Deutschland: Teufelsmoor (Archivversion)

Auch wenn Kurven Mangelware sind, die Gegend rund um das Teufelsmoor bietet landschaftliche Highlights, wie man sie auf dem platten Land nicht vermutet - man muß nur etwas genauer hinschauen.

Anreise: Wer in Norddeutschland unterwegs ist, sollte sich auf keinen Fall eine Tour durch die einzigartige Moorlandschaft rund um Worpswede entgehen lassen. Am schnellsten gelangt man über die A 1 dorthin, die von Hamburg nach Bremen führt, dann die Bahn in Stuckenborstel oder Oyten verlassen. Wer aus Richtung Süden kommt, peilt auf der A 27 kurz vor Bremen die Ausfahrt Achim-Nord an.Reisezeit: Ein Trip zum Teufelsmoor lohnt sich das ganze Jahr über. Besonders reizvoll sind Frühjahr und Herbst. Wer den wirklichen Charme dieser Region spüren will, sollte kurz vor Sonnenaufgang starten - dann zeigt sich das Land von seiner dramatischsten Seite.Übernachten: Im stark touristisch orientierten Worpswede herrscht an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen kein Mangel. Wer stilecht in einem reetgedeckten Fachwerkhaus übernachten möchte, wendet sich an die Worpsweder Pension im »Haus im Schluh«, wo sich auch eine Sammlung des berühmten Malers Heinrich Vogeler befindet. Geschlafen wird in traumhaft schönen Jugendstilzimmern ab 92 Mark, Telefon 04792/950061, Fax 950063. Direkt am Naturschutzgebiet Teufelsmoor kann man in der gleichnamigen Ortschaft auf dem großzügig angelegten Ferienhof Wellbrock nächtigen, Zimmer für mindestens zwei Nächte gibt´s ab 65 Mark pro Nacht, Telefon und Fax 04796/274. Der Tip für Zeltfans: der Campingplatz Neu Helgoland, der etwas außerhalb von Worpswede an der gleichnamigen Wirtschaft direkt am Ufer der Hamme liegt. Eine ausführliche Broschüre mit Infos über Hotels, Gaststätten und Kunstsammlungen ist bei der Fremdenverkehrs-Gesellschaft Worpswede erhältlich, Bergstraße 13, 27726 Worpswede, Telefon 04792/950121.Sehenswert: Wer sich für die Werke der berühmtesten Worpsweder Maler interessiert, wirft einen Blick in die Worpsweder Kunsthalle in der Bergstraße 17 direkt im Zentrum. Ebenso interessant ist der legendäre Barkenhoff, die Wohn- und Arbeitsstätte Heinrich Vogelers in der Ostendorfer Straße 10. Die wunderschöne Villa war um die Jahrhundertwende ständiger Treffpunkt bedeutender Künstler und Literaten, heute finden hier Ausstellungen zur Worpsweder Kunstgeschichte statt. Wer etws über das harte Leben der Moorbauern im letzten Jahrhundert erfahren will, schaut beim Museumshof in Augustenburg vorbei, der allerdings nur sonntags geöffnet ist. Einen aufschlußreichen Rückblick in die Vergangenheit bietet auch das Torfschiffswerft-Museum in Schlußdorf. Hier wurden einst die typischen Torfkähne gebaut, dazu informieren zahlreiche historische Bilder über die alte Zeit. Öffnungszeiten: mittwochs von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr.Literatur: Ausführliche Infos über die Geschichte Worpswedes und über die Entwicklung und Bedeutung der Malerei sowie hervorragende Fotos liefert der Bildband »Worpswede und das Teufelsmoor« von Anna Brenken und Fritz Dressler aus dem Ellert & Richter Verlag für 19,80 Mark. Ein wunderschönes Zeitdokument ist das Buch »Worpswede in alten Ansichten« von Almuth und Peter Rabenstein: historische Schwarzweiß-Aufnahmen und Postkarten bieten mit kurzen, aber informativen Texten einen interessanten Rückblick über Land und Leute. Das Buch gibt´s für 32,80 Mark nur bei Touristeninformation der Fremdenverkehrs-Gesellschaft in Worpswede. Zur Übersicht eignet sich die ADAC-Karte Niedersachsen und Bremen im Maßstab 1:300000 für 12,80 Mark.Zeitaufwand: zwei TageGefahrene Strecke: 200 Kilometer

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