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Auch wenn Nepal kein einfaches Reiseland ist – die Überwindung der Widrigkeiten lohnt. Es locken grandiose Achttausender und ausgesprochen sympathische Menschen.

Anreise/Dokumente/ReisezeitAb rund 600 Euro fliegen Qatar und Thai International Airways sowie Royal Air Nepal Kathmandu direkt an. Lufthansa fliegt bis Neu Dehli, wo Royal Air für Anschluss sorgt. Bundesbürger mit gültigem Reisepass erhalten bei der Einreise für 30 beziehungsweise 50 Dollar ein Touristenvisum für 60 oder Tage. Die besten Zeiten für Motorradtouren liegen im Herbst nach dem Monsun von Ende Oktober bis Ende November sowie im klaren Frühjahr von Februar bis März.Die Strecke:Die beschriebene Strecke bietet sich als abwechslungsreiche Rundtour an, bei der man sowohl die höchsten anfahrbaren Punkte im Norden wie auch den tropischen Süden und die Nationalparks erfasst. Insgesamt sind die Straßenverbindungen rar und oft in schlechtem Zustand, entlegene Dörfer im Hochgebirge vielfach nur zu Fuß erreichbar. Schwierigkeiten macht die Orientierung, da genaue Karten und Wegweiser fehlen und mitunter nur noch Grenzsteine oder der Fahrzielaushang der Busse weiterhelfen. Die Motorräder:Die gemieteten Royal Enfield 500 sind anfangs durch ihre vertauschten Brems- und Schaltpedale sowie das umgedrehte Schaltschema (erster Gang oben, zweiter bis vierter unten) etwas gewöhnungsbedürftig. Wer flexibel genug ist, genießt dann aber einen optimalen Partner für dieses Land und seine Strecken. Egal ob Schlagloch-Asphalt, Schotterpässe oder Dirt Roads – die 24-PS-Enfields schlucken alles und bieten darüber hinaus den Vorteil, im Straßenbild deutlich weniger aufzufallen, als eine moderne Reiseenduro. Und besonders schnell kann und sollte man in Nepal aufgrund der zahllosen Streckenwwdrigkeiten sowie der bunten Mischung zwei- und vierbeiniger Verkehrsteilnehmer ohnhin nicht fahren. Organisiert Reisen?Ganz klar - wer keine Erfahrung mit Motorradreisen in Asien hat, findet den sichersten Einstieg mit Hilfe einer organisierten Tour. Denn in Nepal spielt sich Motorradfahren am oberen Ende des fahrerischen Fertigkeitslevels ab. Straßen, Verkehrsverhalten, Orientierung, Linksverkehr, Vorfahrtsregelungen, Mitspieler – alles ist anders. Kommt dann noch ein ungewohntes Motorrad hinzu, summiert sich der Stresspegel schnell in höchste Regionen. Wer sich bereits auskennt, dem sei dieses Land wärmstens empfohlen, denn die freundliche Bevölkerung hilft viele Situationen meistern. Sicherheit und InfosNepal galt bisher als friedliches und sicheres Reiseziel. Aber infolge der Unruhen nach der Ermordung des Königs am 1. Juni 2001 und den vermehrten Anschlägen maoistischer Rebellen ist die Lage im Land derzeit angespannt. Auf Reisende hat dies in der Regel keinen Einfluss, sicherheitshalber sollte aber vor der Tour die Situation beobachtet werden. Infos bei der Nepalesischen Botschaft in Berlin, Telefon 030/34359920, dem Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de oder dem ACTION TEAM (siehe Kasten). Literatur:Die besten »Nepal«-Führer kommen von Reise Know-How und Stefan Loose. Keine Route, kein Preis, keine Abfahrtszeit, die in diesen Spitzenwerken der Branche für je 22 Euro nicht enthalten wäre. Auf Bilder wird dafür verzichtet. Die hierzulande erhältlichen Karten von Mayrs, Nelles und Int. Travel Maps in 1:500 000 bis 800 000 sind unterwegs nicht wirklich überzeugend, da viele Orte fehlen. Mit Glück finden sich in den Reisebuchhandlungen von Kathmandu-Thamel bessere. Gefahrene Strecke xxxx KilometerZeitaufwand: zwei Wochen

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