Geiseldrama in der Sahara Teil 3: Reportage (Archivversion) Schlussbetrachtung

Es ist mir ein großes Bedürfnis, mich bei allen Menschen und Behörden, deren Arbeit letztlich zu unserer Rettung geführt hat, zu bedanken. Überwältigt bin ich von Solidarität und Hilfe, die Petra von Mitgliedern des Sahara Clubs, der Firma Därr sowie ungezählten privaten Personen erhalten hat. Hätte ich all dies auch nur geahnt, wäre mir meine Odyssee leichter gefallen. Schwierig ist dagegen zu akzeptieren, dass einheimische Agenturen und Tourguides schon Monate vor den Entführungen von »sonderbaren Leuten« auf der Gräberpiste wussten, aber die Information nicht weitergaben. Zusätzlich ignorierte das algerische Militär die Tuareg-Meldungen, im Tamelrik-Gebirge würden Lager angelegt. Und trotz großer Dankbarkeit, dass dort später alles nur Menschenmögliche für uns getan wurde – die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Südalgerien kam definitiv zu spät. Der Sahara-Club hatte bereits am 19. 3. 03 auf etliche Vermisste hingewiesen. Rainer Bracht

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