Deutschland-Fernost (Archivversion)

Per Achse nach Malaysia

Auf dem Landweg nach Südostasien – ein kühner, aber keineswegs unerfüllbarer Traum. Ein Jahr und rund 47000 Kilometer war Dietmar Obert mit einer umgebauten Honda Transalp unterwegs. Auf den höchsten Pässen und in den tiefsten Abgründen der östlichen Welt.

Am 11. April beginnt meine Reise. Italien, Venedig – so schnell wie möglich versuche ich, dem schmuddeligen Aprilwetter zu entkommen. Auf einer fast leeren Fähre geht es nach Nordgriechenland und dort gen Türkei. Die Gastfreundschaft der Griechen ist überaus herzlich, oft laden sie mich spontan zum Essen oder zu einem Kaffee ein. Und erzählen mit Stolz von ihrem Land und seiner Geschichte, von der EU und den Problemen mit den vielen Zuwanderern. Sonne, Schnee und Regen wechseln sich in den herrlichen Bergen ab, die teils unbefestigten Strecken sind jedoch recht schlammig. Als ich Ende April den Bosporus überquere, liegt Europa hinter mir. In Istanbul besorge ich Visa für den Iran und Pakistan und mache mich auf gut ausgebauten Straßen entlang riesiger Kornfelder und später karger Gebirge auf in Richtung Osten. In den Kurdengebieten kontrolliert schwer bewaffnetes Militär die Straßen. Eine kurdische Familie warnt mich zu zelten. Übernachten im Freien sei zu gefährlich. Freundlich bieten sie mir Logis an, und glücklicherweise ist gerade Besuch aus Deutschland da, was die Kommunikation erheblich erleichtert. Der Vater, der mit zwei Frauen insgesamt 15 Kinder haben soll, klagt über korrupte Politiker und die Benachteiligung seines Volks. Er hofft sehr auf den EU-Beitritt der Türkei. Über schneebedeckte Berge, vorbei am 5165 Meter hohen Ararat, gelange ich zum armenischen Grenzgebiet. In Dogubayazit, der letzten größeren Stadt vor dem Iran, kriegt die Transalp eine kleine Inspektion – nach bereits 8000 Kilometern. Hinter der Grenze mache ich regelrecht einen Sprung in die zutiefst islamisch verwurzelte Kultur. Die Frauen sind fast ausnahmslos schwarz verschleiert, Alkohol ist tabu. Gelegentlich wird mir hinter vorgehaltener Hand Wodka angeboten, doch ich lehne ab. Eine Woche verbringe ich bei einem Englischlehrer und seiner Familie, werde mit den Menschen und insbesondere dem Islam vertraut gemacht. Man hofft stark auf einen politischen Umschwung und das Ende der Isolation. Junge Frauen erkundigen sich, was man in Europa von der Geschlechter-Tradition des Iran halte, Männer grüßen dagegen mitunter mit »Heil Hitler«. Man erklärt mir, dass die Iraner wie wir der arischen Rasse angehörten und sich dadurch mit Deutschland verbunden fühlten...Puh! Die großen Verbindungsstraßen entsprechen europäischem Standard, aber die Entfernungen zwischen den Städten sind gewaltig, die Landschaften meist eintönig. Abseits der Transitstrecken begleiten mich manchmal Mopedfahrer in die Städte. Meine 650er ist hier sensationell, und bei jedem Stopp strömen Leute herbei, halten Kinder hoch, damit sie etwas sehen können. Es wird heißer. Während westlich des Kaspischen Meeres noch relativ angenehme Temperaturen herrschten, steigen sie weiter im Südosten allmählich auf über 40 Grad. Gegen die gleißende Reflexion von Sand, Asphalt und Steinen hilft keine Sonnenbrille mehr, und ich versuche, möglichst frühmorgens zu fahren. In Bam, der letzten großen Wüstenstadt vor der pakistanischen Grenze, erhole ich mich ein paar Tage. Für die restlichen 450 Kilometer starte ich um vier Uhr früh. Dennoch