Reifenlexikon (Archivversion)

Chunking: Laufflächen-Ablösung. Bei unsachgemäßer Behandlung (zu geringer Luftdruck usw.) kann sich der Laufstreifen partiell vom Unterbau lösen.DOT: Departement of Transportation, erstellt in den USA die Normen für das Verkehrswesen.Endlosgürtel: Auch Monospiral-Gürtel oder Jointless Belt genannt. Er wird nicht als kompletter Schnittgürtel auf die Karkasse aufgebracht, sondern maschinell in einzelnen oder mehreren Fäden aufgewickelt. Karkasse: Tragender Unterbau des Reifens aus einer oder mehreren Gewebelagen, die von Wulst zu Wulst reichen und um den Wulst umgeschlagen sind. Kernreiter: Gummikeil, der auf dem Wulst sitzt. Er füllt den Hohlraum des Karkaßumschlages aus und verstärkt die Seitenwand.Latsch: Auf der Fahrbahn bildet der Reifen eine elliptische Aufstandsfläche, den sogenannten Latsch.Laufstreifen oder Lauffläche: Die Gummischicht, die auf den Reifenunterbau vulkanisiert wird und das Profil trägt.Liner: Auch Innerlining oder Innenplatte genannt. Die innerste, luftundurchlässige Schicht des Schlauchlosreifens. Matchen: Zeigt ein Reifen nach der Montage eine große Unwucht, kann vor dem endgültigen Auswuchten durch Drehen des Reifens auf der Felge eine günstigere Massenverteilung erzielt werden. Bereits werksseitig ist die leichteste Stelle eines Reifens durch einen farbigen Punkt markiert. Der sollte in der Nähe des Ventils montiert werden, da sich dort in der Regel die schwerste Stelle der Felge befindet. Mischbereifung: Seit dem 1.1.1996 ist die Verwendung von Reifen unterschiedlicher Bauart bei Motorrädern grundsätzlich erlaubt, darf aber nur mit einer entsprechneden Freigabe erfolgen. Profiltiefe: Motorräder müssen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aufweisen. Sie ist am tiefsten Punkt in den Profilrillen, bei Reifen mit TWI in diesen Rillen zu messen, und zwar im Bereich von drei Viertel der Lauffläche. Jeweils ein Achtel der Breite im Schulterbereich darf nicht zur Messung herangezogen werden. Reinforced: Reifen mit der Kennzeichnung reinf. sind verstärkt und besitzen eine erhöhte Tragfähigkeit. Silika: Zu deutsch Kieselsäure. Sie wird aus Quarzsand gewonnen und der Reifenmischung beigemengt, ist stark hydrophil, zieht also Wasser stark an und verbessert deshalb die Naßhaftung. TWI: Die Tread Wear Indicators sind kleine Querstege in den Profilrillen, die bei abgefahrenen Reifen die Verschleißgrenze anzeigen sollen. Vorsicht: Sie stimmen nicht bei allen Produkten mit der vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe überein. Walken: Im Aufstandspunkt verformt sich der Reifen. Dadurch reiben sich Karkaß- und Gürtellagen aneinander, es kommt zum sogenannten Walken. Wulst: Er stellt die Verbindung des Reifens zur Felge her. Im Inneren des Wulsts sitzt der Wulstkern aus geflochtenen Stahldrähten. Er fixiert den Reifen im Felgenbett.

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