Die Maschine sollte auf Mitfahrer vorbereitet werden (Archivversion)

Vor der Fahrt sollte man die Federelemente an die Belastung anpassen. Das bedeutet bei den meisten Maschinen ein Vorspannen der Feder im Heck. Wer ein Motorrad mit voll einstellbarem Federbein besitzt, kann zusätzlich noch die Druck- und Zugstufendämpfung erhöhen. Ist die Gabel einstell-bar, kann man sie etwas härter drehen, um beim Bremsen allzu starkes Eintauchen zu mindern. Außerdem sollte man den Reifenluftdruck hinten auf den Maximalwert bringen. Ist er nicht im Fahrerhandbuch vermerkt, können bei allen Radialreifen je nach Zuladung ab 160er-Baubreite 2,9 bis 3,1 bar nicht schaden. Am Vorderrad muss der Druck aufgrund der kaum erhöhten Radlast nur um 0,2 bis 0,3 bar auf 2,5 bis 2,7 bar aufgestockt werden, damit Bremsstabilität und Lenkpräzision erhalten bleiben. Tipp für ambitioniertere Fahrer, die das Fahrwerk schon im Solobetrieb an einen dynamischeren Fahrstil angepasst haben: Mit einem Helfer per Zollstock messen, in welcher Höhe sich das Fahrzeugheck befindet. Dann Federvorspannung erhöhen, den Mitfahrer aufsitzen lassen und erneut messen. Wenn das Heck im Stand mit Passagier in etwa die gleiche Höhe aufweist wie im Solo-Einsatz, wird das Fahren aller Voraussicht nach auch zu zweit Vergnügen bereiten. Darüber hinaus kann es nicht schaden, die Scheinwerfereinstellung zu kontrollieren oder zu justieren, um Blendungen zu vermeiden. Beim Inspizieren auch gleich einen Blick auf die Bremsen werfen, die im Soziusbetrieb einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind. Auch auf die Hinterradbremse achten, die bei starken Verzögerungen sehr an Bedeutung gewinnt.

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