Frankreich: Normandie (Archivversion)

Die 600 Kilometer lange
Küste sowie das geschwungene Hinterland der Normandie
sind ein attraktives Reiseziel. Viele Wege führen zudem
zu den Orten der Alliierten-
Invasion von 1944 – sollte man sich unbedingt anschauen.

D ALLGEMEINES
Die Normandie erstreckt sich zwischen der Picardie und der Bretagne im Norden Frankreichs und ist unterteilt in die westliche Basse- sowie die östliche Haute-Normandie. Eine besondere Rolle spielt der »Invasions-Tourismus« auf
den Spuren von 1944: Acht ausgeschilderte Routen führen zu den ehemaligen Kriegsschauplätzen. Lohnenswerte Ziele: die Batterie Allemande bei Longues-sur-Mer, die Reste des künstlichen Hafens Mulburry B. bei Asnelles, das 360-Grad-Kino von Arromanches, in dem der Film »The Price of Freedom« läuft, und der amerikanische Soldatenfriedhof oberhalb von Omaha Beach – an anschaulichem Stoff zum Thema herrscht wahrlich kein Mangel.
Im eher unspektakulären, leicht hügeligen Landesinneren finden Reisende neben viel Ruhe auch die Produktionsstätten von Cidre, Calvados und Camembert.
D ANREISE
Nordlichter gelangen über Belgiens Autobahnen nach Lille und Arras. Von dort geht’s
auf der Landstraße weiter nach Abbeville und schließlich bis le Tréport, das bereits an der Küste liegt. Wer aus dem Süden kommt, peilt Paris an und nimmt entweder die Autobahn nach Le Havre oder Calais (Ausfahrt Abbeville) unter die Räder. Achtung: Tankstellen-Kultur
à la Deutschland mit langen Öffnungszeiten ist in Frankreich unbekannt, abends ist häufig nur der Automat in Betrieb. Wer die hohen Benzinpreise der Autobahntankstellen umgehen will, sollte die Zapfsäulen an den allgegenwärtigen großen Supermärkten ansteuern.
D ÜBERNACHTEN
Abgesehen von Orten wie Honfleur und Le Mont Saint Michel ist die Normandie im Hochsommer zwar gut besucht, aber nicht überlaufen – eine Folge der auch in Frankreich wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Eine Garantie für freie Zimmer gibt es jedoch nicht,
und wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte reservieren. Eine Alternative zu Hotels und Campingplätzen bieten so genannte Chambres d’hôtes, Privatquartiere ähnlich dem englischen Bed & Breakfast.
Folgende Unterkünfte sind besonders empfehlenswert: Hôtel Aigue Marine, Place Pierre
Sémard 1, 76470 le Tréport (Doppelzimmer ab 45 Euro), Telefon 0033/2358/60222, Internet www.hotelaiguemarine.com; Chambre d’hôtes La Sauvagine, Route de Fervaques, 14140 Prêtreville (Doppelzimmer ab 60 Euro), Telefon 0033/23162/8098; Hôtel La Sapinière, Rue de la 2ème division d«infanterie US, 14710 Saint Laurent sur mer (Doppelzimmer ab 65 Euro), Telefon 0033/231/927172; Hôtel Montgomery, Rue Couesnon 13, 50170 Pontorson (Doppelzimmer ab 57 Euro), Telefon 0033/233/
600009, Internet www.hotel-montgomery. com; Hôtel Le Christol, Bd. Paul Chalvet 4, 61140 Bagnoles-de-l«Orne (Doppelzimmer ab 36 Euro), Telefon 0033/2333/78031; Hôtel
de la Poste, Place du Marche 10, 76460 Saint Valery en Caux (Doppelzimmer ab 27 Euro), Telefon 0033/2359/71044.
D INFORMATIONEN
Weitere Infos über Land und Leute sowie Unterkunftsverzeichnisse liefert das Französische Fremdenverkehrsamt, Maison de la
France in Frankfurt, Telefon 0190/570025, Fax 0190/599061 (jeweils 0,62 Euro pro Minute); Internet: www.franceguide.com. Weitere gute Infoquellen im Netz: www.frankreich-info.de, www.gites-de-france-normandie.com und www.normandy-tourism.org.
D LITERATUR
Am ausführlichsten informiert »Normandie« aus dem Reise Know-How Verlag für 19,90 Euro. Kompakter ist von Marco Polo das
Bändchen »Normandie« für 7,95 Euro. Zur
Einstimmung: der HB Bildatlas »Normandie« für 8,50 Euro.
Wer sich an die hervorragenden Michelin-
Karten in 1:200000 gewöhnt hat, muss umdenken: Die Blätter wurden auf den Maßstab 1:150000 aufgeblasen und sind somit zwar besser zu lesen, müssen aber in den Kartentaschen eines Tankrucksacks häufiger umgelegt werden. Für die Normandie sind die Blätter 303 und 304 (jeweils 7,50 Euro) nötig.

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