Reifentechnik: Bauhöhe (Archivversion)

Wie die Muliti-Compound-Technologie, also die Verwendung unterschiedlich harter Gummilaufstreifen auf einem Reifen, hat auch die Vergrößerung der Bauhöhe ihren Ursprung im MotoGP-Rennsport. Doch anstatt wie dort üblich kleinere Felgen mit 16,5 oder 16 Zoll zu verwenden, gehen die Hersteller jetzt dazu über, die handelsüblichen 17-Zoll-Hinterreifen von einem 50er- auf einen 55er-Querschnitt umzustellen. Der Vorteil: Mit der größeren Bauhöhe lassen sich spitze, handliche Konturen mit großer Aufstandsfläche bei Schräglage verwirklichen, ohne dass die Seitenwand, die zur Stoßdämpfung dient, kleiner wird. MOTORRAD-Fahrversuche mit unterschiedlichen Reifentypen fielen allesamt zugunsten der 55er-Bauhöhe aus. Deshalb ist zu erwarten, dass sämtliche Supersport-Maschinen künftig mit der neuen Dimension ausgerüstet werden.
Ein Problem beim Umrüsten von Motorrädern mit konventionellen 190/50er-Reifen könnte die mangelnde Freigängigkeit zur Schwinge darstellen. Zudem ändert sich durch den größeren Durchmesser die Raddrehzahl und somit die Tachoanzeige.

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