Der Gardasee bietet sich mit tollen Basislagern für Tagestouren an.

Reifentest Teil 1: Tourenreifen Testtagebuch

Foto: Jahn
Der Gardasee bietet sich mit tollen Basislagern für Tagestouren an.
Der Gardasee bietet sich mit tollen Basislagern für Tagestouren an.

Donnerstag, 8. April, Riva del Garda

Die Woche nach Ostern verwöhnt Nord-Italien mit Papstwetter: Sonnenschein und blauer Himmel. Am Westufer des Gardasees geht es weiter in den Süden. Das Meisterwerk der Straßenbaukunst schreit nach flotter Kurvenfahrt. Doch zuvor müssen endlose Auto- und Wohnmobilkolonnen durchgereicht werden, bevor die Bandits der Gardesana Occidentale den nötigen Tribut erweisen und in angemessener Schräglage über den griffigen Asphalt radieren. Das Feld bleibt dicht beisammen, kein Reifen gibt sich unter diesen optimalen Bedingungen eine Blöße. Damit wir den Reifen nach der schnurgeraden Autobahnhatz durch die Po-Ebene nicht gleich die Kante geben, wird auf zahlreichen Korkenzieherkurven zwischen der Ferrari-Stadt Maranello und Lucca der Schulterabrieb gefördert. Doch Kurven kostet Zeit, und Rom ist noch fern. Wieder gilt es, Meter zu machen. Sieben Lichtkegel tanzen über die gut ausgebaute SS 1, störenden Verkehr gibt es genauso wenig wie aufmerksame Carabinieri. Der Tageskilometerzähler passiert die 800, als wir im Küstenstädtchen Nettuno südlich von Rom Quartier beziehen.

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Foto: Jahn
Regelmäßig wird das Reifenprofil überprüft.
Regelmäßig wird das Reifenprofil überprüft.

Freitag, 9. April, Nettuno

Profilkontrolle im fahlen Morgenlicht. Die Tendenz bestätigt sich: Dunlops Roadsmart lässt mehr Gummi als die anderen auf der Strecke. Erstaunlich dickfellig zeigt sich dagegen Avons neuer Storm 2 Ultra. Bevor aber weiter Kilometer geschrubbt werden, müssen die Tourenreifen auf der Nassteststrecke von Bridgestone ihr Können zeigen. Dazu werden im Begleitfahrzeug eine weitere Bandit plus Extra-Reifensätze für die Funktionsfahrten mitgeführt. Mit jeder Paarung hangelt sich Karsten an der Rutschgrenze um den Kurs. Am Abend schwappt trotz Gore-Tex das Wasser in den Rennstiefeln. Dennoch herrscht gute Laune: kein Abflug und ein eindeutiges Ergebnis. Wiederholt gibt nämlich der Michelin Pilot Road 2 im Nassen eine Glanzvorstellung. Aber das Verfolgerfeld hat aufgeholt: Auch Dunlop Roadsmart und Pirelli Angel ST lassen sich im Regen gut bewegen. Ganz im Gegensatz zum Avon, der mit reichlich Abstand hinten landet.

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