Reifenempfehlung Suzuki SV 650 S (Archivversion) Pneu à Pneu

Vom tourensportlichen Allrounder bis hin zum rennstreckentauglichen Sportreifen: Elf Reifenpaarungen sind für Suzukis Bestseller SV 650 S freigegeben. MOTORRAD hat sie allesamt unter die Lupe genommen.

Die Motorradsaison nährt sich mit großen Schritten einem (hoffentlich) schönen Finale und nicht wenige fleißige Suzuki SV 650 und S-Treiber stehen vor einem Problem: die Erstbereifung kommt an ihre Verschleißgrenze.Höchste Zeit für MOTORRAD die durchaus ansehnliche Anzahl von elf verschiedenen Reifenpärchen auszuprobieren. Für jeden Anspruch sollte da etwas dabei sein, denn die Palette reicht vom eher tourensportlich orientierten Dunlop D 205 bis hin zu rennstreckentauglichen Reifen vom Schlag eines Bridgestone BT 56 SS. Gefahren wurde die Paarungen auf der redaktionseigenen Dauertest-SV 650 S, die mittlerweile über 20000 Kilometer problemlos abgespult hat. Den Großteil davon auf der Erstausstattung Metzeler ME Z4. Zwar glänzte der bayerische Pneu dabei mit einer überdurchschnittlich hohen Laufleistung, aber mit seinem etwas behäbigen Einlenkverhalten und seiner nur mäßigen Lenkpräzision konnten sich vor allem sportliche Fahrerinnen und Fahrer nicht so recht anfreunden.Ob es mit einer anderen Bereifung besser funktioniert, wurde auf einem anspruchsvollem Rundkurs auf der Schwäbischen Alb ausgefahren. Ausdrücklich sei hier darauf hingewiesen, dass diese Empfehlung lediglich auf das unverkleidete Schwestermodell SV 650 uneingeschränkt übertragbar ist, nicht jedoch auf andere Modelle mit gleichen Reifendimensionen. Ferner konnten Verschleiß und Nasshaftung nicht getestet werden. Dies obliegt dem ausführlichen und dementsprechend aufwendigen großen MOTORRAD-Reifentest. Hier getroffenen Aussagen zur Haltbarkeit einzelner Fabrikate beruhen auf Erfahrungswerten der Redaktion.Andere wichtige alltagsrelevante Kriterien jedoch wurden während der dreitägigen Fahrversuche gründlich durchgecheckt. Die Strecke bot dazu alles, was einem im ganz normalen Motorradleben unter die Räder kommen kann. Ein unlimitiertes Teilstück auf einer holperigen Autobahn bespielsweise, ideal, um die Hochgeschwindigkeits-Stabiliät zu überprüfen. Und kurvige Landsträßchen, die manchmal schon eher an eine asphaltierte Cross-Strecke erinnerten, gespickt mit Kanten und Schlaglöchern und einem Fahrbahnbelag, der teilweise sehr zu wünschen übrig lässt. Prima Bedingungen, um den Komfort des Reifens zu überprüfen und, noch viel wichtiger, die etwaige Neigung zum gefürchteten Lenkerschlagen. Bei sehr zügigem Tempo trat diese auch Kickback genannte Eigenart vor allem mit den beiden Avon-Paarungen auf, was jedoch keine dramatischen Ausmaße annahm.In schnellen, flüssigen Wechselkurven und einigen langsamen 180-Grad-Kehren schließlich wurde Aufstellneigung beim Bremsen, Grip, Handling und die Zielgenauigkeit unter die Lupe genommen. Mit einem durchweg positiven Fazit: Es gibt keine richtig schlechten Reifen für die SV und die SV 650 S, jedoch fünf Paarungen, die die Talente der flinken Suzuki tatkräftig fördern, also ihr Fahrverhalten deutlich verbessern. Es sind dies die sportlichen Dunlop D 207, Bridgestone BT 56 SS, Metzeler ME Z3, Pirelli Dragon EVO und für die tourensportliche Fraktion der Dragon GTS aus gleichem Haus.Die nächste frohe Botschaft für Wechselwillige: Die erforderliche Unbedenklichkeitsbescheinigung erhalten sie kostenlos bei jedem autorisierten Suzuki-Händler. Eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist nicht notwendig. Es genügt, die mit Händlerstempel und -unterschrift versehene Bescheinigung für etwaige Fahrzeugkontrollen mitzuführen.

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