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In Nordamerika Volkssport – für Europäer eher exotisch. Doch Snowmobilfahren ist schnell gelernt und mit guter Vorbereitung steht dem faszinierenden Mix aus Motorrad- und Wintervergnügen nichts im Wege.

Strecke und OrientierungVergleichbar mit Wanderwegen in Europa ist in Kanada ein dichtes Netz von Snowmobil-Trails vorhanden und sehr gut ausgeschildert. Allein im Bundesstaat Quebec stehen 80 000 Kilometer zur Verfügung. Bei Vermietern, Touristenbüros aber auch in jeder Snowmobil-Kneipe kann man sich mit kostenlosen Tourenkarten in unterschiedlichen Maßstäben eindecken. Darin sind nicht nur die Trails, sondern auch Tankstellen, Werkstätten, Hotels und Lokale verzeichnet. Wer beispielsweise ein Hotel reservieren oder eine Service-Station anlaufen will, findet die passenden Adressen und Telefonnummern gleich auf der Kartenrückseite. Pistenwegweiser zeigen die Versorgungsstationen ebenfalls an. Die Infrastruktur ist im südlicheren Teil Quebecs durch die realtiv dichte Besiedelung lückenlos. Weiter nördlich sind die Etappen länger, Tankstellen rarer. Wieviele Kilometer man am Tag schafft, hängt stark von der Übung und der damit möglichen Reisegeschwindigkeit sowie den Temperaturen und der Dauer des Tageslichts ab. Der Schnitt variiert zwischen 150 und 350 Kilometern. Fahrzeuge und AusrüstungSnowmobile unterscheiden sich hauptsächlich in der Leistung und einer eher sportlichen oder tourisitischen Ausrichtung. Auch wenn die High-Tech-Schlitten mit ihren bis zu 150 PS starken Maschinen verlockend sind, ist ein ambitionierter Anfänger mit einem 60 PS starken Modell deutlich besser bedient. Sie lassen sich einfacher fahren und die Power reicht locker für maximalen Fahrspaß. Übermotorisierung ist bei Snowmobilen gefährlich und kann bei den extrem spurtstarken Schlitten schnell an einem Baum enden.Die Mietpreise liegen umgerechnet bei rund 120 bis 150 Mark (60 bis 75 Euro) pro Tag. Die Thermo-Ausrüstung ist in der Regel im Mietpreis inbegriffen und sollte auch vor Ort ausgeliehen werden, da sie deutlich wärmer ist als europäische Motorradwinterkleidung. Warme Unterkleidung gehört allerdings unbedingt ins Gepäck. HundeschlittentourenEine Husky-Tour sollte unbedingt im Tourenplan stehen. Kontakte stellen die Snowmobil-Vermieter und Touristenbüros her. Dazu muss man jedoch nicht nach Kanada reisen. Denn anders als die in Europa (außer Lappland) nicht erlaubten Motorschlittentouren, finden Reisen mit Hundeschlitten im alpinen und skandinavischen Raum zunehmend Verbreitung. Sogar in Todtmoos im Schwarzwald werden im Januar und Februar 2002 eintägige Schlittenführerkurse angeboten. Der Höhepunkt ist am 25.-27. Januar 2001 ein Schlittenhunderennen. Mehr unter Telefon 07674/9060-0 und www.todtmoos.de. Infos über finnische Schlittenhundreisen bietet www.nordic-holidays.de, Telefon 04121/7911-0. Organisierte ReisenWer noch nie mit einem Motorschlitten unterwegs war, sollte keinesfalls auf eigene Faust reisen, sondern eine geführte Tour buchen. Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius unter Null können selbst kleine Ausrutscher oder Navigationsfehler äußerst gefährlich werden. Zwei günstige Möglichkeiten bietet das MOTORRAD ACTION TEAM (siehe Kasten). Gefahrene Strecke: Zirka 1000 KilometerZeitaufwand: Fünf Tage

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