wird es so heiß, dass ich bis abends acht Liter Wasser brauche. In Pakistan angekommen, habe ich das Gefühl, um mindestens ein Jahrhundert in die Vergangenheit katapultiert worden zu sein. Der Verkehr ist chaotisch, Pferdekutschen, Zweitaktrikschas, fliegende Händler und uralte, verzierte Busse bestimmen das Bild in den Städten. Auf der Straße wird ebenso gekocht wie geschustert oder es werden Felle gegerbt. Mein Ziel ist der Himalaya. Schon in den Hotels um Quetta und Peschawar lockten Großaufnahmen von Nordpakistan. Der Karakorum-Highway! Diese 1300 Kilometer lange Verbindungsstraße zwischen Islamabad und der Handelsstadt Kastigar in China. 1978 wurde sie fertig gestellt, und zeitweise arbeiteten mehr als 25000 Menschen daran. Die Trasse auf der Route der alten Seidenstraße war so schwierig zu bauen, dass die Pakistani sie als achtes Weltwunder bezeichnen. Entlang des Indus schlängelt sie sich zwischen steilen Bergen nach oben, hinein in die weltweit dichteste Ansammlung von über 7000ern. Ganz nah der 8126 Meter hohe Nanga Parbat. Ich genieße jeden Kilometer. An der chinesischen Grenze auf rund 4700 Höhenmetern endet die Traumstraße für mich, eine Einreise nach China ist nahezu unmöglich. Einen Monat verbringe ich in der Region. Die Pakistani erzählen von ihrer korrupten Regierung, die seit den weltmachtheischenden Atomwaffenversuchen von 1999 die Bevölkerung mehr und mehr vernachlässige.Zurück in Islamabad, besorge ich mir ein Visum für Indien. Es ist Mitte Juli und das Klima extrem: 40 Grad und 85 Prozent Luftfeuchtigkeit sind für den Körper eine enorme Belastung. Eine Darminfektion schwächt mich zusätzlich. Dennoch – Ende Juli stehe ich mit meinem Motorrad vor der Grenze Indiens: ein Land, das Sehnsüchte weckte, seit ich träumen kann. Schon nach wenigen Meter wandelt sich die Stimmung komplett; farbig gekleidete, lachende Frauen sind auf den Straßen unterwegs – in Pakistan praktisch undenkbar. Um dem gerade herrschenden Monsun zu entkommen, fahre ich wieder nördlich ins Kaschmir-Gebirge, zu den Goldenen Tempel der Sikh in Amritsar. Dabei lerne ich schnell die indischen Verkehrsregeln: Das größte, schwerste und am lautesten hupende Fahrzeug hat Vorfahrt. Mehrmals muss ich die Straße verlassen, wenn Lastwagen überholend entgegenkommen. Kaschmir – Traumland und Kriegsschauplatz aufgrund territorialen Kräftemessens zwischen Indien und Pakistan. Überall sind Soldaten mit schwerem Kriegsgerät positioniert. Die Bewohner selbst, so erfahre ich, streben eher einen unabhängigen Staat an.Auf einer guten Verbindungsstraße rolle ich über raues Hochland weiter Richtung Ladakh. Steinwüste und eine unwirkliche, zerklüftete Mondlandschaft umgeben mich, darüber der Himmel in wolkenlos sattem Blau. In der Ferne prangen mächtige Buddhisten-Klöster auf den Bergrücken. Das Gefühl der Weite ist immens. In diesem Teil des Himalayagürtels überquere ich den mit 5602 Metern höchsten anfahrbaren Pass der Welt. Den Khardung. Die brave Honda kämpft wie ich mit Atemproblemen, aber wir packen es. Jede Bewegung wird zur Schwerstarbeit. Kurz vor der nepalesischen Grenze ändert sich die Landschaft, bewaldete Hänge und tiefgrüne Reisfelder tauchen auf. Dazwischen immer wieder kleine Dörfer, deren Bewohner mir freundlich zuwinken. Mit etwas Glück kann man schneebedeckte Siebentausender sehen. Der Monsun ist in dieser Region nahezu vorbei. Ich stoße auf Sadhus, Wanderbettler, die barfuß und nur mit dem Nötigsten bekleidet unterwegs sind. Sie berichten von ihrem Leben, das jeden Anspruch auf Besitztum ablehnt. Auf einer spirituellen Suche ziehen sie im ständigen Cannabisrausch durch Indien und Nepal. Nepal beginnt gut. Freundliche Grenzbeamte nehmen mich an der Westgrenze in Empfang, erledigen die Einreiseformalitäten im Handumdrehen. 