Hilfe für Verletzte

Ist eine stationäre Krankenhausbehandlung nötig, bewährt sich wieder der Schutzbrief sowie eine Auslands-Reisekrankversicherung. Letztere gibt es bei Krankenkassen und Automobilclubs und kostet für ein Jahr zwischen zwölf und 30 Mark. (Beachten, ob nach Kalender- oder Versicherungsjahr gerechnet wird.) Sie übernimmt die Kosten, die die Krankenkasse und der Schutzbrief nicht zahlen (vorher prüfen). Das sind Behandlungskosten in den Ländern, mit denen kein Gesundheitsabkommen besteht, Beträge, die über die deutschen Kassensätze hinausgehen, und Dinge, wie etwa ein Transport ins Krankenhaus, wenn man im Hotel die Treppe runterfällt. Hier fühlt sich nämlich der Schutzbrief nicht zuständig, weil das Ganze ohne Fahrzeug passierte. Außerdem sorgt sie für den mitunter extrem kostspieligen Heimtransport von erkrankten oder verletzten Personen. Und zwar in ihrem gesamten Geltungsbereich, also auch außerhalb Europas, wo kein Schutzbrief mehr gilt. Wichtig ist es, bei Verletzungen nach unverschuldeten Unfällen ein medizinisches Gutachten im Schadensland anfertigen zu lassen, und sei es auf der Grundlage eines deutschen Gutachtens. So ist zum Beispiel ein teilweise abgerissener Finger in Frankreich ein Grund für die Anrechnung einer geringen prozentualen Invalidität mit entsprechendem Schadenersatz, in Deutschland jedoch nicht.Übrigens sollte ruhig ein zweiter Arzt zu Rate gezogen werden, wenn die Erstversorgung Zweifel offen ließ.
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