Deutschland: Lüneburger Heide (Archivversion)

Wer in seinem Motorradurlaub anderes will, als von einer Kurve zur nächsten
jagen, ist in der Lüneburger Heide richtig. Als ältestes Naturschutzgebiet Deutschlands bietet sie Erholung pur.

DAnreiseÜber die A 7 erreicht man die Heide aus südlicher Richtung am schnellsten, wenn man nördlich von Hannover Richtung Celle abbiegt oder bis kurz vor Soltau fährt. Aus Norden kommend ist es von Hamburg über die A 250 eine knappe Stunde Fahrt bis Lüneburg. Von dort ist es nur ein Katzensprung bis in das beschauliche Wendland und ans Elbufer.DREisezeitMai bis September gelten als optimale Monate für die Region im Süden Hamburgs. Im Frühjahr erreichen die Störche die Elbtalaue, und zur gleichen Zeit kommen Feinschmecker beim Spargel aus den sandigen Heideböden auf ihre Kosten. Am schönsten ist die Heide freilich während der Blüte Mitte bis Ende August. Die Vegetation liefert dann ein bodendeckenes Feuerwerk in Rosa-Violett. Auch das Gros der Feste findet im August und September statt.DDie StreckeJe kleiner die Straße, desto lohnender der Ausblick – das gilt ganz besonders für die Lüneburger Heide. Wer die Augen offen hält, wird zwischen Soltau, Uelzen und Celle immer wieder rosa- und purpurfarbene Heideflächen bestaunen können. Außerdem sind weniger Touristen auf den kleinen Straßen unterwegs. Ebenso im Wendland östlich von Lüneburg bis Wittenberge. Wer eine der Elbfähren nimmt oder den Strom bei der Dönitzer Brücke überquert, hat den Eindruck, auf Zeitreise im ehemaligen Osten zu sein.DUnterkunftCampinglätze, Jugendherbergen, Pensionen, Hotels und Privatzimmer sind in der Region reichlich vorhanden. Direkt an der Heide gelegen ist beispielsweise die Pension »Höpen Idyll« www.höpen-idyll.de. Übernachtung mit Frühstück gibt’s dort ab 25 Euro pro Person. Typisch niedersächsisch ist der »Hof Tütsberg« mit wunderschönem Fachwerkambiente und toller Küche. Hier ist das DZ zwischen 85 und 100 Euro zu kriegen. Telefon 05199/900, (www.tuetsberg.de).Camper lieben das »Südseecamp« in Wietzendorf, einen riesigen Campingplatz mit Animation und eigenem See. Telefon 05196/980116 (www.suedseecamp.de). Etwas ganz Besonderes ist das »Camp Reinsehlen« mitten in der Heide bei Schneverdingen: Dort, wo früher ein britisches Militärcamp stand, liegt nun ein Öko-Hotel mit Top-Küche auf freiem Feld und ohne ein einziges Haus in der Nähe. Ein schlichtes »Wanderer«-DZ gibt’s für 41 Euro, besser ausgestattete Zimmer ab 100 Euro. Telefon 05198/983-0 (www.camp-reinsehlen.de). Mitten in der wunderschönen Lüneburger Altstadt liegt das älteste Hotel der Stadt in neuem und modernem Gewand: »Das Stadthaus«. DZ kostet zwischen 76 und 92 Euro, Telefon 04131/44438, (www.das-stadthaus.de). Wer es ganz rustikal (und billig) mag, der kann im Wendland gegen den Castor protestieren und anschließend im Heu-Hotel schlafen, Preis pro Übernachtung mit Sektfrühstück: 17,17 Euro (www.heuhotelferien.de).DLiteraturEinen sehr guten Überblick mit vielen Fotos vermittelt der »HB Bildatlas Ostseeküste Schleswig-Holstein« für 8,50 Euro. Gute Orientierung auch über kleinste Wege, Natuschutzgebiete, Zeltplätze et cetera bietet entweder die bewährte Mairs Generalkarte Blatt 5, Hamburg–Hannover–Bremen im Maßstab 1:200000. Oder gleich die Vergrößerung in Form der Falk-Regionalkarte Blatt 5 in 1:150000. Das nahezu identische Kartenbild wie Mairs, nur deutlich besser lesbar. DInformationen Tourismusverband Lüneburger Heide, Barckhausstraße 35, 21335 Lüneburg, Telefon 04131/73730, www.lueneburger-heide.de.

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