info (Archivversion)

Im dünnbesiedelten Landesinnern bietet Spanien Enduristen einen traumhaften Aktionsraum. Wer die weite Anreise nicht scheut, findet echtes Abenteuergebiet.

Anreise:Der Weg per Achse nach Kastilien ist lang und weit. Die schnellste Verbindung führt über Lyon und die Mittelmeer-Autobahn bis Barcelona. Von dort biegt man westlich ins Landesinnere nach Zaragoza und Madrid ab. Insgesamt rund 1600 Kilometer und zwei Reisetage müssen ab Mulhouse mindestens einkalkuliert werden. Nordwesteutsche können die Variante Paris, Bordeaux, San Sebastian in Erwägung ziehen. Einen deutlichen Entspannungsfaktor bietet der Autoreisezug, der ganzjährig von mehreren deutschen Bahnhöfen über Nacht ins südfranzösische Narbonne schnauft und einer Person mit Motorrad für xxx bis xxx Mark zumindest schon mal zwei Drittel der Strecke abnimmt. Enduro: Die Bedingungen für Off Roader sind im spanischen Inland ideal. Dünne Besiedelung und viele unasphaltierte Verbindungswege bieten eine gute Grundlage. Wer allerdings anspruchsvolleres Terrain sucht, stellt leider fest, dass kaum detaillierte Karten für das Land zu kriegen sind. Mit etwas Glück findet man vor Ort in Zeitschriften- oder Buchläden die Blätter der »Mapa Provincial« vom Instituto Geografico National, die im Maßstab 1:200 000 schon recht gute Dienste leisten (siehe auch Literatur). Andernfalls ist das Versuch-und-Irrtum-Prinzip angesagt oder die Hilfe eines ortskundigen Führers, zum Beispiel vom MOTORRAD ACTION TEAM (siehe Kasten).Reisezeit: Im spanischen Inland herrscht fast kontinentales Klima: Während die Winter kalt und rau sind, brennt in den Hochsommermonaten Juli und August die Sonne gnadenlos vom Himmel. Für Aktivitäten jeder Art eignen sich daher die Monate April bis Juni sowie September und Oktober am besten. Warme Kleidung und Regenschutz sollte vor allem in der Übergangszeit mit dabei sein. Übernachtung: Wie immer in untouristischen Regionen, sind auch in Kastilien Übernachtungsplätze nicht gerade dick gesäht. In den größeren Orten wie Priego, Albarracine, Frias, Landete oder Teruel gibt es aber einige Gasthöfe mit Restaurants, wo man ab etwa 50 Mark gut übernachten kann. Zeltplätze sind ebenso spärlich und auf der beschrieben Route nur in Cuenca und Albarracine zu finden. Ausführliche Vorschläge zum Übernachten in Hotel oder Zelt enthält der erwähnte Reiseführer vom Michael Müller Verlag (siehe Literatur).Literatur: Das recht untouristische Kastilien wird leider nur als Unterkapitel in Gesamtspanien-Reiseführern abgehandelt, einen eigenen Führer gibt es nicht. Sehr viele Informationen (auch Übernachtungstipps) enthält der umfangreiche Spanien-Band aus dem Michael Müller-Verlag von Thomas Schröder für 42 Mark. Wer sich über Kastilien hinaus für das Land interessiert, findet im Spanien-Band der Edition Unterwegs sieben Schotter- und Asphalt-Streckenvorschläge zwischen den Pyrenäen und Südportugal. Gibt’s für 29,80 Mark im Buchhandel oder beim MOTORRAD-Sonderverkauf unter Telefon 0711/182-1229. Für Straßenbedürfnisse eignet sich die Michelin-Karte »Zentralspanien« im Maßstab 1:400 000 sehr gut (siehe auch Enduro).
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote