auf die Fahreigenschaften der Maschinen aus. Doch auch wenn der Unterschied zwischen gut und schlecht lange nicht so ausgeprägt ist wie bei den breiten Sportreifen, sind im direkten Vergleich deutliche Unterschiede in Sachen Handling, Zielgenauigkeit und Kurvenstabilität spürbar.

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