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Frankreichs Süden einmal anders: Die Atlantikküste bietet im Norden Aquitaniens stille Ecken für Genießer und im Baskenland ein Paradies für Kurvenräuber.

Anreise und ReisezeitVon Deutschland bis Bordeaux sind es zwischen 1000 (Köln) und 1500 (Berlin) Kilometer. Das lässt sich zwar in einem Tag machen, verspricht aber wenig Unterhaltung. Zudem sind Sprit und französische Autobahnen teuer: Bis Bordeaux fallen rund 40 Mark Maut an, wobei ein 500 Kilometern langer Landstraßenanteil enthalten ist. Eine Alternativ bietet der AutoZug, der von mehreren deutschen Städten nach Bordeaux fährt. Mensch und Maschine zahlen hin und zurück ab etwa 900 Mark. Mehr unter Telefon 01 80/5241224, Internet www.dbautozug.de und in MOTORRAD 8/2001. Besser als die heiße und teuere Hochsommersaison eignen sich Mai/Juni sowie September/Oktober für die Reise. Bei der Anreise per Achse kann es dann im Landesinneren allerdings empfindlich kalt sein.Übernachtung Da das Hotel-Frühstück in Frankreich meist karg, teuer und im Café nebenan besser ist, verstehen sich die folgenden Übernachtungspreise für ein Doppelzimmer (Einzelzimmer kosten übrigens kaum weniger) ohne Frühstück: Domaine du Breuil, Cognac, ab 110 Mark, Telefon 0033/545/353206, Fax 364806. Le Chantry, 155 rue Georges Bonnac, 33000 Bordeaux, ab 110 Mark, Telefon 0033/556/240888, Fax 989172. Le Dauphin, Arcachon, ab 60 Mark, Hauptsaison 120 Mark, Telefon 0033/556/830289, Fax 548490. Biarritz Lousiane, Biarritz, ab 90 Mark, Telefon 0033/559/222020, Fax 249577. Hotel Euzkadi, 64250 Espelette, ab 75 Mark, Telefon 0033/559/939188, Fax 939019. Camping: Panorama, Grande Dune du Pyla bei Arcachon, vermietet auch ausgestattete Hütten und Zelte. Telefon 00 33/556/2210-44, Fax -12, Internet www.camping-panorama.com.EssenzenDie Region ist das weltgrößte Anbaugebiet für Qualitätsweine und produziert jährlich rund 700 Millionen Flaschen. Die ersten Reben pflanzten übrigens die Römer vor über 2000 Jahren und begründeten so den Weltruf der Gegend. Asterix zum Trotz hat also auch Gallien vom Römischen Reich profitiert. Die Weingüter schwanken in ihrem Erscheinungsbild zwischen Bauernhöfen mit leicht morbidem Charme und prungvollen Chateaus. Die vorwiegend roten Weine der Region sind nicht billig, aber gut. Optimal meist jene, die auf dem Gut direkt abgefüllt werden, erkennbar am Etikett-Zusatz »mis en bouteille au château«. Führungen und Weinproben bieten viele Güter an, erfordern aber oft lange Anmeldezeiten. Unser Tipp: Weingut Chateau Cantenac, Nicole Roskam-Brunot, 33330 Saint-Émilion, Telefon 0033/557/513522, Fax 251915. In Deutschland sind die Weine über Luc Chevalier Distibution in 63674 Altenstadt erhältlich, Telefon 06047/5180, Fax 7665. In und um Cognac gibt es zahlreiche Branntwein-Hersteller, von Remy-Martin über Martell bis zu Courvoisier im benachbarten Jarnac. Deutsche Führungen bietet das Handelshaus Hennessy in 16100 Cognac von März bis Dezember täglich zwischen 10 und 17 Uhr an. Anmeldung unter Telefon 0033/545/357268 oder Fax 357949.Information und Literatur Französisches Fremdenverkehrsamt Maison del la France, Westendstraße 47, 60325 Frankfurt, Telefon 069/97580126, Fax 744446, Internet www.franceguide.com. Fremdenverkehrsbüro Aquitanien, Telefon 0033/556/0170-00, Fax -07, Internet www.crt.cr-aquitaine.fr. Touristeninformation Charente (rund um Cognac), Telefon 0033/545/697909, Fax 69 48 60, e-mail cdtcharente@a2i-micro.fr. Touristeninformation Bordeaux, Telefon 0033/556/0066-00, Fax -01, Internet www.bordeaux-tourisme.com. Touristeninformation Biarritz, Telefon 0033/559/223710, Fax 241419, Internet www.tourisme.fr/biarritz .Touristeninformation Baskenland, Telefon 0033/559/4646-64, Fax -60. Literatur: DuMont, Richtig reisen, »Französische Atlantikküste«, 39,80 Mark mit brauchbaren Übersichts- und Detailkarten. Karten: Michelin Nr. 233 und 234. Ein besonderer Tipp: Kurt Tucholsky, »Ein Pyrenäenbuch«.

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