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Alaska bietet das ultimative Nordland-Erlebnis, ist abseits der wenigen Highways nahezu unbesiedelt. Wer das riesige Land intensiver erleben möchte, lässt das Motorrad auch mal stehen und taucht ab in die Wildnis.

Flug/ Motorradtransport:Die billigsten Flüge über die ”Lower 48” (so nennen Alaskaner die »unteren« 48 US-Staaten) sind auch die längsten (rund xx Stunden). In der Hauptsaison gibt es Tickets ab 1800 Mark. 2100 Mark kosten Direktflüge von Condor, die Anchorage in nur zehn Stunden über die Polarroute erreichen. Freigepäckgrenze für Nordamerikaflüge: zweimal 32 Kilogramm. Beim Transport des eigenen Bikes hat man zwei Möglichkeiten: per Flieger oder Schiff. Der Lufttransport ist schnell und zuverlässig. Eine Honda Dominator und eine Suzuki DR 650 (auf gemeinsamer Transportpalette etwa 400 Kilo) fliegen ab 3000 Mark nach Alaska. Der Rückflug kostete 3500 Mark. Auf Luftfracht spezialisierte Speditionen sind in der Regel billiger als Fluggesellschaften. Wir machten beste Erfahrungen mit MBS-Air-Cargo in Köln, Telefon 02203/9338 4143, Stephan Schuster. Ebenfalls empfehlenswert: Bikeworld Travel, Thomas Bergmeier, Telefon 05231/580 262, In Time, Olaf Kleinknecht, Telefon 040/4050 751 013, Quick Cargo Service QCS, Carsten Rauer, Telefon 06105/911328. Den Rückflug von Anchorage organisierte Movers Inc., 4041 West International Rd., Anchorage, AK 99502. Renommierte Speditionen wie Kühne&Nagel, Schenker oder GS-Sportreisen sahen sich nicht in der Lage, den Rücktransport zu organisieren.Infos zum Seetransport, der nur wenig billiger ist, aber sechs Wochen dauert, gibt’s bei Seefracht- Speditionen wie MBS-Sea-Cargo, Telefon 02203/9338 4166, Bike Worldtravel, Woick Travel Center, Telefon 0711/7096 710, QCS, Bike Worldtravel oder direkt bei den Reedereien. Reisezeit: Auch Alaska hat vier Jahreszeiten: Juni, Juli, August und Winter. An den regenreichen Küsten ist es im Jahresschnitt milder als im Landesinneren wo das Kontinentalklima für warme und trockene Sommer, aber auch für bitterkalte Winter sorgt. In Fairbanks etwa sind Sommertage mit 30 Grad keine Ausnahme, im Winter aber auch minus 40 Grad. Mitte August beginnt an der Nordküste der Indian Summer, der sich langsam nach Süden vorarbeitet. Die buntesten Wochen in der Alaska Range sind normalerweise rund um den 1. September.Übernachten:Beim Übernachten gibt es die Wahl zwischen ”frei zelten” mit dem prickelnden Wissen im Bärengebiet zu sein, oder Campingplätze, Lodges und Hotels aller Kategorien. Wer im Bärengebiet zeltet, und das ist bis auf die Main Street in Anchorage überall, sollte niemals Essbares im Zelt aufbewahren, sondern in einem Sack verpackt mindestens 50 Meter vom Zelt in einen Baum ziehen oder in der baumlosen Tundra noch weiter weg auf die Erde legen. Bären riechen unglaublich gut, sind immer hungrig und schrecken sicher nicht vor Hightech-Doppeldachzelten mit extra verstärktem Gestänge zurück. Hört sich aber schlimmer an, als es ist. Wer die Vorsichtsmaßnahmen befolgt, zeltet und schläft auf der sicheren Seite. Sagen jedenfalls die Ranger.Dokumente:Nationaler Führer- und Fahrzeugschein sowie der Reisepass, solange man nicht länger als 90 Tage bleiben will. Eine Motorrad-Versicherung ist Pflicht. Infos bei Nowag-Versicherungen, Wiesbaden, Telefon 06122/15646, oder Tour Insure, Hamburg, Telefon 040/ 25172150. Eine 650er kostet für zwei Monate 290 Mark bei Nowag, 530 Mark bei Tour Insure.Motorräder:Alaskas Schotterpisten sind meistens gut gepflegt, wenn auch holprige und mit Wellblech verzierte Abschnitte vorkommen. Grobe Cross-Reifen sind nicht nötig, Profile wie Continental TKC 80 oder Barum ED9T haben ausreichend Grip und eine ordentliche Lebenserwartung. Benzin gibt es immer seltener, je weiter man nach Norden kommt. Für den Dalton Highway sollte die Reichweite der Motorräder 350 Kilometer betragen, sonst reichen 250. Ersatzteile erhält man mit viel Glück in Anchorage. Mietmotorräder bietet GS-Sportreisen, Telefon, 089/27818484. Eine Kawasaki KLR 650 kostet 623 US-$ pro Woche, eine BMW R 1150 GS 1085 US-$.Literatur:Die Bibel für den Nordland-Traveler ist die 800 Seiten dicke ”Milepost”, in der jeder Highway Alaskas detailliert beschrieben ist. Vor Ort gibt es sie für etwa 50 Mark, hierzulande kaum. Stattdessen:Geo Special Alaska, 14,80 Mark; Lonely-Planet-Reiseführer Alaska, englisch, 45 Mark; Apa-Guide Alaska, 39,80 Mark; Chr. Pehlemann, Alaska Touren-Manual, 49,80 Mark; Max Schmid, Alaska, Reich Verlag, 98 Mark; Kim Heacox, ”In Denali”; Michio Hoshino ”Grizzly”.Die besten Karten im Maßstab 1:300 000 enthält der DeLorme Atlas, der vor Ort oder hierzulande in sehr guten Buchhandlungen erhältlich ist. Allerdings ist er mit 160 Seiten im Format 28 mal 39 Zentimeter nicht allzu handlich. Übersichts- und Nationalparkkarten verschicken die Infostellen oder sind bei den Visitor Informations vor Ort erhältlich. Informationen Fremdenverkehrsamt Alaska, Pfingstweidstraße 4, 60316 Frankfurt, Telefon 069/438311. Den ”Official State Guide and Vacation Planner” gibt es auch beim Alaska Division of Tourism, P.O.Box 110801, Juneau, AK 99811. Per Internet kann man Tage verbringen, Infos über Alaska zu sichten. Eine Auswahl empfehlenswerter Homepages:www.alaska-info.de; www.alaskan.com; www.state.ak.us; www.AlaskaOne.com. Zeitaufwand: zehn WochenGefahrene Strecke: 6000 Kilometer

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