Deutschland: Mosel (Archivversion)

Farbenrausch

Eine Tour entlang der Mosel lebt von ihren Seitensprüngen. Das romantische Tal bietet Kultur und Geschichte, die zahlreichen Seiten-
täler beste Strecken zum Motorradfahren.

D Anreise
Von Norden oder Süden kommend folgt man der A 61 bis Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet. Wer die Tour lieber in Trier starten möchte, folgt von Nordosten kommend der A 48 bis Trier und dann dem Fluss bis Koblenz. Aus Südwesten führen die A 6,
A 62 und A 1 bis Trier.
D Reisezeit
Der Herbst beginnt in den Höhenzügen von Eifel und Hunsrück bereits Mitte Oktober. An der Mosel dauert es dagegen zwei Wochen länger, bis Wälder und Weinberge den Höhepunkt ihres Farbenrausches erreicht haben. Die buntesten Tage fallen dort meist in die erste Novemberwoche.
D Unterkunft
Die Orte im Moseltal leben vom Tourismus und bieten entsprechend Zimmer jeder
Kategorie. Selbst im Herbst kann es an den
Wochenenden noch erstaunlich voll werden, weshalb eine vorherige Reservierung angebracht ist. Unter der Woche ist um diese
Jahreszeit allerdings so gut wie nichts los. Zimmerreservierungen funktionieren inzwischen am einfachsten per Internet, Adressen siehe unten. Schöne Campingplätze gibt
es theoretisch ebenfalls und oft direkt am
Fluss. Im November sind aber die meisten geschlossen oder eignen sich allenfalls für kälteresistente Gäste.
D Sehenswert
Der komplette Unterlauf der Mosel, die in den Vogesen entspringt, bildet eine Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten.
Fast jeder Ort zwischen Trier und Koblenz
besitzt einen historischen Kern aus Fachwerkhäusern. Die schönsten sind Bernkastel-
Kues, Beilstein, Ediger-Eller und Pünderich.
Dazu kommen zahlreiche Burgen und Ruinen, unter denen die Festungsanlagen Burg
Eltz (www.burg-eltz.de) und die Reichsburg
oberhalb von Cochem (www.reichsburg-
cochem.de) sich besonders eindrucksvoll darstellen.
Einen abendlichen Besuch wert sind die zahlreichen Weinproben und Weinkeller. Oder auch die Weinfeste, die meist im September und Oktober stattfinden. Dann platzen die Orte allerdings aus allen Nähten.
D Literatur
Empfehlenswert ist der Motorradführer
»Mosel« aus dem Highlights-Verlag für elf Euro, der zehn detaillierte Touren in der
Region beschreibt. Zur Einstimmung zu
Hause eignen sich der HB-Bildatlas Mosel
für 8,50 Euro oder der Bildführer »Die Mosel« aus dem Schöning Verlag für 8,90 Euro.
Beste Orientierung bietet das Großblatt fünf der Deutschen Generalkarte im Maßstab 1:200000 oder gleich das darauf basierende Blatt 12 der MOTORRAD-Generalkarte mit ihren Extra-Infos für Biker. Noch detaillierter zeigt sich die ADAC-Freizeitkarte »Eifel, Mosel, Hunsrück« im Maßstab 1:100000.
D Information:
Am einfachsten über das Internet. Beim Suchbegriff »Mosel« spuckt Google 187000 Treffer aus. Die besten Tipps gibt’s unserer Meinung nach auf www.mosel.com, www.
die-mosel.de, www.mosel-reisefuehrer.de
und www.mosella.de.
Über die Internetseiten lassen sich nicht
nur alle möglichen Informationen beschaffen, sondern auch Kontakte zu den örtlichen
Touristeninformationen herstellen beziehungsweise Zimmer reservieren.
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Die Voxan Street Scrambler (Archivversion) - Die Voxan Street Scrambler

Der französische Hersteller Voxan gehört hierzulande zu den Exoten. Drei
Modelle werden von einem wassergekühlten 1000-cm3-V2 angetrieben, den
Voxan selbst entwickelt hat: Street Scrambler, Black Magic und Café Racer.
In der 12000 Euro teuren Street Scrambler leistet der Vierventiler 94 PS
und 90 Nm. Der druckvolle Motor schaufelt schon im Drehzahlkeller reichlich
Kraft ans Hinterrad, beschwert sich auch nicht bei untertouriger Gangart. Durch die lockere, leicht nach vorn geneigte Sitzposition sind längere
Strecken bestens zu meistern.
Gegenüber der ersten Voxan Scrambler schrumpfte das Vorderrad von 19 auf sportliche 17 Zoll. Dafür wuchs die Breite der Reifen auf 120/70 vorne und 180/70 hinten. Auf guten Straßen mit weiten Kurven ist die Street Scrambler in ihrem Element, lässt sich mit sauberer Linie bewegen. Höhere Geschwindigkeiten nerven aufgrund des fehlenden Windschutzes auf Dauer. Je enger aber die Radien und je schlechter der Asphalt, desto weniger wohl fühlt
sich die Französin. Buckelige Kurven bringen Unruhe ins Fahrwerk, enge
Serpentinen gehen kaum noch spielerisch von der Hand, obwohl die Voxan
nur 210 Kilo auf die Waage bringt.
14,5 Liter Tankinhalt sollten für ausgedehnte Touren reichen, wäre da nicht die Trinklust des V2. Nur bei äußerst sparsamer Fahrweise lässt sich der Verbrauch unter sechs Liter drücken, im kurvigen Landstraßenbetrieb während der Moseltour genehmigte sich die Voxan etwa 6,5 l/100 km. Eine mitfahrende Yamaha XT 660 R begnügte sich mit drei Litern weniger. Weitere Infos zu Voxan gibt
es voraussichtlich ab Januar 2007 unter www.sidam-sas.com, Test der Black Magic in MOTORRAD 10/2005, des ersten Scrambler-Modells in Heft 18/2001.

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