Reifenvorstellung Continental ContiForce (Archivversion) Einer für viele

Erstmals baut Continental einen Motorradreifen in Radialbauweise für Maschinen von 125 bis 1200 cm3. Tourensportliche Talente werden versprochen.

Conti is back in der Motorradszene, verkünden die Verantwortlichen des Reifengiganten Continental. Dieser Bereich nimmt zwar nur ein winziges Marktvolumen ein, aber durchaus ein imageträchiges, so die Erkenntnis. Also wurde investiert – in neue Produktionsanlagen, in die Reifenentwicklung und nicht zuletzt in die Marktforschung. Das Ergebnis: ContiForce. Ein ganzjahrestauglicher Sporttouren-Reifen, der neben einem schnellen Erreichen seiner Betriebstemperatur beste Nasshaftung bieten soll.Auf dem großräumigen Testgelände von Continental in der Lüneburger Heide hatte MOTORRAD Gelegenheit, die neuen Pneus in den verschiedensten Fahrsituationen zu bewegen. Als Fahrzeuge standen neben aktuellen Maschinen auch ältere Baujahre wie eine 1993er-Honda VFR 750 oder eine ausgelutschte ZZ-R 600 bereit. Die sollten zeigen, dass der ContiForce nicht nur für Hightech-Bikes taugt. Der Radialreifen entpuppte sich bei den Testfahrten als ausgesprochen stabiler Partner mit erstaunlich guten Haftungseigenschaften. Allerdings geht die hohe Stabilität speziell vorn etwas auf Kosten des Fahrkomforts und der Dämpfungsqualitäten. Dies ist vor allem bei kleinen und leichten Maschinen beim Überfahren von Fahrbahnabsätzen deutlich zu spüren. Außerdem neigt der ContiForce dazu, sich beim Bremsen in Schräglage aufzustellen.Dagegen verblüfft der tourensportliche Pneu durch einen vorn wie hinten erfreulich breiten Grenzbereich auf nasser Strecke. Auf dem bewässerten, rutschigen Handlingparcours zeigten die neuen Gummis erstaunlichen Grip, der nach kurzem Ausloten des Grenzbereichs für reichlich Spaß auf dem engen Kurs sorgte. Ein Punkt, der zum versprochenen Charakter eines Ganzjahresreifens bestens passt. Und ebenso erfreulich stimmt wie die Tatsache, dass der ContiForce im Schnitt rund zehn bis 15 Prozent weniger als die Konkurrenz kostet. Die gängigen Breiten von 150 bis 190 stehen schon bei den Händlern.

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