30 Dollar – und das Visum knallt in den Pass. Die wenigen Verbindungsstraßen sind prima, und mangels Verkehr macht das Fahren Spaß. Zwischen Ochsenkarren und Wasserbüffeln atme ich Freiheit. Von den 20 höchsten Bergen der Welt stehen 13 ganz oder teilweise in dem kleinen Bergstaat. Durch den hier noch herrschenden Monsun kann ich sie jedoch kaum sehen. Der Himmel ist meist grau verhangen, und zeitweise regnet es stark. Doch so unangenehm das Wetter, so nett sind die Mensch, die sich stets erkundigen, wie einem Nepal gefalle. Sie sind stolz auf ihr Land, auch wenn es zu den ärmsten der Welt zählt. In Katmandu darf ich bei einem Honda-Händler meine Transalp warten und erkunde von dort aus die herrliche Altstadt mit unzähligen Tempelanlagen und holzverzierten Häusern. Dabei lerne ich Mo-Mo kennen, eine Art tibetanisches Fastfood in Form lecker gefüllter Teigtaschen. Für umgerechnet 15 bis 20 Cent wird man davon ziemlich satt.Im Oktober fahre ich weiter nach Sikkim, dem kleinen indischen Bundesstaat in Westen Nepals. Der Monsun ist nun endgültig vorbei, und in der Stadt Darjeeling strahlt mich bereits der 8586 Meter hohe Kanchenjunga vor dem nun tiefblauen Himmel an. Rund um den Ort liegen Teegärten. In teilweise so steilen Hängen, dass man kaum mehr stehen kann, pflücken Frauen mit großen Tragekörben auf dem Rücken den berühmten Darjeeling. Holprige und verwinkelte Straßen führen mich über steile Pässe in kleine Dörfer und zu buddhistischen Klöstern. Teilweise sind wegen der Grenznähe zu China besondere Passierscheine nötig. Mit Sikkim verlasse ich auch den Himalaya – nach vier Monaten und 13000 Kilometern in dem einzigartigen Gebirge. Danach wird alles anders. Auf den indischen Bundesstraßen ist nicht mehr der Weg das Ziel, sondern das Ankommen. Motorrad fahren wird zum Nervenkrieg. Lange Lkw-Staus, tiefe Schlaglöcher, Teilstücke der großen Bundesstraßen gleichen nicht selten einer Piste. Es ist heiß und staubig, die Lunge brennt vom Dreck und den rußigen Abgasen vorsintflutartiger Lastwagen, die Luftröhre fühlt sich an wie Sandpapier. Ein ganztägiges Hupkonzert lässt das Mittelohr noch bis tief in die Nacht nachschwingen. Ich sehne mich nach einem Minimum an Verkehrsregeln. An Bahnübergängen offenbart sich das indische Denken am extremsten: Sammeln sich bei geschlossenem Übergang die Verkehrsteilnehmer, nutzen sie beidseits die volle Straßenbreite. Heben sich die Schranken, ist spätestens in der Mitte das Ende jeden Vorwärtskommens programmiert. Wieder beginnt das Hupen, alle fuchteln mit den Armen und drängen mühsam aneinander vorbei. Schwierig ist die unablässige Nähe. Bei jeder Rast bin ich sofort von unzähligen Menschen umzingelt, die sich fast mit Körperkontakt vor oder neben mich setzen und mich mustern. Alles an mir ist furchtbar interessant. Varanasi, die heiligste aller indischen Städte, taucht auf. Traum jedes Hindu ist, an diesem Ort zu sterben und am Ufer des Ganges verbrannt zu werden. Alte Menschen pilgern deswegen in Scharen in die Metropole und warten auf den Tod. Die spätere Verbrennung findet wie schon in Nepal öffentlich auf großen Scheiterhaufen statt. Währenddessen brodelt rundum das Leben, Passanten und heilige Kühe drängen sich zusammen in den engen Gassen, es riecht nach Gewürzen, Menschen und Kuhfladen. 