Ananlog oder Digital? (Archivversion)

Der Siegeszug der Digitalfotografie ist überwältigend, trotzdem gibt es immer noch Profis wie Amateure, die auf Filme schwören.

Ein Vorzug analoger Kameras ist ihre größere Unempfindlichkeit gegenüber Staub und Feuchtigkeit. Ihr Nachteil sind die Folgekosten für die Bild-Entwicklung, die bei digitaler Fotografie nicht anfallen. Hier lassen sich Bilder ohne Ende schießen und die besten in Ruhe am heimischen PC oder Mac aussuchen.

Für die meisten Nutzer sind aber weitere Vorteile digitaler Fotografie entscheidend: Während früher auf Reisen die Angst mitfuhr, ob die Bilder auf dem Diafilm die gewünschten Resultate erbringen und die Entwicklung fehlerfrei verlaufen würde, lässt sich heute das Bild direkt nach der Aufnahme auf dem Monitor auf der Kamerarückseite zumindest oberflächlich analysieren. Für die Beurteilung der Belichtung oder des Bildaufbaus sind die immer größer und kontrastreicher werdenden Monitore ausreichend. Das Bild ist bei Bedarf sofort verfügbar und kann zum Beispiel per E-Mail verschickt werden. Zudem bieten Digitalkameras für weniger Geld oft mehr Funktionen wie Bildstabilisierung, Pano­rama-Assistent oder simulierten Aufhell-Blitz.

Eine Gefahr der digitalen Fotografie liegt im „wahllosen Rumknipsen“. Wer das Fotografieren noch analog gelernt hat, musste hinsichtlich Lichtführung, Belichtung und Bildgestaltung bewusster arbeiten. Doch auch für gute Digital-Bilder ist genaues Hinsehen eine notwendige Tugend. Was bei der Aufnahme selbst verhunzt wird, lässt sich am PC oder Mac nur mit größerem Aufwand wieder reparieren. Die Bearbeitung der Aufnahme am Bildschirm sollte lediglich der Optimierung des Motivs dienen. Ein weiterer Nachteil digitaler Fotografie: Vielen besonders kunstvollen Bildern glaubt man nicht mehr, dass sie „echt“ sind.

Qualitativ gibt es zwischen digitalen und analogen Fotos für das menschliche Auge heute keine großen Unterschiede mehr.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel