Die Voxan Street Scrambler (Archivversion) Die Voxan Street Scrambler

Der französische Hersteller Voxan gehört hierzulande zu den Exoten. Drei
Modelle werden von einem wassergekühlten 1000-cm3-V2 angetrieben, den
Voxan selbst entwickelt hat: Street Scrambler, Black Magic und Café Racer.
In der 12000 Euro teuren Street Scrambler leistet der Vierventiler 94 PS
und 90 Nm. Der druckvolle Motor schaufelt schon im Drehzahlkeller reichlich
Kraft ans Hinterrad, beschwert sich auch nicht bei untertouriger Gangart. Durch die lockere, leicht nach vorn geneigte Sitzposition sind längere
Strecken bestens zu meistern.
Gegenüber der ersten Voxan Scrambler schrumpfte das Vorderrad von 19 auf sportliche 17 Zoll. Dafür wuchs die Breite der Reifen auf 120/70 vorne und 180/70 hinten. Auf guten Straßen mit weiten Kurven ist die Street Scrambler in ihrem Element, lässt sich mit sauberer Linie bewegen. Höhere Geschwindigkeiten nerven aufgrund des fehlenden Windschutzes auf Dauer. Je enger aber die Radien und je schlechter der Asphalt, desto weniger wohl fühlt
sich die Französin. Buckelige Kurven bringen Unruhe ins Fahrwerk, enge
Serpentinen gehen kaum noch spielerisch von der Hand, obwohl die Voxan
nur 210 Kilo auf die Waage bringt.
14,5 Liter Tankinhalt sollten für ausgedehnte Touren reichen, wäre da nicht die Trinklust des V2. Nur bei äußerst sparsamer Fahrweise lässt sich der Verbrauch unter sechs Liter drücken, im kurvigen Landstraßenbetrieb während der Moseltour genehmigte sich die Voxan etwa 6,5 l/100 km. Eine mitfahrende Yamaha XT 660 R begnügte sich mit drei Litern weniger. Weitere Infos zu Voxan gibt
es voraussichtlich ab Januar 2007 unter www.sidam-sas.com, Test der Black Magic in MOTORRAD 10/2005, des ersten Scrambler-Modells in Heft 18/2001.

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