Ammersee-Tour mit einer Vespa (Archivversion)

Im sanft gewellten Voralpenland von Oberbayern erstreckt sich der Ammersee, dessen reizvolle ländliche Idylle weniger Besucher anlockt als der fürstliche Starnberger See.

Anreise: Der Ammersee liegt südwestlich von München. Die Autobahnen A 8, A 9, A 92 und A 95 verbinden Bayerns Landeshauptstadt mit dem Rest der Welt. Von der A 8 kommend biegt man an der Ausfahrt Fürstenfeldbruck ab und fährt von dort über die B 471 nach Grafrath, wo die Tour um den Ammersee beginnt.Reisezeit:Jede Jahreszeit eignet sich, Frühjahr und Herbst sind besonders empfehlenswert. Wer kann, sollte unbedingt die Sommer-Wochenenden meiden. Der Ammersee ist zwar nicht so überlaufen wie der Starnberger See, aber dennoch ein beliebtes Ausflugsziel der Münchner, die sich in den heißen Monaten gegenseitig gerne auf die Füße treten. Übernachten:Vom Campingplatz bis zur Nobelherberge ist am Ammersee für jeden etwas geboten. Auskunft gibt der Fremdenverkehrsverband München-Oberbayern, Sonnenstraße 10, 80331 München, Telefon 089/597347, Fax 089/ 593187.Aktivitäten:Am und um den Ammersee werden fast alle Sportarten angeboten: Angeln, Bergwandern, Gleitschirmfliegen, Golf, Mountainbiking, Reiten, Rudern, Segeln, Wandern oder Windsurfen. Auskunft erteilen die Fremdenverkehrsämter, die es in fast jedem größeren Ort am Ammersee gibt, oder das Fremdenverkehrsamt München - Oberbayern (Adresse siehe oben). Wer sich´s lieber gemütlich macht, genießt den See auf einer Rundfahrt mit einem der vier Ausflugsschiffe der Ammersee-Flotte. Informationen erteilt die Staatliche Schiffahrt Ammersee, Landsberger Str. 81, 82266 Inning, Telefon 08143/229. Die schönsten Strandbäder des Ammersees finden sich am flachen Westufer in Schondorf, Utting, Holzhausen und Riederau. Dieses Ufer ist durch einen Rad- und Wanderweg erschlossen. Wichtig beim Schlendern: Schilfgürtel, Moore und Unterholz nicht betreten, weil sie wichtige Rückzuggebiete für Tiere bilden. Und bitte keine Wasservögel füttern. Vor allem die Enten vermehren sich rasant und übervölkern den See. Futter und Kot lassen Bakterien gedeihen und verschlechtern die Wasserqualität. Für Kulturbeflissene gibt´s was ganz besonderes: Kino, Café, Theater, Galerien und Kunsthandwerk in der umgebauten Alten Brauerei in Stegen bei Inning. Literatur:Allgemeine Informationen bietet Thomas Schröder in seinem Reiseführer Oberbayrische Seen, der im Michael Müller Verlag erscheint und 29, 80 Mark kostet. Eine Motorradtour durch Oberbayern und sechs weitere Reisebeschreibungen liefert Elke und Dieter Loßkarns Band »Deutschland«, Edition Unterwegs. Empfehlenswert ist die Generalkarte 1: 200 000, Blatt 8, bei Mairs Geographischem Verlag.

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