Reifenmarkt mit Lieferengpässen: Report (Archivversion)

Reifeninfos

Anders als für neue PKW gilt die europaweite Aufhebung der Reifenbindung nicht für Motorräder. Werden andere als die in den Fahrzeugpapieren aufgeführten Reifenpaarungen verwendet, so braucht man dazu eine vom Fahrzeughersteller zu beziehende Freigabe-oder Unbedenklichkeitsbescheinigung, die mitgeführt werden muss. Ändert sich zudem auch die Reifengröße auf ein nicht eingetragenes Format, ist eine Anbauabnahme beim TÜV erforderlich. Diese muss entweder über eine mitzuführende Anbaubestätigung oder einen Eintrag in die Fahrzeugpapiere nachgewiesen werden. Bei Reifenbestellung und Kauf sollten die Eintragungen in den Papieren oder der Freigabebescheinigung exakt angegeben werden. Der Code 170/60 ZR17 (73W) TL etwa steht für eine Reifenbreite von 170 Millimeter bei einer Bauhöhe, die 60 Prozent der Breite entspricht. Z markiert eine zugelassene Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h und R eine Radialbauweise. 73 bedeutet eine Tragfähigkeit von 287 Kilogramm bei 2,3 bar Luftdruck und einer zulässigen Geschwindigkeit W über 240 km/h, TL steht für tubeless (schlauchlos). Wichtig gerade für besonders leistungsstarke Maschinen, die auf eigens entwickelten Reifen rollen, ist die Sonderkennung. Sie folgt der Hersteller- und Modellbezeichnung, beispielsweise. Dunlop D205G. Das G steht für einen Reifentyp, der in Karkassenkonstruktion und/oder Gummimischung vom Standardreifen D205 abweicht. Diese Codes sind auf die Seitenwand des Reifens geprägt. Ferner findet sich dort auch die DOT-Nummer. Sie ist seit 2000 vierstellig und gibt den Herstellungszeitpunkt des Reifens an, so etwa 0700 auf einem Reifen der in der siebten Woche des Jahres 2000 produziert wurde. Bei Reifen, die vor 2000 hergestellt wurden, ist die DOT-Nummer nur dreistellig, womit sich das Produktionsjahr, nicht aber das Jahrzehnt feststellen ließ. Ein »neuer« Reifen sollte nicht älter als drei Jahre sein.
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