SERVICE SPEZIAL REIFEN (Archivversion) PRAXISTIPPSPANNENHILFE

Unfreiwillige Nagelproben während einer Motorrad-Tour lassen sich häufig ohne viel Aufwand behelfsmäßig reparieren.

Was tun, wenn auf der Urlaubsreise und womöglich fernab jeder Werkstatt plötzlich der Reifen schlapp macht? Mit den richtigen Tipps und Tricks schafft es das Motorrad zumindest zurück in die Zivilisation – vielleicht sogar bis vor die heimische Haustür. Wie, erklärt MOTORRAD in den beiden nebenstehenden Kästen.Zunächst sollte der Reisende allerdings den Grund für den schlaffen Gummi finden. Gelegentlich handelt es sich um die banalste aller möglichen Ursachen: Luftverlust durch einen Bösewicht, der sich einen Spaß daraus macht, an abgestellten Motorrädern Ventile herauszuschrauben oder die Luft abzulassen. Hin und wieder zeichnet auch ein etwas zu heftig überfahrener Bordstein für schlagartigen Luftverlust verantwortlich. Prekär wird die Lage erst, wenn durch derartige Stunt-Einlagen die Felge kleine Risse bekommt und die Luft nur langsam entweicht – dann spricht man von einem schleichenden Plattfuß. Weit häufiger spielen Nägel, Dornen, Metall-Krampen oder Glasscherben den Übeltäter.Solange der Reifen weder in Fetzen auf der Felge hängt oder gar zu große Löcher aufweist, besteht fast immer die Möglichkeit, den Gummi zumindest provisorisch zu flicken. Im »Idealfall« sind die Löcher so klein, dass regelmäßige Stopps zum Aufpumpen genügen, um die Distanz bis zur nächsten Werkstatt zu überbrücken. Wenn, ja wenn sich im Bordwerkzeug eine Luftpumpe oder entsprechende Gaskartuschen befinden, die der Zubehörhandel zuhauf und preisgünstig anbietet. Luftpumpen kosten ab 20 Mark aufwärts, Gaskartuschen etwa 5 Mark pro Stück. Deren Inhalt besteht aus leichtflüchtigem CO2-Gas, das nach der Reparatur möglichst bald gegen eine herkömmliche Luftfüllung getauscht werden sollte.

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