Fähren in Europa Schiff ahoi

Hunderte von Fähren verkehren zwischen Island und Israel. Eine Übersicht über die wichtigsten Verbindungen in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer erleichtert die Urlaubsplanung.

Für viele ist es der Moment, in dem der Urlaub erst richtig beginnt. Das Motorrad parkt gut vertäut tief unten im Laderaum, selber steht man oben auf dem Deck, um das Festland am Horizont verschwinden zu sehen. Ganz nebenbei kommt man dem Ziel auf angenehme Art und Weise näher. So zumindest kann im Idealfall eine Fährfahrt aussehen - bei gutem Wetter und auf einem der hochmodernen Dampfer, die heutzutage fast schon Kreuzfahrtschiffen ähneln. Daß besonders im Mittelmeer noch immer uralte Fähren unterwegs sind, die laut einer aktuellen Untersuchung des ADAC längst nicht mehr den heute erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen, gehört leider zur traurigen Wirklichkeit im europäischen Fähr-Alltag.Ebenso Realität und leider unvermeidbar: Ab der letzten Woche im Juli und besonders im August ist in nahezu allen Fährhäfen die Hölle los. Zu den besonders stark frequentierten Verbindungen gehören sämtliche Linien nach Sardinien, Elba, Mallorca und Ibiza sowie die von Italien nach Griechenland. Wer ein paar Tage vor oder nach der Hauptsaison reisen oder zumindest die Wochenenden meiden kann, schont nicht nur die Nerven, sondern auch das Portemonnaie.Motorradler haben´s dabei allerdings wesentlich besser als Autofahrer: Für ein Zweirad findet sich in der Regel auch in der Hochsaison noch ein Platz, wenn der Fahrer bereit ist, bei einer über Nacht andauernden Passage auf Deck zu schlafen - stets die billigste und besonders im Mittelmeer für einige auch die schönste Art, per Schiff zu reisen. Auf den längeren Fährpassagen in Nord- und Ostsee werden dagegen oftmals nur Plätze in Kabinen vergeben. In beiden Fällen sollte man die Wartezeit im Hafen damit verbringen, die notwendigen Utensilien für eine Nacht griffbereit in einer kleinen Tasche zu verstauen. Beim Vertäuen des Motorrads auf der Fähre ist dafür keine Zeit mehr, und nach Auslaufen aus dem Hafen ist der Laderaum in aller Regel verschlossen.Kurz ein paar Worte zu den nachfolgenden Tabellen. Als Preis ist - sofern nicht anders gekennzeichnet - jeweils der günstigste Tarif für eine einfache Fahrt aufgeführt. Dieser Betrag kann in der Hochsaison bis auf das Doppelte oder mehr ansteigen. So kostet zum Beispiel in der Nebensaison eine einfache Passage von Rostock bis ins schwedische Trelleborg für eine Person mit Motorrad 95 Mark, in der Hauptsaison müssen für diesen Trip dagegen 210 Mark auf den Tisch geblättert werden. Ferner gibt es bei fast allen Routen im Norden Europas sowohl in der Haupt- als auch in der Nebensaison große Preisdifferenzen zwischen Tag- und Nachtfahrten. Und wer an einem Wochenende in den Urlaub startet, zahlt ebenfalls mehr. Eine Auflistung aller Tarif-Varianten würde den Rahmen sprengen. Wer seine genaue Reisezeit- und Route sowie die Verbindungen (Abreise- und Zielhafen) kennt, kann sich die entsprechenden Tarife in Reisebüros, beim ADAC oder direkt bei den Reedereien nennen lassen. Die meisten Reisebüros sind inzwischen mit dem START-System verbunden, über das die Tarife von 39 Fährschiff-Reederein aus Europa blitzschnell erfragt werden können (siehe auch Kasten: Infos, Tücken und Tarife).Hilfreich ist auch ein Blick ins Internet: Die Agentur FerryConsult (http://www.faehre.conk.com) bietet neben einem kompletten Überlick über Europas Fährverbindungen ebenso den Service an, bei der gewünschten Strecke die jeweils preisgünstigste Verbindung zu finden. Dafür sind dann allerdings 20 Mark zu bezahlen. Eine weitere Übersicht findet man auch unter http://www.jahoo.de.Fährverbindungen -nur das Urlaubsziel, das muß man sich noch selbst auswählen.

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