Youngtimer-Reifen Die rechtliche Seite

Für Motorradreifen gilt in Deutschland nach wie vor die Fabrikatsbindung. Dies bedeutet, dass zunächst die in den Fahrzeugpapieren eingetragenen Fabrikate gültig sind. Will man auf ein anderes Fabrikat gleicher Größe wechseln, sollte man sich beim Reifenhändler nach einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des gewünschten Reifentyps für das betreffende Bike erkundigen. Diese werden nach ausführlichen Fahrversuchen sowohl von Reifenherstellern als auch Motorradproduzenten erstellt. Existiert eine solche Freigabe, darf die Reifenkombination bedenkenlos gefahren werden, sofern es sich um bauartgenehmigte Reifen mit entsprechendem Prüfzeichen (E4 75R-00.....) handelt. Eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist in diesem Fall nicht notwendig, es genügt das Mitführen der Unbedenklichkeitsbescheinigung. Freigaben gibt es auch per Internet unter den Adressen der Motorrad- und Reifenhersteller. Generell abnahmepflichtig sind demgegenüber Änderungen der Reifengröße. Hierzu ist ein Teilegutachten erforderlich, das die Vorschriftsmäßigkeit des Fahrzeugs nach der Änderung bescheinigt und dem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfingenieur bei der Abnahme des Anbaus vorzulegen ist. Auch beim Teilegutachten genügt fürs Erste das Mitführen des Anbauabnahmezertifikats, beim nächsten Kontakt mit der Zulassungsstelle (zum Beispiel Ummeldung) muss jedoch eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere erfolgen.

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