1000 Kilometer und ungezählte Schlaglöcher und Staubwolken später erreiche ich Kalkutta. Da die Weiterreise nach Thailand über das für Touristen in weiten Teilen unzugängliche Burma unmöglich ist, muss die Honda ins Schiff oder Flugzeug. Ich entscheide mich für die unkompliziertere Luftfracht. Dennoch benötige ich zehn Tage, um alles zu organisieren. Jeder Schritt ist langwierig, keiner weiß Bescheid. Der Cargo-Agentur, die schließlich meine Transalp verpackt und die Papierarbeit erledigt, ist es fast ein wenig peinlich, ein Extra-Schmiergeld zu verlangen. Dies sei in Indien für die reibungslose Zollabfertigung eben nötig. Tatsächlich, als mein Motorrad von den Zollbeamten abgenommen wird, kann ich zuschauen, wie die Scheine von Hand zu Hand wandern. Der Kontrast später in Bangkok könnte nicht größer sein, die Papierarbeit ist unkompliziert, das Motorrad schnell zusammengebaut, und sechs Stunden später rolle ich bereits auf den Straßen von Siam, wie Thailand bis 1939, genannt wurde. Siam passt besser. Es trifft das sanfte Gemüt der Menschen. Bei jeder Frage nach dem Weg erkundigen sie sich freundlich, woher ich komme und wie lange ich schon unterwegs sei. Im benachbarten Laos gehen die Uhren dann wieder etwas langsamer. Vientiane ist die kleinste Hauptstadt, die ich je gesehen habe, jeder scheint jeden zu kennen. Das Fahren allerdings wird schwieriger, Brücken bestehen manchmal nur aus Baumstämmen mit breiten Spalten dazwischen. Die Laoten leben in ärmlichen Verhältnissen, wirken aber innerlich reich. Bei Pausen in entlegenen Dörfern setzen sie sich mit ihren Kindern in respektvollem Abstand zu mir, es wird gemurmelt und gekichert, wir kommunizieren oft nur mit Blicken und Lächeln. Essen gibt es aus mittelalterlichen Suppenküchen unterm Wellblechdach, wo auf offenen Feuerstellen herrliche Gerichte brutzeln.Das aufstrebende Vietnam präsentiert sich dagegen weitaus hektischer. In Hanoi stehe ich zwischen ungezählten Mopeds an den Ampeln, die Hupen tröten im Dauereinsatz, Menschen drängen sich überall. Ihr geldorientiertes Denken gegenüber Ausländern setzt mir zu. Einen Monat reise ich durch das hügelige Land zum Mekongdelta im Süden. Dann flüchte ich nach Kambodscha. Schon an der Grenze spürt man, dass dieses Land anders ist: die Lebensweise, der Umgang mit Touristen. Ich fühle mich auf Anhieb wohl. In einem Straßenlokal spricht mich ein junger Mann an, erzählt, dass er in Deutschland Vermessungstechniker gelernt habe und schildert die Hoffnungen, dass sein Volk nach dem verheerenden Pol Pot-Regime allmählich wieder auf die Beine komme. Wie Vietnam und Laos war es einst französische Kolonie. Herrliche Baguettes, die es überall zu kaufen gibt, erinnern daran. Erste Vorboten von Zuhause. Denn im benachbarten Malaysia wird meine Reise zu Ende sein. Von Penang wird die Honda nach Rotterdam schippern, während ich per Flugzeug und Eisenbahn zurückreise. Vor genau 365 Tagen und rund 47000 Kilometern bin ich an diesem unwirtlichen Apriltag in Deutschland gestartet.
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Fernost: Per Achse von Deutschland nach Malaysia (Archivversion)

Per Achse in den Fernen
Osten zu fahren erfordert echten Abenteuergeist. Mit Zeit und guter Vorbereitung ist es aber realisierbar.
