Erschienen in: 07/ 2013 PS

PS-Vergleichstest Tourensport-Reifen

Touren-Gummis begeistern PS-Tester

Wer Touren-Gummis für lahme Socken hält, der irrt. PS nahm sich den aktuellen Jahrgang dieser populären Reifengattung im Trockenen und im Nassen zur Brust und war von ihren Qualitäten begeistert.

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PS-Vergleichstest Tourensport-Reifen.

Foto-Show: Reifentest 2013 - Tourenreifen 120/70 ZR 17, 180/55 ZR 17.   16 Bilder

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aus PS 07/2013
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Schräglage bis die Ohrlappen schleifen, Bestzeiten auf der Hausstrecke und schwarze Striche am Kurvenausgang sind das Spezialgebiet der Sportreifen, die wir in der letzten PS-Ausgabe mikroskopisch untersucht haben. Doch was, wenn man mal flott in den Süden an die Côte d’Azur brennen, ein Wochenende lang Schampus, Sonne und Bikini-Bräute genießen und dann wieder zügig nach Hause ballern will? Coole Idee, doch wer dazu einen Sportreifen auf seinem Brenner hat, kann da schnell in Reichweiten-Probleme laufen. Denn oft segnen die klebrigen Sportreifen zu schnell das Zeitliche.

Wer also auf das letzte Quäntchen Grip verzichten kann oder gerne in etwas mehr Laufleistung investiert, der sollte dringend die neueste Generation der Tourenreifen ins Visier nehmen und sich vor allem auf keinen Fall von der Kategorisierung als Tourenreifen abhalten lassen. Denn dieser Test beweist einmal mehr, dass die aktuellen Tourenpellen für die Landstraße auch auf Sportlern allemal genug Grip offerieren.

Das Testfeld

Dieses Jahr mussten wieder die gängigen Dimensionen 120/70-17 und 180/55-17 zeigen, was sie drauf haben. Mit am Start die brandneuen Gummis von Bridgestone und Pirelli. Während der Bridgestone T 30 den angegrauten BT 023 in Rente schickt, beerbt der Pirelli Angel GT den Vorgänger Angel ST. Von Continental geht der Road Attack 2 ins Rennen, Dunlop steuert den Roadsmart 2, Metzeler den Roadtec Z8 in Sonderspezifikation M/O und Michelin den Pilot Road 3 bei.

Die Testfakten

Wie mit den Sportreifen auch, nutzen wir das Dunlop-Test- und Entwicklungsgelände im südfranzösischen Mireval, nahe der Stadt Sète. Dort standen uns ein großer Trocken-Handlingkurs sowie eine dauer­bewässerte Nass-Teststrecke exklusiv zur Verfügung. Gefahren wurde auf einer Suzuki Bandit 1250 mit dem vom Her­steller vorgeschriebenen Luftdruck von 2,5 bar vorne und 2,9 bar hinten – jeweils kalt gemessen.

Nach dem „Anfahren“ der Reifen wurden von jedem Testfahrer fünf Runden auf dem Trockenparcours absolviert und danach für weitere fünf Runden auf den Nassparcours gewechselt. Dort wurden auch zwei Vollbremsungen im ABS-Regelbereich gefahren, deren Bremswege für die Bewertung gemittelt wurden. Um einen „Lerneffekt“ zu vermeiden, wurde der erste Reifen des Testprozederes am Ende nochmals gefahren und die Beurteilung des Gummis erst nach der letzten Fahrt endgültig festgenagelt. Zudem wurde mit jedem Reifenwechsel die Suzuki wieder voll­getankt, um Einflüsse des schwindenden Kraftstoff­vorrats auf das Handling des Motorrads zu vermeiden.

Die Testbewertung

PS ist auch bei einem Tourenreifentest sportlich unterwegs und legt naturgemäß ein besonderes Augenmerk auf die Haftfähigkeit eines Reifens. Und das unabhängig von der Witterung, da wir sowohl im Trockenen als auch im Nassen sicher auf dem Moped unterwegs sein wollen. Dennoch macht die Nasswertung nur 100 von 300 möglichen Punkten aus, da sie nicht überrepräsentiert sein soll.

Der Trocken-Handlingkurs in Mireval ähnelt zwar einer Rennstrecke, doch wir ließen uns nicht verlocken. Wir fuhren die Tourenreifen auf der Bandit nicht auf Bestzeit, sondern konzentrierten uns auf eine konstante Testgeschwindigkeit, um die Pellen nicht zu überhitzen und so die Ergebnisse zu verzerren. Die Haftung und das Verhalten im Grenzbereich ermittelten wir vor allem an den Scheitelpunkten der Kurven und beim Herausbeschleunigen.

Handling-Qualitäten, Zielgenauigkeit und Stabilität sowie das Aufstellen beim Hineinbremsen in Kurven und das Feedback des Reifens sind weitere Testkriterien. Einzig das Kaltlaufverhalten kann sich im Einzelfall aufgrund der freundlichen Witterung, die während des Tests in Südfrankreich herrschte (Luft um 20 Grad, Asphalt 18 Grad) etwas vom kühleren Deutschland unterscheiden. Allerdings wird sich die Tendenz, dass der Bridgestone T 30 und der Pirelli Angel GT etwas länger als die anderen Kombatanten brauchen, bis sie auf Temperatur sind, nicht umkehren.

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18.06.2013 |  Artikel drucken | Senden | Kommentar

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