Griechenland: Nordgriechenland (Archivversion)

Im Landesinneren ist Nordgriechenland bisher vom Massentourismus noch weitgehend verschont. Griechische Gastfreundschaft und althergebrachte Traditionen kann man besonders in den Bergen finden.

Anreise: Der Autoput durch Ex-Jugoslawien ist seit 1996 wieder befahrbar. Transitvisa, Grenzformalitäten und Maut machen den den Landweg aber unattraktiv. Empfehlenswert sind die Schiffsverbindungen von Italien. In der Hauptreisezeit verkehren von Ancona und Venedig täglich, von Triest an den Wochenenden Fähren nach Igumenítsa (24 Stunden) und Pátras (32 Stunden). Prospekte mit den genauen Abfahrtsdaten hat jedes Reisebüro und der ADAC. Je nach Saison schwanken die Fährpreise zwischen 90 und 110 Mark fürs Motorrad und 150 bis 200 Mark für eine Person, Deckpassage, jeweils hin und zurück. Ein Bett in einer Viererkabine kostet knapp das doppelte. Wer die Rückfahrt gleich mitbucht, bekommt darauf 30 Prozent Ermäßigung, der Termin kann offen gelassen werden. Deckpassagen sind noch am Hafen zu bekommen.Reisezeit: Vor Mai und nach September kann es auf den bis zu 1700 Meter hohen Pässen Zentralgriechenlands schneien. In den Bergen ist die hochsommerliche Hitze zwar auch im August ganz erträglich, wer’s lieber kühler mag, sollte diesen Monat dennoch meiden.Übernachten: Zimmer findet man in Küstengegenden immer und im Landesinneren fast immer. Die Übernachtungspreise liegen für ein Doppelzimmer zwischen 35 und 70 Mark (fast immer ohne Frühstück). Alleinfahrer zahlen rund zehn Prozent weniger. Campingplätze gibt es im Landesinneren nur in der Nähe von Sehenswürdigkeiten.Sehenswert: Kípi in der Zagóri gilt als das schönste Dorf der Bergregion. Empfehlenswert ist der Abstieg in die Víkos-Schlucht von Monodéndri (etwa 1,5 Stunden). Südlich von Ioánnina liegt die antike Orakelstätte Dodóna mit seinem in eine herrliche Berglandschaft eingebetteten Amphitheater. Auf jeden Fall lohnt sich der Besuch der Meteóra-Klöster. Auch das Innere der sechs noch bewohnten Klöster kann besichtigt werden. Auf dem Pílion empfielt sich ein Abstecher nach Makrinítsa. Das Dörfchen in den Bergen oberhalb von Vólos gilt wegen seiner schönen Platía und der zahlreichen gut erhaltenen Herrenhäuser als die Perle des Pílion.Literatur: Liebevoll geschrieben ist die »Gebrauchsanweisung für Griechenland« von Martin Pristl (Piper Verlag, 28 Mark). Gute Tips und ein fürs Motorradgepäck ideales Format bietet der Band Griechenland/Festland aus der Marco Polo Reihe (Mairs Geographischer Verlag, 14,80 Mark). Verläßlich und sehr detailliert ist der Straßenatlas Griechenland (RV Reise- und Verkehrsverlag, Maßstab 1:300 000).Zeitaufwand: zehn TageGefahrene Strecke: 2500 Kilometer

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