DDokumente, GeldNeben Reisepass, nationalem wie interna-tionalem Führer- und Fahrzeugschein ist zwingend ein Carnet de Passage notwendig, das der ADAC gegen Kaution ausstellt. Da es fast unmöglich ist, sämtliche Visa von zuhause aus zu organisieren und nicht alle an der Grenze erhältlich sind, besorgt man diese unterwegs in den größeren Städten der jeweiligen Nachbarländer. Zahlungsmittel sollte in drei Varianten dabei sein: Reiseschecks, Bargeld in Dollar und Euro sowie eine, besser zwei Kreditkarten. Am verbreitetsten sind Visa und Mastercard.Ddie streckenGroße Städte sind in der Regel über ein gutes Straßennetz zu erreichen und die Hauptrouten in den meisten Ländern passabel befahrbar. In Teilen Irans, Thailands oder Malaysias entsprechen viele europäischem Standard. Nebenstraßen entpuppen sich dagegen oft als Natur- oder desolate Asphaltpisten. In Laos und Kambodscha trifft dies auch auf etliche Hauptstrecken zu. Die Tankreichweite sollte 400 oder besser 500 Kilometer betragen, da in Nordpakistan und Nordindien sowie dem Iran das Tankstellennetz auf Nebenstrecken sehr dünn ist. Motorradtransport: Da Burma nicht durchfahren werden kann, muss das Motorrad per Luft- oder Seeweg von Kalkutta nach Bangkok verschickt werden. Luftfracht ist einfacher und schneller, aber dennoch zeitraubend. Kostete bei Thai Airways rund 400 Dollar inklusive Kiste und wurde von Lemuir Air Express, Global Logistics Soulutions 26, Shakespeare Sarani, Calcutta-700017, abwickelt. Telefon (91-33)2474326, -4327, E-Mail: ccu.airexpsls@lemuir.com.DSicherheitDa sich die Sicherheitslage im Nahen und Fernen Osten sehr schnell ändern kann, sollten nicht nur vor, sondern auch während der Reise stets aktuelle Informationen aus Zeitungen oder Internet eingeholt werden. Grundsätzlich galten die im Reisebericht erwähnten Länder während der Tour (2001/02) als sicher, eine wachsame Risiko-Einschätzung ist dennoch unerlässlich. Die viel größere Gefahrenquelle stellten allerdings der chaotische Straßenverkehr in Pakistan und Indien dar. In beiden Ländern sind äußerst defensive Fahrweise und Vorsicht angesagt. Versicherungsschutz für das Motorrad gibt es ab Pakistan nicht mehr.DGesundheit, Ernährung, ÜbernachtungPflichtimpfungen existieren nicht, empfehlenswert ist jedoch Hepatitis A/B, Typhus, Diphterie, Tetanus und Polio. Da Malariagebiete durchquert werden, sollte eine Prophylaxe überlegt, wegen der Nebenwirkungen aber mit dem Arzt oder Tropeninstitut besprochen werden. Ernähren kann man sich fast überall in Schnellrestaurants und Garküchen am Straßenrand, wo es meist sehr leckeres Essen gibt. Da vermutlich nirgends deutsche Hygienestandards herrschen, bleiben Durchfälle nicht aus, zumindest am Anfang der Reise. Bis Pakistan kann man gut zelten, danach werden die Übernachtungsmöglichkeiten billig, aber auch einfach. Benzinkocher nicht vergessen. DLiteratur, InfosFür jedes Land einen Reiseführer mitzunehmen macht wenig Sinn. Besser unterwegs im Umfeld von Travellerstores und -cafés nach aktuellem Material umsehen. Karten gehören ins Reisegepäck, zumindest bis Indien. Nachrüsten kann man in Islamabad, Katmandu und Bangkok. Zur Planung solch einer Tour eignet sich Thomas Trossmanns »Motorradreisen zwischen Urlaub und Expedition« von Reise Know-How für 22,50 Euro. Weitere Infos und sogar einen Diavortrag bietet der Autor an: info-rueckenwind@web.de.DDas MotorradZum Einsatz kam eine Honda Transalp, Baujahr 1999, mit folgenden Modifikationen: Verkleidung gekürzt, Handprotektoren und K&N-Luftfilter montiert, Kotflügel hochgesetzt, Lampenschutz und Lenkererhöhung konstruiert, 650er-Africa-Twin-Tank angepasst und auf 40 Liter vergrößert sowie die Sitzbank entsprechend umgebaut. Gepäcksystem mit Alukoffern und Alumotorschutz plus Werkzeugbox stammen ebenfalls aus Eigenfertigung. White-Power-Federelemente und eine selbst gebaute Gabelverlängerung um 30 Millimeter stimmten das Fahrwerk auf die höhere Belastung ein. Weitere Infos zu Umbauten unter www.transalp.de.

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