Die Psychologie der Gruppe

Auch ausgeprägte Individualisten können mit ein paar Grundregeln eine Gruppenreise stressfrei genießen.

- Trotz Reiseleitung umfassend über Route und Reiseland informieren. Landkarte und Literatur schaffen vor allem in exotischen Ländern die nötige Unabhängigkeit und »Spielübersicht«. In der Vorbereitungsphase helfen sie, sich optimal auf die Bedingungen einzustellen (z. B. Klima/Kleidung, Geld, Essen, allgemeine Lebensbedingungen) und späteren Frust zu vermeiden.

- Einzelzimmer statt der meist üblichen Doppelzimmer überlegen. Der Aufpreis für ein wenig Privatsphäre kann sich lohnen.

- Nicht alles muss zwingend gemeinsam gemacht und nicht jede Sehenswürdigkeit im Team erkundet werden. Hier für persönlichen Freiraum sorgen, sofern die Landesbedinungen dies zulassen.

- Auf Rasttage achten und die gezielt gestalten.

- Hauptkonfliktpunkt auf Gruppenreisen ist das Tempo: Vorher erkundigen, wie individuell gefahren werden darf. Wenn immer Gruppe angesagt ist, muss das Tempo am Schwächsten orientiert werden.

- Schwächere Fahrer können in Gruppen schnell unter Druck geraten. Vor allem bei Offroad-Touren. Deshalb vorab genau erkundigen und ehrliche Selbsteinschätzung gegenüber dem Veranstalter zeigen. Wenn’s unterwegs doch schwierig wird: offen mit dem Reiseleiter sprechen.

- Frauen haben bei Gruppenreisen meist deutlich weniger Stress, wenn noch andere Teilnehmerinnen dabei sind. Vorher erkundigen.

- Last not least: sich einlassen. Nicht von vorneherein Widerstände aufbauen. Und vielleicht ganz neue Gefühle von positiver Gruppendynamik und Gemeinschaftsgeist erleben. Etwas Abenteuerlust und Bereitschaft, sich auf andere Menschen, Länder und Umstände einzulassen, muss sein.

- Bei aufwendigen Fernreisen den Veranstalter um Informationsaustausch mit Ex-Teilnehmern bitten. Seriöse Anbieter werden dies arrangieren.
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